Der Baader Meinhof Komplex

144 min | Ab 12 Jahren | Deutschland
Action, Biografie, Biopic, Krimi 2008
IMDB :

Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.

Regie: Uli Edel
Drehbuch: Bernd Eichinger, Uli Edel
Filmstart: 2008-01-01

Rolle:

Ulrike Meinhof
Andreas Baader
Gudrun Ensslin
Peter Homann
Brigitte Mohnhaupt

Darsteller:

Martina Gedeck
Hannah Herzsprung
Moritz Bleibtreu
Johanna Wokalek
Jan Josef Liefers
Nadja Uhl

Kritik

„Authentizität wird großgeschrieben in der Umsetzung der Buchvorlage. Der Film spielt teilweise an Originalschauplätzen und scheut nicht die Darstellung von Brutalität.“ (ndr.de)

„Begrüßenswert ist auf jeden Fall der Anspruch, den sich Stefan Aust, Bernd Eichinger und Uli Edel selbst auferlegt haben: Die historischen Fakten ihrer Geschichte möglichst korrekt zu präsentieren – ’so authentisch, wie das bei einem Spielfilm möglich ist‘ (Aust). Kurz zur Erinnerung: Normal ist das nicht. Das deutsche Eventfernsehen zum Beispiel betrachtet Geschichte eher als teure Fototapete, vor der man Veronika Ferres ablichten oder melodramatische Dreiecksgeschichten erzählen kann.“ (sueddeutsche.de)

„Der Film ist sehr gut. Es ist auch gut, dass es vorbei ist. Es ist Geschichte.“ (Bild)

„Das Protokoll eines deutschen Amoklaufs: Die stargespickte Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust rekonstruiert die so blutige wie tragische Geschichte des RAF-Terrorismus.“ (cinema.de)

Hintergrund

Der Film versucht eine realistische Darstellung der Jahre 1967 bis 1977, in denen die linksextremistische Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) in Deutschland aktiv war. Grundlage für den Film ist das journalistisch recherchierte Sachbuch des früheren „Spiegel“- und „Welt“ Chefredakteurs Stefan Aust. Das Werk gehört zu den kostspieligsten deutschen Filmen. Fast 2,5 Millionen Besucher sahen ihn ihm Kino. Sowohl die Witwe des von der RAF 1969 ermordeten und erstmals in einem Film dargestellten Bankmanagers Jürgen Ponto, als auch die Ex-RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt, die 2008 nach 24 Jahren Haft frei kam, verklagten die Macher des Films darauf, bestimmte Teile wieder herauszuschneiden. Trotz Gerichtsverhandlungen kam es schlussendlich nicht dazu.

„Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel, die schon bei ‚Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo‘ und ‚Letzte Ausfahrt Brooklyn‘ zusammenarbeiteten, erzählen in üppigen und angesichts der Fülle des Materials doch knapp bemessenen 150 Minuten die Chronik der damaligen Ereignisse, angefangen bei den Demonstrationen anlässlich des Schah-Besuches 1967 in Berlin und des gewaltsamen Todes Benno Ohnesorgs. Die beiden Kreativen legten dabei größtmöglichen Wert auf eine realitätsnahe Schilderung. So drehten sie die Szenen vor der Deutschen Oper, im Audimax der Technischen Universität Berlins sowie einige Aufnahmen im Gefängnis Stuttgart-Stammheim an Originalschauplätzen. Die Dialoge basieren, soweit möglich, auf überlieferten Gesprächen und für das Setdesign wurde auf Originalfotos zurückgegriffen. Zusammen mit der Kostümarbeit (Birgit Missal) und der manchmal etwas klischeehaften Musikauswahl, wird ein stimmiges Bild der 70er Jahre gezeichnet. Auch bei der Auswahl der Schauspieler legte man nicht nur Wert auf deren Fähigkeiten, sondern auch auf äußerliche Ähnlichkeiten mit den betreffenden Figuren. So liest sich die Besetzungsliste wie das Who-is-Who der deutschsprachigen Schauspielgrößen, angefangen bei Moritz Bleibtreu über Martina Gedeck, Alexandra Maria Lara und Hannah Herzsprung, bis zu Heino Ferch und Bruno Ganz.“ (kino.de)

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