Making Of: Aquaman

Aquaman ist der neue Superhelden-Blockbuster von DC, der unter Regie von James Wan und mit Jason Momoa, Amber Heard und Nicole Kidman in den Hauptrollen die Vorgeschichte des Atlanters Arthur Curry erzählt. Dieser erfährt, dass er der rechtmäßige Erbe der Unterwasserwelt Atlantis ist und begibt sich auf ein Abenteuer in dem es gilt einen Krieg zwischen der Welt im Ozean und der über Wasser zu verhindern.

Nachdem Aquaman bereits in der Justice League die Welt vor dem Untergang bewahrte, bekämpft Arthur Curry in dieser Verfilmung Unrecht auf dem offenen Meer. Als Sohn des Menschen Tom Curry und der Atlanterin Atlanna muss Aquaman zunächst lernen seine Kräfte an Land wie auch unter Wasser zu kontrollieren. Bei seinen Abenteuern stehen ihm Meerjungfrau Mera und Berater Vulko zur Seite. Der Angriff des David Kane auf eine Versammlung von Königen der Unterwasser-Königreiche nimmt Arthurs Halbbruder Orm zum Anlass um einen Krieg gegen die Menschen zu rechtfertigen. Allein ein mächtiges Dreizack kann Arthur die Macht verleihen um diesen Plan abzuwenden. Während seiner Suche nach diesem Dreizack begibt sich Aquaman dabei in unterschiedlichste bisher verborgene Meereswelten, wobei er auch seine totgeglaubte Mutter Atlanna wiederfinden und retten kann.

Regie: James Wan
Drehbuch: ‎Will Beall
Filmstart: 20/12/2018
Budget: $160–200 Mio. USD

Rolle:

Arthur Curry
Mera
Atlanna
Nuidis Vulko
Tom Curry
King Orm
King Nereus

Darsteller:

Jason Momoa
Amber Heard
Nicole Kidman
Willem Dafoe
Temuera Morrison
Patrick Wilson
Dolph Lundgren

Hintergrund

Die Gerüchte um die Produktion eines neuen Aquaman Films begannen bereits im Jahre 2003, als Warner Bros. bekannt gab zusammen mit Alan und Peter Riche von Sunrise Entertainment eine Verfilmung zu realisieren. Allerdings wurde dieser Film, genauso wie eine später angedachte Produktion mit Leonardo DiCaprio oder eine Serie über Aquaman, nie realisiert. Im Jahr 2013, nach der Veröffentlichung von Man of Steel, wurde schließlich die Verfilmung mit Jason Momoa als Verkörperung des Aquaman bekannt gegeben, die Ende 2018 in die Kinos kommen sollte. Momoa unterschrieb dabei einen Vertrag für 4 Filme. Während er bereits in Batman v Superman: Dawn of Justice, Justice League und schließlich Aquaman als gleichnamiger Superheld erschien, lässt dies auf eine Fortsetzung des Blockbusters schließen.

Für das Drehbuch arbeitete Warner Bros. mit den Autoren Will Beall und Kurt Johnstad, wobei schließlich die Version von Beall mehr überzeugte. Während zunächst Jeff Nichols und Noam Murro als Regisseure in Betracht gezogen wurden, unterzeichnete James Wan, der bereits den Horrorfilm SAW in der Regie begleitet hatte, im Juni 2016 den Vertrag.

Spannende Filmdetails

  • Jason Momoa musste das Geheimnis um die Besetzung als Aquaman mehr als 4 Jahre geheim halten. In dem Buch “The art of Making Aquaman” erzählt Momoa wie er seine Freunde und Familie über Jahre hinweg belügen musste. Tatsächlich war er der erste, der für diesen Film in Betracht gezogen wurde, selbst bevor feststand, dass James Wan die Regie übernehmen würde. Aus diesem Grund hasste James Momoa auch Interviews, in denen er ständig von Reportern auf eine mögliche Rolle als Aquaman angesprochen wurde.
  • Jason Momoa wäre fast ein anderer Superheld, nämlich Batman, geworden. Zack Snyder, der Direktor von “Man of Steel” ließ Momoa zum Casting für Batman kommen. Dieser interpretierte die Rolle auf seine eigene Art und überzeugte so Snyder zwar nicht für seine Rolle als Batman, allerdings die des Aquaman.
  • Nicole Kidman wurde bereits in der Konzeption des Films verwendet, obwohl diese noch nicht einmal fest für diese Rolle zugesagt hatte. Die Filmemacher waren so sehr davon überzeugt, dass Kidman die perfekte Besetzung als Mutter von Aquaman sei, dass deren Abbild bereits in der Konzeptionierung und dem Kostümdesign für die Gestalt Atlanna verwendet wurden.
  • Wer schon immer wissen wollte ob der Kuss zwischen Amber Heard und Jason Momoa echt war, wird hier ernüchtert. Interviews zufolge wurde der Kuss animiert, da Momoa generell nichts von Küssen mit Schauspielkolleginnen hält.
  • Obwohl Arthur in Maine zuhause ist wurden die tatsächlichen Szenen in Australien nachgestellt. Tatsächlich wurde der komplette Film in Australien gedreht. Alle Szenen, die Amnesty May in Maine darstellen, wurden in Main Beach am Goal Coast der Insel gedreht.
  • Direktor James Wan bestand darauf, dass die Charaktere Umhänge tragen sollten, obwohl das aus Sicht des Produktionsteams wenig Sinn machte.
    James Wan wollte, dass Figuren wie König Orm Umhänge trugen. Unter Wasser passierte mit Umhängen allerdings nichts, abgesehen davon, dass sie die Darsteller behinderten. Daher wurde ein Kompromiss eingegangen. Die Schauspieler trugen die Umhänge ausschließlich in zeremoniellen Szenen, genauso wie Mitglieder einer royalen Familie einen Umhang für eine Krönung tragen würden.

Details zur Filmproduktion

  • Trotz atemberaubender Visual Effects und unzähligen Stunts wurde Aquaman vom Komitee der Academy Awards nicht in dieser Kategorie in Erwägung gezogen. Wir wollen hier trotzdem auf einige spannende Details eingehen.
  • Ein Großteil des Films spielt unter Wasser. Insbesondere die Erschaffung der Haare stellte eine große Herausforderung dar. Wie sich herausstellte, wurden bei der Produktion keine Windmaschinen verwendet um Bewegung in die Haare zu bringen. Vielmehr wurden die Haare der Schauspieler komplett digital animiert. Der Cast spielte die Szenen also mit trockenen, zusammengebundenen Haaren.
  • Auch die vielen beeindruckenden Sets, die für diesen Film gebaut wurden, sind beachtenswert. Ein Großteil der Szenen wurde mit Bluescreen gedreht, wobei insbesondere die unzähligen Stunts den Darstellern eine Herausforderung darstellten. Patrick Wilson betont in einem Interview, dass einzelne Aktionen 30 bis 40 mal gedreht werden musste bis das Timing perfekt saß.
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