Casey Affleck

„Wenn du durch die Hölle gehst, bleib nicht stehen“

Warum Casey Affleck im TELE 5-Interview Churchill zitiert

Oscar-Preisträger Casey Affleck („Manchester by the Sea“) überzeugt am Dienstag, 26. November, 20:15 Uhr auf TELE 5 in seiner ersten großen Hauptrolle:

Als Privatdetektiv Patrick in dem Entführungs-Thriller „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“, mit dem sein Bruder Ben Affleck sein Regiedebüt feierte.


Auf die Frage, ob es für ihn schwierig ist, wenn sein Bruder Ben der Boss am Set ist, antwortet Casey Affleck im TELE 5-Interview: „Ich kann versichern, dass wir nicht immer der gleichen Meinung waren, als wir zusammen aufgewachsen sind. Als ich aber gesehen habe, wie mein Bruder Morgan Freeman Anweisungen gab und dieser sie auch befolgte, blieb mir gar keine andere Wahl (lacht)“.

Auch spricht Casey Affleck darüber, warum ständiger Sonnenschein ihn nicht glücklich macht und über lichte Momente im Leben. So verrät der Star, wie er extreme und depressive Rollen abschüttelt: „Was ganz wichtig ist, nicht lange in diesen Rollen zu verweilen. Man braucht lichte Momente an denen man festhalten kann. Was sonst ist der Grund des Lebens? Wie Winston Churchill einmal sagte: „Wenn du durch die Hölle gehst, bleib nicht stehen.“

Überraschend Casey Afflecks Antwort, welcher Film sein Leben verändert hat: „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“! Dieser Film hat mich geformt. Ich habe ihn mindestens 35 Mal gesehen. Oder vielleicht sogar noch öfters (lacht).“

In „Gone Baby Gone“ brillieren in weiteren Rollen Morgan Freeman, Ed Harris, Amy Ryan sowie Michelle Monaghan. Mit Michelle Monaghan steht steht Casey Affleck übrigens derzeit wieder in einem Thriller („Every Breath You Take“) vor der Kamera. Auch Veronica Ferres wurde für Christine Jeffs Filmprojekt engagiert.

Das komplette Casey Affleck-Interview:

In „Gone Baby Gone“ führt ihr Bruder die Regie. Wie war das für Sie, von Ihrem Bruder Anweisungen zu bekommen?

(überlegt) Die Arbeitsweise bleibt die gleiche, ob mein Bruder die Regie führt oder ein anderer Regisseur. Ich würde sagen, dass es eher ein Vorteil ist, weil Ben mich besser kennt, als ein Regisseur, den ich am Set neu kennenlerne.

Ist es nicht schwierig, wenn Sie beide nicht der gleichen Meinung sind, ihr Bruder aber Ihr Boss ist?

Ganz im Gegenteil. Wir sind Brüder! Ich kann Ihnen versichern, dass wir nicht immer der gleichen Meinung waren, als wir zusammen aufgewachsen sind. Als ich gesehen habe, wie mein Bruder Morgan Freeman Anweisungen gab und dieser sie auch befolgte, blieb mir gar keine andere Wahl (lacht).

„Gone Baby Gone“ wurde in Ihrer Heimatstadt Boston gedreht. Weg aus Hollywood, war das eine tolle Abwechslung?

Boston ist und wird immer meine Heimat bleiben. Ich versuche so oft es die Zeit erlaubt, zurück zu kehren.

Ist Los Angeles mittlerweile nicht zu ihrer Heimat geworden?

Meine Zweitheimat, aber nicht mehr. Ich weiß es klingt verrückt, aber ich sehne mich oft nach dem kalten, regnerischen Wetter von Boston. Immer Sonnenschein ist nicht das, was einen glücklich macht. Ich lebte ein Jahr in Los Angeles, aber jetzt verbringe ich die meiste Zeit in New York.

Sie spielen oft extreme und auch depressive Rollen. Wie kommen Sie mit den Auswirkungen zurecht?

Als Schauspieler entscheiden wir uns dazu, die Trauer und Depressionen eines Charakters anzunehmen. Um das zu lernen und sich mit den Problemen eines Charakters zu befassen und auseinander zu setzen, lernen wir, unseren eigenen Problemen zu entgehen. Zumindest funktioniert das so bei mit.

Was machen Sie, wenn sie vom Set nach Hause kommen?

Wenn ich von einem langen und vor allem harten Drehtag nach Hause komme, ist nur noch Relaxen angesagt. Eine heiße Dusche, eine heiße Suppe und ab ins Bett, damit ich meine Gedanken abschalten kann.

Ist es hart diese Rollen wieder abzuschütteln?

Schon ein bisschen. Was ganz wichtig ist, nicht lange in diesen Rollen zu verweilen. Man braucht lichte Momente an denen man festhalten kann. Was sonst ist der Grund des Lebens? Wie Winston Churchill einmal sagte: „Wenn du durch die Hölle gehst, mach weiter“.

Vor was haben Sie Angst?

(überlegt) Vor einem starken Sturm. Kein Mensch kann diesen aufhalten und die Auswirkungen können grausam sein. 2002 als wir „Gerry“ drehten, war ich mit Regisseur Gus Van Sant in einem Segelboot draußen im Meer. Wir konnten das Land sehen, aber da keiner von uns beiden Erfahrungen mit einem Segelboot hatte, wussten wir nicht, wie wir gegen den Strom zurück ans Ufer kommen sollten. Das wäre ein ziemlich trauriges Ende gewesen (lacht). Gott sei Dank ging dieser Trip noch mal gut aus, weil jemand kam um uns zu retten. Aber viele Leute haben nicht das Glück von einem Sturm gerettet zu werden.

Hat dieser Moment ihr Leben verändert?

Er hat mich zum Nachdenken gebracht. Aber die Geburt meiner Kinder, Indiana (15) und Atticus (11) haben mein Leben komplett verändert.

Und welcher Film hat ihr Leben verändert?

„Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“! Dieser Film hat mich geformt. Ich habe ihn mindestens 35 Mal gesehen. Oder vielleicht sogar noch öfters (lacht).

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