SAFARI - Kinofilm Premiere

Unterhaltung, 26 min
f

TELE 5 präsentiert eine Revue vom Roten Teppich zu DER Filmpremiere des Sommers. Schau Dir die Zusammenfassung von der Premierenshow von SAFARI - MATCH ME IF YOU CAN an. Hier gibt's jede Menge Interviews mit den Darstellern und spannende Fakten über Beziehungen!

MEHR

DIE KINOKOMÖDIE DES SOMMERS: SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN


Manche Menschen gehen auf die Pirsch, wir gehen auf Safari!

Mit SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN taucht Regisseur Rudi Gaul in die Wunderwelt des Virtual Socializing ein. Facebook, Twitter, Tinder & Co – Flirten war gestern, Matchen ist heute!

Ein Klick auf Safari und die Erfüllung der Träume ist greifbar nah… Der umschwärmte Pilot Harry (Justus von Dohnányi) hat Sex mit dem Social-Media-Sternchen Lara (Elisa Schlott), seine Frau Aurelie (Sunnyi Melles), die nichts von dem Doppelleben ihres Mannes ahnt, therapiert David (Max Mauff) und gibt ihm Ratschläge, wie er seine Jungfräulichkeit verlieren kann.

Die 48-jährige Mona (Juliane Köhler), Dauersingle, sehnt sich endlich nach einem Partner. Zunächst verhilft sie David zu seinem wirklich ersten Mal, dann trifft sie auf den alleinerziehenden Life (Sebastian Bezzel), der ist aber vom gemeinsamen Sex im Volvo überfordert.

Fanny (Friederike Kempter), strenge Vegetarierin mit Wunsch nach Familie, trifft den gutaussehenden Arif (Patrick Abozen), ein selbst ernannter Verführungskünstler… Bald schon denken alle nur noch an eines – Flucht oder Liebe?

Mit SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN taucht Regisseur Rudi Gaul („Wader Wecker Vater Land“), der zusammen mit Friederike Klingholz auch das Drehbuch geschrieben hat, in die Wunderwelt des Virtual Socializing ein. Facebook, Twitter, Tinder & Co – Flirten war gestern, Matchen ist heute!

Produziert wurde der Film von Martin Richter und Christian Becker, Rat Pack Filmproduktion, sowie den Ko-Produzenten Herbert G. Kloiber, Tele München Gruppe und Holger Fuchs, Concorde Filmverleih. Gefördert vom FFF Bayern (FilmFernsehFonds Bayern), dem DFFF (Deutscher FilmFörderFonds) und dem BBF (Bayerischer Bankenfonds).

INTERVIEW MIT REGISSEUR RUDI GAUL


SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN ist eine Komödie und überzeichnet viele Dinge. Wie lebensnah wolltet ihr den Film dennoch machen?

Mir geht es mehr um Wahrheit, als um Wirklichkeit. Deswegen haben wir uns sehr früh dafür entschieden, nicht „Tinder“ zu nehmen, sondern eine eigene App zu kreieren, die auch wieder eine Form von Überspitzung oder Abstraktion darstellt. Über die Fiktion lässt sich ein wahrer Sachverhalt manchmal besser darstellen, als es die Abbildung der Wirklichkeit könnte.

Ihr habt Euch also dazu entschlossen, die App „Safari“ für den Film zu kreieren. Wie kam es zu der Idee, dass die User einem Tier zugeordnet werden?

Wir wollten eine App, die die Welt der Dating-Apps und Social Networks noch einmal überspitzt. Die Tiere stehen dabei für das Unbewusste der Figuren. Im Film geht es auch darum, dass Sex eine recht animalische Angelegenheit ist, was wir mit den Sexszenen selbst teilweise darstellen. Normalerweise wird Sexualität im Film sehr ästhetisiert, als Projektionsfläche für die Sehnsüchte der Zuschauer – oder es wird sehr viel ausgelassen. Dann gibt es natürlich noch den pornografischen Bereich, aber was es kaum gibt, ist Sex als das, was es ist: Als manchmal sehr merkwürdige, animalische, auch komische Angelegenheit. Wir wollten auch die ganz normalen, banalen, physischen Unzulänglichkeiten zeigen, die dabei entstehen, abseits jeglicher Erotisierung. Darüber kamen wir auf die Idee mit den Tier-Icons. Denn wenn ich ein Tier wähle, verrät meine Entscheidung auch immer etwas über die Art und Weise, wie ich mich selbst sehe, gerne sehen möchte oder gerne gesehen werde.

Und welches Tier würdest Du wählen?

Ich glaube, ich wäre gerne ein Raubtier. Ein Löwe, das wäre schon toll. Dabei verhält es sich wahrscheinlich auch so: Man wählt das, was man im alltäglichen, sozialen Miteinander nicht so sehr ist.

Um welche Wahrheit ging es Dir konkret in SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN?

Eine Gesellschaft zu beschreiben, die den Finger am digitalen Abzug hat, aber analog nur mit Platzpatronen schießt. Digital sind wir alle – manche mehr, manche weniger – Vollprofis. Die digitale Welt erlaubt es uns, sehr schnell miteinander zu kommunizieren, sehr schnell miteinander zu flirten und sehr schnell auch ein Idealbild von sich aufzubauen. Und wenn wir in der Wirklichkeit einander gegenübersitzen, sind diese ganzen Schutzhüllen weg und wir sind, wie seit tausenden von Jahren, Menschen, die Angst haben, die nervös sind, die Schwächen haben und die Schwierigkeiten haben, sich zu begegnen.