Benedict Cumberbatch Interview

Benedict Cumberbatch im TELE 5-Interview über aufgeladene Batterien, verrückte Fans und mit wem er gerne tauschen würde

TELE 5 zeigt den Star in der Free TV-Premiere „The Child in Time“ am Mittwoch, 17. Juni 2020, 20:15 Uhr

Endlich wieder Kino! Am 23. Juli startet im Verleih von LEONINE der Film „Edison – Ein Leben voller Licht“ mit „Sherlock“-Star Benedict Cumberbatch als genialer Erfinder.
Auf TELE 5 ist der vielfach preisgekrönte britische Schauspieler („The Imitation Game“) bereits am Mittwoch, 17. Juni, 20:15 Uhr in der Free TV-Premiere „The Child in Time“ (2017) als Kinderbuchautor zu sehen, dessen Tochter verschwindet. Benedict Cumberbatch bezeichnete den Film, den er auch mitproduzierte, einmal als seinen persönlichsten und trug sogar seine private Kleidung für den Film. Sein Motto: „Wir alle sollten die Reise unseres Lebens genießen und nicht nur das Endspiel“.

Im TELE 5-Interview erzählt Benedict Cumberbatch außerdem …

… wie er nach einem Drehtag abschaltet und seine eigenen Batterien wieder auflädt:

Ich schließe die Tür hinter mir und lasse die Welt draußen, versuche zu relaxen, um meine Energie wieder in meinen Körper fließen zu lassen. Das schaffe ich entweder mit Meditieren, oder ich schaue mir mit einem Cocktail in der Hand, einen Film an.“

… wie es bei ihm ist, wenn er sich auf der Leinwand sieht:

„Ganz schlimm. Ich kann es am besten damit vergleichen, wenn jemand seine eigene Stimme auf einem Anrufbeantworter hört und voller Entsetzen schreit: „Das hört sich gar nicht an wie ich“. Ich habe noch nie jemanden gehört, der sagt: „Ich höre mich toll an“, (lacht). Und genauso ist das bei uns Schauspielern, wenn wir uns auf der Leinwand sehen.“

…: ob es für ihn schwer ist, mit seiner Bekanntheit in den sozialen Netzwerken umzugehen:


„Schon ein bisschen. Einmal war direkt jemand gegenüber von meinem Haus, in einer angemieteten Wohnung. Derjenige twitterte live und hat ganz genau beschrieben, was ich gerade mache. „Er zieht sein Shirt aus, geht zum Fenster, zieht sein Shirt wieder an…“ und das obwohl ich eigentlich Rollos in meiner Wohnung hatte. Um ehrlich zu sein, hat mich das hat mich schon ziemlich schockiert.“.

… mit wem er einen Tag tauschen würde:

„Es wäre schön als Jake Gyllenhaal aufzuwachen.“

Sie arbeiten sehr viel. Wie laden Sie Ihre eigenen Batterien wieder auf?

Oh, ich bin sehr gut darin abzuschalten. Ich kann Prioritäten setzten und ich glaube, dass ist das ganze Geheimnis daran, sich nicht verrückt machen zu lassen. Für mich funktioniert es, sich von anderen Sachen nicht blenden zu lassen und sich direkt auf das zu konzentrieren, was direkt vor mir liegt. Wenn ich nicht arbeite, mache ich mir keine Gedanken darüber, was jetzt wäre, wenn ich arbeiten würde, oder was ich jetzt noch erledigen müsste. Sich auf das konzentrieren, was wesentlich ist, das ist mein Geheimtipp.

Wie schaffen Sie es, nach einem langen Drehtag, abzuschalten?

Ich schließe die Tür hinter mir und lasse die Welt draußen, versuche zu relaxen, um meine Energie wieder in meinen Körper fließen zu lassen. Das schaffe ich entweder mit meditieren, oder ich schaue mir mit einem Cocktail in der Hand, einen Film an.

War es schon immer klar für Sie, dass Sie Schauspieler werden wollen?

Schon in der Schule habe ich immer lustige Stimmen nachgeahmt. Damals war meinen Lehrern sofort klar, dass dies in zwei Richtungen laufen kann: Kreativ oder zerstörend. Gott sei Dank traf bei mir das Erste ein (lacht).

Wie alt waren Sie, als Sie zum ersten Mal auf der Bühne standen?

Ich war vier Jahre. Damals spielte ich den Joseph in einem Krippenspiel. Das lustige daran war, dass mich die Maria aus irgendeinem Grund frustrierte, also schubste ich sie zur Seite. Und das mitten in dem Auftritt (lacht). Aber was soll ich sagen? Meine Entschuldigung ist: Ich war vier Jahre alt!

Viele Schauspieler sehen sich selbst nicht gern auf der Leinwand. Wie ist das bei Ihnen?

Ganz schlimm. Ich kann es am besten damit vergleichen, wenn jemand seine eigene Stimme auf einem Anrufbeantworter hört und voller Entsetzen schreit: „Das hört sich gar nicht an wie ich“. Ich habe noch nie jemanden gehört der sagt: „Ich höre mich toll an“, (lacht). Und genauso ist das bei uns Schauspielern, wenn wir uns auf der Leinwand sehen.

Sie haben sich zum großen Hollywood Star entwickelt. Wie schaffen Sie es nicht abzuheben?

Das wichtigste für mich ist meine Familie und meine Freunde. Diese Bodenständigkeit hilft mir dabei, ich selbst zu sein. Viele von ihnen sind älter als ich und vor allem ruhiger als ich. Diesen Ruhepol brauche ich, um dem Wahnsinn, den das Filmgeschäft mit sich bringt, zu entkommen.

Apropos Familie. Sie sind glücklich verheiratet und haben zwei kleine Kinder, drei und vier Jahre alt.

Für mich war schon, seit meinem 12 Lebensjahr klar, dass ich Kinder haben möchte. Vielleicht weil ich ein Einzelkind bin? Ich weiß es nicht. Klar ist, dass ich mir schon immer eine große Familie gewünscht habe.

Wie gehen Sie eigentlich mit dem ganzen Ruhm um?

Ruhm ist etwas Komisches, vor dem man sich ein bisschen distanzieren soll. Die Menschen sehen einen Wert in einem, den man selbst nicht sieht. 

Das ist sicherlich schwer mit den ganzen sozialen Kanälen?

Schon ein bisschen. Einmal war direkt jemand gegenüber von meinem Haus, in einer angemieteten Wohnung. Derjenige twitterte live und hat ganz genau beschrieben, was ich gerade mache. „Er zieht sein Shirt aus, geht zum Fenster, zieht sein Shirt wieder an…“ und das obwohl ich eigentlich Rollos in meiner Wohnung hatte. Um ehrlich zu sein, hat mich das hat mich schon ziemlich schockiert.

Was halten Sie davon, wenn die Leute Sie als hübsch und attraktiv bezeichnen?

(Lacht) Ich glaube es gibt keinen Menschen auf dieser Erde, der es nicht gerne hört, wenn einen jemand als attraktiv bezeichnet. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl.

Wenn Sie mit jemanden für einen Tag tauschen könnten. Wer wäre das?

Es wäre schön, als Jake Gyllenhaal aufzuwachen (lacht).

Was ist Ihr Motto?

Wir alle sollten die Reise unseres Lebens genießen und nicht nur das Endspiel.

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