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Michael Mittermeier

Der deutsche Star-Comedian Michael Mittermeier (43) im TELE 5 Exklusiv-Interview über Louis de Funès, Westerwelle und das Vaterwerden.

TELE 5: Haben Sie persönliche Erinnerungen an Louis de Funès?

Michael Mittermeier: Ja, ganz viele. Ich komme aus einer Kleinstadt und war daher meist im Kino und dort habe ich die ganzen Louis de Funès-Filme gesehen, die meist am Sonntagnachmittag liefen. Wir haben uns jedes Mal weggeschmissen.

Hat er Sie beeinflusst?

Mit Sicherheit, aber ohne, dass ich jetzt sagen kann, was ich von ihm kopiert habe. De Funès war ja in seiner Mimik sehr expressiv und das bin ich auch auf

der Bühne. Die Summe von dem, was dich in jungen Jahren begeistert, beeinflusst dich später.

Ebenso wie de Funès sind auch Sie ein Workaholic. Was sind Ihre neuesten Projekte?

Mein neues Buch ,Achtung Baby‘ ist seit 22. Februar im Handel. Dazu gibt es im März und April noch Lesetouren. Im August starte ich dann mit den Previews für mein Live-Programm ,Achtung Baby live‘, das im Herbst Premiere hat.

Worum geht es in ihrem Buch?

Wie es der Titel schon sagt um Babies. Es handelt von der Zeit vor dem Schwangerwerden und der Zeit, wenn das Baby da ist. Alles beruht auf meinen eigenen Erfahrungen als Vater. Ich hab da nichts erfunden oder beschönigt, wie es in vielen dieser „Papa-Bücher" der Fall ist.

Was hat sich für Sie seit der Geburt Ihrer Tochter geändert?

Weniger Schlaf (lacht). Ansonsten hat man eine ganz andere Verantwortung. Wir können nicht mehr einfach sagen: „Lass uns doch morgen auf die Malediven fliegen". Aber der Gewinn von so einem kleinen Wesen ist nicht zu messen. Die Liebe, die man

empfindet und die einem entgegengebracht wird, ist pur, ohne Wenn und Aber. So wie Liebe eigentlich sein soll.

Was hat Sie die Schwangerschaft Ihrer Frau gelehrt?

Ich bin viel ruhiger geworden und rege mich nicht mehr über Kleinigkeiten auf. Im Großen und Ganzen war es eine ganz tolle Zeit, in der wir noch ein Stück näher zusammengerückt sind, so nah wie am Anfang unserer Beziehung. Wir sind jetzt immerhin seit 20 Jahren zusammen und es war nicht so, dass wir ein Kind gebraucht hätten, um uns wieder näher- zukommen, aber es war schon eine tolle Komponente.

Ihr Privatleben nimmt man in der Presse kaum wahr. Wie kommt das?

Ich gehöre nicht zu den Promis, die sich ständig in Szene setzen. Natürlich ist mein Buch intimer als der Rest meiner bisherigen Arbeit. Aber ich zerre meine Tochter nicht vor eine Kamera, um damit mehr Quote zu machen. Das ist mir zu billig!

Was halten Sie von Kollegen wie Oliver Pocher, die ihr Leben quasi in der Öffentlichkeit ausleben?

Das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich mache sowas nicht.

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