
Starporträt Michael Dudikoff
Nach neun Jahren Leinwandabstinenz kehrt Michael Dudikoff 2011 an der Seite von Wesley Snipes in ,Havana Heat‘ in die Kinos zurück. Und er wird tun, wofür seine Fans ihn lieben: Er wird kämpfen. Dabei war der Weg zum Kino und zum Action-Star für Dudikoff alles andere als zwangsläufig.
Anfang der 50er-Jahre ziehen die Eheleute Dudikoff nach Kalifornien. Er ist ein russischer Soldat, sie eine begabte Pianistin aus Kanada. Das Paar bekommt fünf Kinder. Am 8. Oktober 1954 wird Sohn Michael Joseph Stephen geboren. Er wächst mit seinen Geschwistern in Redondo Beach auf. Der Junge ist sportlich, surft und trainiert viel. Trotz seines sportlichen Aktionismus wird er als nachdenkliches Kind beschrieben.
Nach dem High School Abschluss möchte der Athlet Kinderpsychologie studieren. Um sich das Studentendasein leisten zu können, nimmt er mehrere Jobs an und arbeitet - sinnvoll fürs Studium - in einem Heim für misshandelte Kinder. Nebenher verdient er sich durch Kellnern in einem kalifornischen Strandlokal ein paar Dollar dazu. Eines Mittags sitzt ein Mann mit einer Gruppe Models dort im Restaurant. Dudikoff serviert ihnen das Mittagessen. Es ist der Journalist Max Evans vom Modemagazin Esquire. Er wird auf den gutaussehenden Studenten aufmerksam und ermuntert ihn, doch mal bei einer Fashionshow in Newport Beach mitzulaufen.
So beginnt Dudikoffs Karriere. Bald stellt er Körper und Gesicht für Labels wie Calvin Klein zur Schau oder macht braungebrannt und breitgrinsend Werbung für Sonnencreme. Jahrelang jettet das erfolgreiche Model zwischen den Modestädten New York, Los Angeles und Mailand hin und her. Neben Print- magazinen ist Dudikoff in den späten 70er Jahren auch in diversen Werbespots schön anzusehen. Angebote für Gastrollen in Fernsehserien wie ,Dallas‘ lassen nicht lange auf sich warten. Auch in dem Science-Fiction-Klassiker ,Tron‘ (1982) ist der angehende Schauspieler in einer kleinen Nebenrolle dabei. Der Durchbruch kommt allerdings erst 1985 mit ,American Fighter‘. Die Chance ereilt Dudikoff, als
der ursprünglich für die Rolle vorgesehene Chuck Norris umbesetzt wird. ,American Fighter‘ spielt das zehnfache seines Budgets ein und verhilft dem Kino-Neuling zu Heldenruhm und Starstatus. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, spielt Michael Dudikoff auch noch in der Fortsetzung von ,American Fighter‘ mit und nimmt weitere Hauptrollen-Angebote für Action- und Martial-Arts-Filme wahr. Er dreht einige Duzend Filme auf fünf Kontinenten, ist nunmehr ein profitabler Actionstar. Dann, im neuen Jahrtausend wird es ruhiger um Dudikoff. Er zieht sich mehr ins Privatleben zurück, widmet sich seinen Hobbys. Er gärtnert gerne, hat ein Faible für Bronzeskulpturen. Sehr zum Bedauern seiner Fans, die ihn gerne in ,The Expendables‘, der filmischen Wiedervereinigung alter Action-Heroen gesehen hätten. Sie müssen nun nicht mehr lange warten. 2011 ist Michael Dudikoff back! Und bis dahin widmet TELE 5 der Action-Größe eine Filmreihe...
Lena Pauli
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