Harrison Ford Interview

„Ich laufe auf meine Probleme zu, nicht davor weg“

Harrison Ford im TELE 5-Interview über Hunde im Bett, den nächsten Indiana Jones, Mut und die Liebe zur Natur

TELE 5 zeigt den Star in „Der wilde Haufen von Navarone“ am Donnerstag, 10. September 2020, 20:15 Uhr

Als Han Solo in „Star Wars“ oder als „Indiana Jones“ eroberte er ein Millionenpublikum. Zuletzt spielte er in der Jack London-Verfilmung „Ruf der Wildnis“. Wir alle hoffen, ihn irgendwann in einem weiteren „Indiana Jones“-Film zu sehen: Hollywoodstar, Hundeliebhaber und Umweltaktivist Harrison Ford. TELE 5 präsentiert die lebende Filmlegende, die das Abenteuer und die Natur liebt, in einer frühen Rolle am Donnerstag, 10. September, 20:15 Uhr in dem Actioner „Der wilde Haufen von Navarone“ von 1978.

Im TELE 5-Interview gibt der Schauspieler Einblick in sein facettenreiches Leben:

Hundeliebhaber Harrison Ford erzählt, wo seine eigenen drei Hunde schlafen:
„In meinem Bett – alle drei. Gott sei Dank sind es keine großen Hunde, sonst müssten meine Frau und ich auf dem Boden schlafen (lacht).“

Hollywoodstar Harrison Ford verrät, wohin er flieht, um dem Rummel in Los Angeles zu entgehen:
„Ich bin nicht der typische Wegläufer, ich laufe auf meine Probleme zu, nicht davor weg. Aber ich liebe es, ab und zu aus Los Angeles abzuhauen. Der Verkehr und die Überbevölkerung machen mich manchmal verrückt. Wir haben ein Haus auf dem Land, wo wir wahnsinnig gerne unsere Zeit verbringen.“

Filmlegende Harrison Ford spricht darüber, ob er sich freut, erneut in die Rolle des Indiana Jones zu schlüpfen:
„Ich freue mich extrem darauf, wieder auf Indiana Jones zu treffen. Er hat dem Publikum Vergnügen und Zufriedenheit gebracht. Nun habe ich die ultimative Gelegenheit, das erneut zu schaffen. Wir wollen einen so guten Film machen wie nie zuvor. Wir wollen und werden uns übertrumpfen!“

Filmheld Harrison Ford offenbart, woher er seinen Mut für die Filmbranche nimmt:
„Ich glaube, ich suche immer noch meinen Mut, denn ganz gefunden habe ich ihn noch nicht. Jeder Film ist eine Herausforderung. Man weiß am Anfang nie, wie es ausgehen wird. Natürlich versucht man sich bestmöglich vorzubereiten, damit man für den Film bereit ist, egal ob es sich um geistige oder körperlich Fitness handelt. Aber es sind immer wieder neue Beziehungen zu Gruppen von Leuten, mit denen man zusammenarbeiten wird. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Ich liebe die Arbeit mehr als das vollendete Projekt.“

Umweltaktivist Harrison Ford über sein Anliegen, die Natur zu schützen:
„Ich verspüre den Drang, die Natur zu schützen, um der Menschheit zu dienen. Ich wünsche mir, dass die Menschen anfangen zu verstehen, dass wir ein Teil der Natur sind. Wir können nicht ohne ihre Dienste existieren, auch wenn wir sie für selbstverständlich halten: Saubere Luft, Süßwasser, Bestäuber für Nutzpflanzen und Quellen für neue Medikamente. Die Natur wird für uns sorgen, wenn wir für sie sorgen.“

TEXTRECHTE: © TELE 5-Kommunikation, Verwertung (auch auszugsweise) honorarfrei nur bei aktuellem Programmhinweis auf TELE 5 und bei Nennung der Quelle.

Hier gibt’s das komplette Interview::

In Ihrem letzten Film „Ruf der Wildnis“ lassen Sie Ihren Hund zwei Tage lang in Ihrem Bett schlafen. Sie haben selbst drei Hunde, wo schlafen die?
In meinem Bett – alle drei. Gott sei Dank sind es keine großen Hunde, sonst müssten meine Frau und ich auf dem Boden schlafen (lacht).

Sind Ihre Hunde verwöhnt?
Sie gehen regelmäßig zur Hunde-Massage. Dort werden sie verwöhnt, gebadet und gekämmt. Danach sind sie ganz entspannt und relaxen in der Sonne.

Und wie oft gehen sie zur Hunde-Wellness?
Sobald sie nicht mehr astrein riechen und damit nicht mehr Bett-tauglich für uns sind (lacht). Hunde lieben es, Aufmerksamkeit von uns zu bekommen. Und sie geben uns so viel mehr zurück als das, was wir ihnen geben.

In „Ruf der Wildnis“ sieht man Sie mit nacktem Oberkörper. Lassen Sie uns mal über Training sprechen…
Ich bin körperlich aktiv, spiele Tennis, fahre Fahrrad und trainiere ein bisschen im Fitnessstudio. Aber ich musste kein spezielles Training für diesen Film machen.

Waren Sie nervös, als Sie im Drehbuch gelesen haben, dass Sie Ihr Hemd ausziehen sollen?
(Lacht) Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass es im Drehbuch stand. Im Drehbuch stand, dass ich in den Fluss steigen muss, um Gold zu suchen. Natürlich machte es keinen Sinn für mich, im Hemd in einen Fluss zu springen.

Haben Sie einen speziellen Ernährungsplan?
Ich bin Pescetarier, das heißt ich esse Gemüse und Fisch, aber kein Fleisch und auch keine Milchprodukte oder Eier. Und normalerweise esse ich auch nicht mehr als zwei oder drei Mahlzeiten täglich.

Sie steigen von einem Abenteuerfilm in den nächsten: Indiana Jones. War es selbstverständlich für Sie, dass Sie einen weiteren Teil drehen wollen oder mussten Sie dazu überredet werden?
Es war nicht selbstverständlich für mich, einen weiteren Teil von Indiana Jones zu drehen. Für mich war es erst spruchreif mit einem guten Drehbuch. Und momentan arbeiten wir noch daran, dieses Schlüsselelement zu verfeinern.

Freuen Sie sich darauf, erneut in diese Rolle zu schlüpfen?
Ich freue mich extrem darauf, wieder auf Indiana Jones zu treffen. Er hat dem Publikum Vergnügen und Zufriedenheit gebracht. Nun habe ich die ultimative Gelegenheit, das erneut zu schaffen. Wir wollen einen so guten Film machen wie nie zuvor. Wir wollen und werden uns übertrumpfen!

Welches war das größte Abenteuer in Ihrem persönlichen Leben?
Meine Frau ist sehr abenteuerlustig. Sie ist diejenige, die Reisen für uns plant. Ich liebe es, wie abenteuerlustig sie ist. Wir sind gerade von einem Tauchurlaub in Bonaire zurückgekommen. Davor hatte sie eine zwölftägige Reise auf dem Colorado River durch den Grand Canyon organisiert. Und davor haben wir den Kilimandscharo bestiegen. Wir erleben also ein Abenteuer nach dem anderen.

Wenn Sie vor dem Hollywood-Rampenlicht flüchten wollen, wohin gehen Sie?
Ich bin nicht der typische Wegläufer, ich laufe auf meine Probleme zu, nicht davor weg. Aber ich liebe es, ab und zu aus Los Angeles abzuhauen. Der Verkehr und die Überbevölkerung machen mich manchmal verrückt. Wir haben ein Haus auf dem Land, wo wir wahnsinnig gerne unsere Zeit verbringen.

Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie als Kind zum ersten Mal in der Natur oder Wildnis waren und dieses erstaunliche Gefühl von Freiheit und Frieden spürten?
Oh ja, ich war sieben oder acht Jahre alt. Wir machten Familienurlaub von Chicago, wo ich zusammen mit meinem Bruder aufwuchs. Wir besuchten Orte wie Colorado. Dort war es auch, wo ich mich in die Natur verliebte.

Wir sind nur ein kleiner Teil der Natur, können aber trotzdem so viel zerstören. Dabei sind wir es eigentlich, die die Natur brauchen, nicht umgekehrt…
Das ist allerdings wahr. Deshalb verspüre ich den Drang, die Natur zu schützen, um der Menschheit zu dienen. Ich wünsche mir, dass die Menschen anfangen zu verstehen, dass wir ein Teil der Natur sind. Wir können nicht ohne ihre Dienste existieren, auch wenn wir sie für selbstverständlich halten: Saubere Luft, Süßwasser, Bestäuber für Nutzpflanzen und Quellen für neue Medikamente. Die Natur wird für uns sorgen, wenn wir für sie sorgen.

Das Schlimme ist, dass wir das eigentlich wissen, aber nichts daran ändern…
Was sich nicht verändert hat, ist die politische Einstellung. In vielen Ländern ist es die starrsinnige Denkweise unseres bestehenden Zustandes. Und dieser Status Quo ist der Partner der Industrie für fossile Brennstoffe. Es fließt Geld, viel Geld in die Politik, um diese Investitionen der fossilen Brennstoffe zu schützen und vor allem zu fördern. Aber lassen Sie uns nicht über Politik sprechen, denn dann sitzen wir morgen noch hier.

Im Film sind Sie ganz schön mutig. Woher nehmen Sie für die Filmbranche Ihren Mut?
Ich glaube, ich suche immer noch meinen Mut, denn ganz gefunden habe ich ihn noch nicht. Jeder Film ist eine Herausforderung. Man weiß am Anfang nie, wie es ausgehen wird. Natürlich versucht man sich bestmöglich vorzubereiten, damit man für den Film bereit ist, egal ob es sich um geistige oder körperlich Fitness handelt. Aber es sind immer wieder neue Beziehungen zu Gruppen von Leuten, mit denen man zusammenarbeiten wird. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Ich liebe die Arbeit mehr als das vollendete Projekt.

Sie scheinen offener als in der Vergangenheit und zeigen mehr Freude an Interviews. Macht es Ihnen mehr Spaß oder ist ein einfach nur Teil des Geschäfts?
Natürlich ist es Teil des Geschäfts, aber es ist sicherlich alles andere als einfach. Es ist nicht leicht, die verschiedenen Denkweisen der Menschen zu befriedigen, denn sie sind es, die über den Film sprechen. Eigentlich hat der Film sein eigenes Leben. Er wird aus eigener Kraft leben oder sterben. Unser Teil des Prozesses ist jedoch etwas komplizierter. Wir machen auf uns aufmerksam, indem wir den Mechanismus der Medien nutzen, um auf den Film aufmerksam zu machen. Und natürlich wollen wir ihn im bestmöglichen Licht darstellen. Was dabei wirklich hilft, ist, wenn wir einen wirklich guten Film gemacht haben. Das macht es einfach, darüber zu sprechen und genau das macht mich glücklich, was man mir anscheinend anmerkt.

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