Larry Flynt – Die nackte Wahrheit

129 min | USA
Drama 1996
IMDB :

Von der Strip-Bar zum Skandal-Verleger und Millionär: Mit Gründung des Sex-Magazins „Hustler“ hat Larry Flynt nicht nur Fans, sondern auch die halbe USA gegen sich. Moralisten, Christen und Rechte überziehen ihn mit Prozessen. Er kommt ins Gefängnis, seine Frau stirbt, er überlebt einen Angriff auf sein Leben. Und gibt nicht auf!

Vom Go-Go-Club zum „Hustler“-Imperium: Parodie aus dem bunten Leben!

Regie: Miloš Forman
Drehbuch: Larry Karaszewski, Scott Alexander

Rolle:

Larry Flynt
Althea Leasure
Alan Isaacman
Jimmy Flynt
Ruth Carter Stapleton
Charles Keating

Darsteller:

Woody Harrelson
Courtney Love
Edward Norton
Brett Harrelson
Donna Hanover
James Cromwell

Auszeichnungen (Auswahl):

Oscar, 1997, Bester Hauptdarsteller, Woody Harrelson, nominiert;

Oscar, 1997, Bester Regisseur, Miloš Foman, nominiert;

Golden Globe, 1997, Bester Regisseur – Spielfilm, Miloš Foman, gewonnen;

Golden Globe, 1997, Beste Drehbuch, gewonnen;

Goldener Bär Berlin, 1997, Miloš Foman, gewonnen

Kritik

„Wilde, intelligente und kolossal unterhaltsame Satire.“ (kino.de)

„Aus diesem beeindruckenden Stoff webt ‚Einer flog über das Kuckucksnest‘- und ‚Amadeus‘-Regisseur Milos Forman ein packendes, biografisches Polit-Drama mit dokumentarischem Charakter. Dank der guten Darsteller – allen voran Woody Harrelson und Edward Norton – ist dies allerbeste Unterhaltung.“ (prisma.de)

„Milos Formans Film über Leben und Justizskandale des ‚Hustler‘-Herausgebers Larry Flynt wurde von zumindest einem amerikanischen Kritiker (Joe Morgenstern im ‚Wall Street Journal‘ als seltene Gelegenheit begrüßt, einmal wieder sein Gehirn ins Kino mitbringen zu können. Er hat ebenso Recht wie die Feministin Gloria Steinem, die den Film in der ,New York Times‘ als ‚eine kolossale Reinwaschung‘ diffamiert hat. ‚Larry Flynt‘ macht es dem Publikum nicht leicht, ihn zu mögen oder zu verdammen. […] Der Film verquickt Dokumentation, Opernhaftigkeit und Ironie zu einem brillanten Porträt, das an einem Extremfall die elementare Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäußerung darstellen will. Dabei unterschlägt er jedoch wichtige Aspekte der beruflichen und privaten Existenz des Porno-Verlegers und bedient sich zum Teil fragwürdiger satirischer Mittel, so daß das Ergebnis der Wirklichkeit nicht gerecht wird.“ (filmdienst.de)

Hintergrund

Der Film spielt in den Jahren 1952, 1973, 1975, 1978, 1986 und 1987 in Larry Flynts Leben. Ashley Judd, Cameron Diaz, Patricia Arquette, Mira Srovino und Kimberly Williams-Paisley waren im Gespräch für die Rolle der Althea Leasure, der Stripperin, Freundin und späteren Frau Larry Flints. Williams-Paisley stieg von sich aus wegen der geforderten Nacktszenen aus. Courtney Love war auf Drogen, als sie für die Rolle vorsprach, doch nach anfänglichen Zweifeln war sich Regisseur Miloš Forman sicher, dass sie die richtige Besetzung für die verdrehte Althea sei. Bedingung war: Love, die selbst einmal als Stripperin gearbeitet hatte, musste während der Dreharbeiten sauber sein. Sie hielt sich dran. Edward Norton übernahm die Figur des Anwalts Alan Isaacman übrigens, weil er unbedingt einmal mit Forman arbeiten wollte. Achtung, Cameo-Ironie: „Hustler“-Verleger Larry Flynt spielt einen Richter, der den Larry Flynt im Film (Woody Harrelson) ins Gefängnis bringt. Der Medienmann wurde, obwohl seine Person die Hauptfigur des Streifens ist, zur Oscar-Verleihung explizit nicht eingeladen. Er kam trotzdem: Hauptdarsteller Woody Harrelson nahm ihn als seine Begleitung mit.

Starinfo

James Cromwell

Die besten Kritiken bekam er für seine Rolle als korrupter, hinterhältiger Cop in „L.A. Confidential“ (1997), eine Oscar-Nominierung für seine Nebenrolle in „Ein Schweinchen namens Babe“ (1995) und – nach drei Nominierungen – im Jahr 2013 endlich den wohlverdienten Emmy, für sein Spiel in der TV-Serie „American Horror Story“: der 1940 in Los Angeles als Kind zweier Filmschaffender geborene Schauspieler James Cromwell. Dabei war es für den Hünen, er misst gut zwei Meter, gar nicht einfach, Rollen zu bekommen. Zu groß, hieß es immer wieder. Der Tierschützer und dreifache Vater ist Veganer, zum dritten Mal verheiratet und glaubt an extraterrestrische Intelligenz.

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