Tom Hiddleston Interview

„Wir können unser Herz nicht kontrollieren“

Tom Hiddleston im TELE 5-Interview und ab Dienstag, 29. Oktober, 20:15 Uhr in dem Dreiteiler „The Night Manager“

Stil-Ikone mit riesiger Fanbase: Tom Hiddleston („Thor“, „Avengers: Endgame“). Im TELE 5 Interview philosophiert der Star über die Kreativität des Joggens, über die Liebe auf den ersten Blick und erzählt, was ihn an seinen Fans so rührt.

Für seine Rolle des Jonathan Pine in der britischen Serie „The Night Manager“ hat der smarte Star einen Golden Globe gewonnen. TELE 5 zeigt den Dreiteiler jeweils dienstags am 29. Oktober, am 05. sowie am 12. November um 20:15 Uhr.

Regie führte die Dänin Susanne Bier (Oscar für „In einer besseren Welt“) und nahm dafür einen Emmy mit nach Hause. In weiteren Rollen sind in der packenden John le Carré-Verfilmung Hugh Laurie („Dr. House“) und Oscar-Preisträgerin Olivia Colman zu sehen. Gedreht wurde u.a. in einem Luxusanwesen auf Mallorca, in dem just Tennis-Ass Rafael Nadal geheiratet hat.

Im TELE 5-Interview erzählt Tom Hiddelston …

… warum er es liebt, zu joggen:

„Ich liebe es zu joggen. Ich weiß, viele Leute hassen diese Art von Training (lacht), aber für mich ist es die beste Zeit zum Nachdenken. Vielleicht ist es die Eintönigkeit, die meine Gedanken besser abschweifen lässt. Ich habe mir das angewöhnt, als ich mich vor Jahren auf Steven Spielbergs Film „Gefährten“ vorbereitet habe.“

… ob es früher leichter war, sich auf den ersten Blick zu verlieben:

„Wir können unser Herz nicht kontrollieren, es verliebt sich in denjenigen, in den es sich verlieben will. Auch, wenn es eine verbotene Liebe ist. Ich glaube eher, die Strukturen, mit denen wir versuchen, unser Herz zu beeinflussen, haben sich mit der Zeit verändert. Aber in wen wir uns verlieben, können wir nicht beeinflussen oder erklären. Das passiert einfach.“

… was ihn bei seinen vielen Fans rührt:

„Ich schätze mich sehr glücklich, so viele Fans zu haben. Zu wissen, dass ihnen meine Arbeit gefällt, bedeutet mir viel und ist mir extrem wichtig. Was mich sehr rührt, ist, dass viele meiner Fans den gleichen Hilfsorganisationen beitreten, bei denen ich mich engagiere. Gemeinsam sind wir stärker.“

In „The Night Manager“ haben Sie einen extrem durchtrainierten Körper. Sind Sie immer so gut in Form oder haben Sie sich für diese Serie extra vorbereitet?

Ich liebe es zu joggen. Ich weiß, viele Leute hassen diese Art von Training (lacht), aber für mich ist es die beste Zeit zum Nachdenken. Vielleicht ist es die Eintönigkeit, die meine Gedanken besser abschweifen lässt. Ich habe mir das angewöhnt, als ich mich vor Jahren auf Steven Spielbergs Film „Gefährten“ vorbereitet habe.

Wieso das?

Der Drehstart war jeden Tag extrem früh angesetzt. Die Pferde waren zu diesem Zeitpunkt immer schon hellwach, also wollte ich genauso hellwach sein. Bevor ich zum Set ging, joggte ich mindestens eine Stunde. So konnte ich mich am besten auf die Szenen am Tag vorbereiten. Und genau in diese Form der Kreativität habe ich mich verliebt und jogge seitdem täglich.

Also sind Sie sehr diszipliniert?

(überlegt) Ich glaube, dass die körperliche Disziplin gleichzeitig etwas Psychologisches mit sich bringt. Das merken wir zwar nicht gleich von Anfang an, aber es entwickelt sich später. Allein die Angewohnheit beim Training alles zu geben – über den Punkt hinaus, an dem man denkt, man kann nicht mehr, aber dann trotzdem immer noch eine Stückchen weiter gehen kann. 

In der Serie verlieben Sie sich, doch es ist eine Art verbotene Liebe. Denken Sie, es war früher leichter, sich auf den ersten Blick zu verlieben als heute?

Ich glaube, sich zu verlieben war und wird immer gleich bleiben. Es kommt überraschend, ist schockierend, chaotisch, aber gleichzeitig wunderschön. Wir können unser Herz nicht kontrollieren, es verliebt sich in denjenigen, in den es sich verlieben will. Auch, wenn es eine verbotene Liebe ist. Ich glaube eher, die Strukturen, mit denen wir versuchen, unser Herz zu beeinflussen, haben sich mit der Zeit verändert. Aber in wen wir uns verlieben, können wir nicht beeinflussen oder erklären. Das passiert einfach.

Glauben Sie nicht, dass sich unsere Ansprüche an die Liebe mit der Zeit verändert haben?

(überlegt) Aber haben Ansprüche etwas mit der Liebe zu tun? Wir wollen oder können unsere Ansprüche erfüllen und versuchen, mit einem Menschen, der sie erfüllt, ein Leben aufzubauen. Aber ist das wirklich Liebe, wenn zwei Menschen nur nebeneinander her leben? Ich persönlich glaube, dass es bei der echten Liebe um Akzeptanz, Wahrheit und Verletzlichkeit geht. Erst wenn wir jemanden genauso akzeptieren können, wie er wirklich ist, dann ist es wahre Liebe.

In „The Night Manager“ betreiben Sie ein gefährliches Spiel, das Sie Ihr Leben kosten könnte. Glauben Sie an das Leben nach dem Tod?

(überlegt) Ich glaube, wir haben nur diesen einen Versuch, ein Leben. Das Licht geht aus und es ist vorbei.

Das ist aber irgendwie ein trauriger Gedanke.

Ja und gleichzeitig auch Nein. Zumindest versuche ich so, das Beste aus meinem Leben zu machen und lebe jeden Tag voll aus.

Sie haben extrem viele Fans. Wie gehen Sie mit dem Druck um?

Um ehrlich zu sein, weiß ich das nicht (lacht). Ich schätze mich sehr glücklich, so viele Fans zu haben. Zu wissen, dass ihnen meine Arbeit gefällt, bedeutet mir viel und ist mir extrem wichtig. Was mich sehr rührt, ist, dass viele meiner Fans den gleichen Hilfsorganisationen beitreten, bei denen ich mich engagiere. Gemeinsam sind wir stärker.

Glauben Sie, dass Sie sich jemals daran gewöhnen können, so eine große Aufmerksamkeit zu bekommen?

Ich denke, keiner kann sich an so etwas gewöhnen. Letztendlich versuche ich mir selbst treu zu bleiben. Schließlich ist das das einzige, was mich auf dem Boden der Realität hält…

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