Vin Diesel

„Auch Mark Zuckerberg hat Angst zu versagen“
Vin Diesel im TELE 5-Interview

Mit fast unglaublichen 100 Millionen Facebook-Followern war Schauspieler Vin Diesel im Jahr 2018 knapp hinter der Marke Coca Cola plaziert.

Vin Diesel beantwortet im TELE 5-Interview unter anderem die Frage…

… ob er gerne unsterblich wäre:

Wir wünschen uns, unsere Eltern könnten immer gesund und am besten unsterblich sein. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Mein Motto ist, sich immer von Menschen zu verabschieden, die wir lieben. Wir wissen nie, ob wir sie wiedersehen“

… warum Mark Zuckerberg Angst hat zu versagen:

„.Ich, sowie die meisten Künstler – sogar Mark Zuckerberg mit eingeschlossen – haben immer Angst, zu versagen. Aber diese Angst ist genau das, was uns antreibt, gute Dinge zu erschaffen“.

… wie er mit dem Wahnsinn von fast 100 Millionen FB-Followern umgeht:

„Stimmt, das ist wirklich der Wahnsinn! Ich war immer jemand, der fand, dass Schauspieler ihr Privatleben privat halten sollten, damit die Fans die Charaktere, die wir spielen, genießen können (lacht). Als ich einmal Frühstück für meine elfjährige Tochter machte, fragte sie mich, ob ich Social Media gut finde. Ich war so verdutzt über die Frage, dass ich gar nicht antworten konnte. Ich musste erst mal überlegen“

wie er sich gefühlt hatte als er 2009 Facebook beitrat und in kürzester Zeit Barack Obama überholte:

„Es hat sich unwirklich und überwältigend angefühlt. Gemischt mit dem Gedanken an die Verantwortung, die ich dadurch trage, was für Nachrichten ich teile. Aber wenn Sie sich meine Facebook-Seite ansehen, sticht immer eines hervor: Liebe. Die Liebe hat für mich einen großen Platz in der weiten Welt. Wir sollen uns nicht hassen, sondern lieben.“

Textrechte: ©TELE 5-Kommunikation, Verwertung (auch auszugsweise) honorarfrei nur bei aktuellem Programmhinweis auf TELE 5 und bei Nennung der Quelle.

Vin Diesel Filme

In Babylon A.D. geht es um Leben und Tod. Wären Sie gerne unsterblich?

Natürlich ist das immer eine Fantasie, mit der wir spielen. Wir wünschen uns, unsere Eltern könnten immer gesund und am besten unsterblich sein. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Mein Motto ist, sich immer von Menschen zu verabschieden, die wir lieben. Wir wissen nie, ob wir sie wiedersehen.

Vor nichts Angst zu haben, wäre das eine Supermacht, die Sie gerne hätten?

Ich würde es nicht als Supermacht bezeichnen. Sich vor Dingen zu fürchten und eine gesunde Angst zu haben, kann gut sein. Dann achten wir wenigstens mehr darauf, was um uns herum passiert. Ich, sowie die meisten Künstler – sogar Mark Zuckerberg mit eingeschlossen – haben immer Angst, zu versagen. Aber diese Angst ist genau das, was uns antreibt, gute Dinge zu erschaffen (grinst).

Apropos Mark Zuckerberg: Sie haben fast 100 Millionen Fans auf Facebook. Damit waren Sie 2018 unter den Top 10 der Welt, Coca-Cola steht nur knapp über Ihnen. Das ist der Wahnsinn!

Stimmt, das ist wirklich der Wahnsinn! Ich war immer jemand, der fand, dass Schauspieler ihr Privatleben privat halten sollten, damit die Fans die Charaktere, die wir spielen, genießen können (lacht). Als ich Frühstück für meine elfjährige Tochter machte, fragte sie mich, ob ich Social Media gut finde. Ich war so verdutzt über die Frage, dass ich gar nicht antworten konnte. Ich musste erst mal überlegen (lacht).

Ist es heutzutage nicht so, dass man als Schauspieler auf den sozialen Kanälen präsent sein MUSS?

Ja, die Zeiten haben sich geändert. Als ich Facebook beitrat, wurde Barack Obama zum Präsidenten von Amerika gewählt. Er war damals der einzige, der eine Million Fans hatte. Ich war der einzige, der ihn überholte (lacht).

Unglaublich! Wie haben Sie sich dabei gefühlt, den Präsidenten von Amerika auszustechen?

(überlegt) Es hat sich unwirklich und überwältigend angefühlt. Gemischt mit dem Gedanken an die Verantwortung, die ich dadurch trage, was für Nachrichten ich teile. Aber wenn Sie sich meine Facebook-Seite ansehen, sticht immer eines hervor: Liebe. Die Liebe hat für mich einen großen Platz in der weiten Welt. Wir sollen uns nicht hassen, sondern lieben.

Sie hatten ja einen recht langsamen Start in der Filmindustrie. Würden Sie sagen, dass es heute leichter oder schwerer ist, in dieser Branche Fuß zu fassen?

Um ehrlich zu sein, kann ich das nicht beantworten. Ich war sieben Jahre alt, als ich zum ersten Mal in einem Theaterstück mitspielte. Dann passierte fast 20 Jahre lang gar nichts. Ich zog mit 23 nach Kalifornien, versagte schrecklich und musste wieder nach New York zurück, wo ich als Türsteher arbeitete und bei Freunden auf dem Sofa übernachtete. In dieser Zeit lernte ich, einen Film zu schreiben, zu produzieren, zu schneiden und die Regie zu führen. Heutzutage kann jeder in sieben Sekunden einen Film mit seinem iPhone drehen (lacht). Doch auch wenn es einfacher ist, ein Produkt zu kreieren, bedeutet das nicht, dass diese Industrie einfacher geworden ist.

Sie haben ja damals auch Glühbirnen übers Telefon verkauft, um das Geld für Ihren ersten Film zusammen zu bekommen.

Stimmt (lacht), vor 19 Jahren. Meine Mutter hat damals mitbekommen, wie frustriert ich war, keinen Platz in der Filmindustrie zu finden. Sie kaufte mir das Buch „Feature Films at Used Car Prices“ (deutsch: Spielfilme zum Gebrauchtwagenpreis).Darin stand, dass man für 11.000 US-Dollar einen Film machen kann. Ich arbeitete, sparte und drehte einen Film (grinst).

Woher kommt Ihre Liebe zum Film?

Als ich sechs Jahre alt war, brachte mich mein Vater zum Times Square in New York. Dort entwickelte sich meine Liebe zum Film. Das gleiche habe ich mit meinem Sohn gemacht. Als er sechs Jahre alt war, nahm ich ihn mit zum Times Square, als der erste Trailer zu „Fast & Furious 8“ veröffentlicht wurde. Also Promo lief zeitgleich auf allen Bildschirmen auf dem kompletten Times Square der Trailer. Mein Sohn konnte es gar nicht fassen, mich dort überall zu sehen (lacht). Wir werden in ein paar Jahren herausfinden, ob es auch der Moment für ihn war, in dem er die Liebe zum Film entdeckte (grinst).

Sie werden dieses Jahr 52. Hatten Sie ein bisschen Panik davor, 50 zu werden?

(überlegt) vielleicht ein bisschen, aber mit dem Alter kommt die Weisheit und das finde ich toll. Mit dem Alter wurde ich auch ein bisschen zahmer (lacht).

Inwiefern?

Früher war ich schon sehr waghalsig, vor allem hinterm Steuer. Aber seitdem ich Vater bin, hat sich mein Fahrstil extrem geändert. Jetzt zählt nur noch die Sicherheit meiner Kinder.

Sie sehen noch genauso aus wie früher – auch Ihr Körper scheint überhaupt nicht gealtert zu sein.

Das tut gut zu hören. Ich fühle mich auch noch genauso fit wie früher. Nur jetzt verletzte ich mich vielleicht ein wenig öfter am Set. Wenn der Regisseur „Action“ ruft, vergesse ich meistens, dass ich sterblich bin (lacht).

Haben Sie eine andere Ernährung als damals?

Nein, ganz und gar nicht. Ich bin auf jeden Fall kein Veganer. Ich liebe Fleisch und Kartoffeln.

Wir hatten gerade vom Autofahren gesprochen. Was war Ihr erstes Auto?

Ein Chevrolet Monte Carlo, Baujahr 1978. Ich habe ihn in New York für 175 US-Dollar ersteigert. Eine Woche später ist er verreckt (lacht). Als ich nach Kalifornien zog, kaufte ich mir ein Pontiac Cabriolet, Baujahr 1967. Darin hörte ich mir immer 50er- und 60er-Jahre Musik an – und zwar ganz laut… (lacht).

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