Frida

117 min | USA
Biographie, Drama, Romanze 2002
IMDB :

Sie waren das wohl schillerndste Paar, das die Kunstgeschichte je gesehen hat: der berühmte Freskenmaler und Salon-Kommunist Diego Rivera und die Ausnahme-Malerin Frida Kahlo. Zusammen lebten sie eine der aufregendsten und unkonventionellsten Liebes- und Lebensgeschichten des vergangenen Jahrhunderts. Das Gefühlschaos dieser Ehe, die zahlreichen Liebschaften mit Männern und Frauen, ihre unbändige Lebenslust und die Farbenpracht Mexikos – all das schlägt sich in Frida Kahlos einmaligem kreativem Schaffen nieder und macht sie zu einer der ausdrucksstärksten und bildgewaltigsten Malerinnen aller Zeiten.

 

Hier gehts zum TELE 5 Interview mit Salma Hayek

 

Regie: Julie Taymor
Drehbuch: Clancy Sigal, Hayden Herrera
Filmstart: 2002-01-01

Rolle:

Frida Kahlo
Cristina Kahlo
Diego Rivera
David Alfaro Siqueiros
Lupe Marín

Darsteller:

Salma Hayek
Mía Maestro
Alfred Molina
Antonio Banderas
Valeria Golino

Kritik

„Regisseurin Julie Taymor, gefeiert für ihre Broadway-Inszenierung ‚Der König der Löwen‘, schwelgt in mondäner Geselligkeit und pittoresken Besäufnissen, Terrakotta und Indigoblau. Bis Taymor die Gefühlswelt der leidgeprüften Künstlerin visualisiert, indem sie ihre Gemälde als Tableaux vivants nachstellt. Dann ist „Frida“ bewegendes Kino. Und ein Triumph für Titelheldin Salma Hayek , die Latina-Rivalin Jennifer Lopez hier souverän den Rang abläuft. Nicht als Diva – als Schauspielerin.“ (cinema.de)

„Der Film, der ganz in Mexiko gedreht wurde, atmet die Atmosphäre des mittelamerikanischen Landes, den Machismo, offensive weibliche Erotik und eine Epoche der Liberalität, die mit der in Europa locker mithalten kann, über das ein oder andere Bohème- oder Weiber-Klischee sieht man da großzügig hinweg. Wer nicht weiß, wie es in Mexiko aussieht, mag die Farben übertrieben finden, aber das leuchtende Blau, das schreiende Orange oder das sinnliche Rot gehören zur mexikanischen Farbpalette wie die Tortilla auf den Teller. „Frida“ ist fettes Kino und sollte ein neugieriges Publikum anziehen, schon der Name Salma Hayek sollte sich als Magnet erweisen.“ (kino.de)

„‚Frida‘ ist ein szenisches Mosaik, gefügt aus eher konventionell erzählten Passagen, deren Herzstück die dramatische Liebesgeschichte zwischen Frida und Diego ist, und plötzlichen Ausbrüchen, in denen alles zu glühen beginnt: die Farben, die Leidenschaften, die Musik, der Sex, das überschwenglich Theatralische und imaginär Verspielte.“ (Süddeutsche Zeitung)

Hintergrund

Hauptdarstellerin Salma Hayek ist zugleich Co-Produzentin des Filmprojekts, sie singt außerdem einen Song („La Bruja“) und malte einige Bilder, die in den Szenen auftauchen, selbst. Frida Kahlos Nichte war so von dem Film beeindruckt, dass sie Hayek eine Halskette ihrer Tante Frida überreichte. Die bekannte mexikanische Sängerin Chavela Vargas, mit der Frida Kahlo zu Lebzeiten eine Affäre gehabt haben soll, arbeitete – bereits über 80 Jahre alt – für den Oscar-prämierten Streifen zusammen mit Filmkomponist Elliot Goldenthal am Soundtrack und übernahm außerdem eine Nebenrolle. Salma Hayek klagte später den Produzenten Harvey Weinstein an, sie mit der Drohung, sie zu entlassen, zu einer Nacktszene gezwungen zu haben, bei der sie eine Panikattacke erlitten habe und mit Valium beruhigt worden sei. Außerdem gab sie an, von Weinstein sexuell belästigt worden zu sein.

 

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