Schließen

Helen Mirren

Helen Mirren, die ,Queen' des internationalen Kinos über Bikinifotos, Theaterspielen und ihre russische Heimat.

Tele 5: Was macht Helen Mirren, wenn sie richtig sauer wird?

Helen Mirren: Eine herrliche Frage! Ich bin eigentlich sehr gutmütig und ruhig, aber manchmal erwischt es mich. Dann sehe ich buchstäblich rot und es ist, als würde etwas in meinem Kopf explodieren. Oft weine ich dann. Ich weine überhaupt recht oft. Aber na- türlich habe ich in der Wut auch schon Gegenstände geworfen. Ich erinnere mich, dass ich mal ein öffentliches Münztelefon zerstört habe, weil ich ihn mit aller Gewalt von der Wand weggerissen habe.

Vor zwei Jahren ging ein Bikinifoto von Ihnen um die Welt und alle waren baff. Wie kann man mit 62 so eine sexy Figur haben?

Oh Gott, tun Sie das nicht! Bei diesem Foto hatte ich zufällig meinen Bauch eingezogen. Es war einfach nur unglaubliches Glück, dass ich da so gut aussah. Das sage ich immer, aber keiner glaubt mir.

Wie sieht Ihr perfekter Tag aus?

Gartenarbeit, ein bisschen shoppen gehen und lesen.

Haben Sie Hobbies?

In letzter Zeit bin ich immer mehr zum Opern-Fan geworden. Ich höre sie besonders gern bei Autofahren. Früher fand ich Opern absolut zum Schreien. Da habe ich mich sehr geändert, das hat mit meinem Mann Taylor zu tun. Opern sind zugleich zutiefst bewegend und total lächerlich. Ich liebe die Verbindung aus Schwachsinn und Gefühl."

Was bedeutet Ihnen das Theaterspielen?

Alle vier bis fünf Jahre gehe ich wieder auf die Bühne, weil ich eine Höllenangst habe, plötzlich nicht mehr die Nerven dafür zu haben. Beim Theater braucht man Nerven wie Drahtseile, sonst ist man

geliefert und deswegen teste ich mich immer wieder neu.

Als ‚Queen‘ waren Sie umwerfend! Sogar die Queen soll von begeistert von Ihnen gewesen sein.

Wie kommen Sie darauf? Ich weiß nicht einmal, ob sie mich gut fand und ich werde es aus ihrem Mund nie erfahren. Aber sie hat mich zum Tee eingeladen. Das war immerhin eine Geste. Das hätte sie wohl nicht gemacht, wenn sie stinksauer gewesen wäre. Aber sie wird mit mir nie über den Film reden und das ist auch gut so.

Was halten Sie denn von sich?

Ich versuche immer wieder Tagebuch zu führen, bin aber nach kurzer Zeit von mir selber so gelangweilt, dass ich wieder aufhöre. Dabei bin ich doch beim Dreh so oft mit interessanten Menschen zusammen und erlebe so viel, aber was ich darüber aufschreibe, langweilt mich zu Tode."

Wie halten Sie das viele Reisen aus?

Es ist hart. Aus dem Flieger steigen und dann direkt losarbeiten. Ich schlafe so viel ich kann. Ich gehe in meinen Wohnwagen, esse mein Sandwich, nehme Vitamine und das war‘s.

  • Gottschalks Classics - Oscar-Special

    Gottschalks Classics - Oscar-Special

    Oscar-Gewinner zu Gast bei Gottschalks Classics.

    Mehr

  • Ruf nach Vergeltung

    Ruf nach Vergeltung

    (Next of Kin) Thriller, USA 1989, 100 Minuten, FSK 16 Dienstag, 14.09., 22.35 Uhr Regie: John Irvin Drehbuch: Michael Jenning...

    Mehr