(C) 20th Century Fox
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Making Of: Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody ist ein Musikdrama und dreht sich um den Aufstieg und den Erfolg der britischen Rockband Queen. Der Fokus liegt vor allem auf deren Frontmann, Sänger Freddie
Mercury. Von dessen wilden Auseinandersetzungen mit seinen Eltern, die ihm verbieten wollen, seinen Traum zu verfolgen, bis zum legendären Auftritt im Live-Aid Konzert im Londoner Wembley. Auch Mercurys Erkrankung an Aids und Einblicke in sein Privatleben sind ein wichtiger Teil des Films. Regie führte Bryan Singer, die Hauptrolle wurde von Rami Malek übernommen. Gitarrist Brian May und Schlagzeuger Roger Taylor produzierten den Film.

Der Film beginnt mit den Vorbereitungen für das Live-Aid Konzert 1985, was Queens legendärster Auftritt werden sollte. Von hier aus gibt es immer wieder Rückblicke in das Leben der Bandmitglieder. Freddie Mercurys Nebenjobs, mit denen er sich geradeso über Wasser hält, dessen wilde Nächte in den Clubs Londons und das erste Zusammentreffen mit den anderen Mitgliedern Brian May, Roger Taylor und Tim Staffell stehen dabei im Vordergrund.
Von hier aus erleben wir weitere wichtige Momente in der Geschichte Queens, wie deren erste USA-Tour, die Schaffung ihrer bekanntesten Songs oder Freddies HIV Diagnose.
Auch das Misstrauen der Plattenfirmen in den Erfolg der Band ist ein zentrales Thema. So wird in einer Szene von einem Produzenten der Song Bohemian Rhapsody als zu lang und schlechte Musik bezeichnet.
Auch Mercurys Privatleben, sein Kampf mit seiner eigenen Identität und Sexualität werden im Film behandelt. Die Songs der Band bilden das Herz des Films, und viel Zeit wird genutzt, um die Werke Queens zu würdigen.

Regie: Bryan Singer, Dexter Fletcher
Drehbuch: Anthony McCarten, Peter Morgan
Kinostart: 31/10/2018
Budget: 52 Mio. USD
Einspielergebnis: 861 Mio. USD

Besetzung von Bohemian Rhapsody:

Rolle:

Freddie Mercury
Mary Austin
Brian May
Roger Taylor
John Deacon
John Reid

Darsteller:

Rami Malek
Lucy Boynton
Gwilym Lee
Ben Hardy
Joe Mazzello
Aidan Gillen

Hintergrund des Films

Bereits 2010 wurde die Idee für einen Film über die Geschichte der Band geäußert damals von Gitarrist Brian May, der auch als Produzent im fertigen Film erwähnt wird. Die Handlung war schon sehr ähnlich geplant, auch damals sollte schon das Live-Aid Konzert den Höhepunkt des Films bilden. Sascha Baron Cohen war aber beispielsweise für die Rolle von Freddie Mercury vorgesehen. Cohen verließ die Crew aber wegen kreativer Differenzen, weshalb ein neuer Schauspieler für die Hauptrolle gesucht werden musste.
Im Februar 2016 vollendete Anthony McCarten das Skript für den Film, ein Jahr später wurde Bryan Singer als Regisseur engagiert. Nach Gesprächen mit Brian May und Roger Taylor in den Abbey Road Studios erhielt Rami Malek im November 2016 die Hauptrolle. Gefilmt wurde von September 2017 bis Januar 2018. Produziert wurde Bohemian Rhapsody von 20th Century Fox.

Spannende Filmdetails

  • Rami Malek bezeichnete sich selbst mehrmals als großer Fan der Band und wollte deshalb Mercurys Karriere bestmöglich ehren. Dafür engagierte die Crew des Films Polly Bennett, eine Choreographin und Bewegungstrainerin. Sie brachte Malek bei, typische Bewegungen und Gesten Mercurys in die Szenen einzubauen, um den Film realistischer zu machen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf Mercurys Konzertauftritten, wo er für seinen einzigartigen Stil bekannt war.
  • Das war aber nicht das einzige, was Malek bei der Produktion zu schaffen machte. Mercurys markante obere Schneidezähne musste der Schauspieler per Prothese nachbilden. Das führte zu Problemen bei Maleks Aussprache und Leistung. Über mehrere Monate eignete er sich die Fähigkeit an, mit den Zahnnachbildungen problemlos zu sprechen. Nach Produktionsende ließ Malek die Zähne vergolden, als Andenken an die Dreharbeiten.
  • Was Malek nicht verändern musste, war seine Gesichtsform. Die Produzenten von Bohemian Rhapsody nannten Maleks Kieferpartie als wesentlichen Grund, warum sie sich für ihn entschieden. Auch seine Leistungen in der Serie Mr. Robot überzeugte sie, Malek zu engagieren.
  • Während den vielen Song-Sequenzen des Films wurde die Originalstimme von Freddie Mercury verwendet. Dazu wurden noch Aufnahmen des kanadischen Sängers Marc Martel und Malek selbst verwendet, die oft übereinandergelegt wurden. So wurde die Stimme Mercurys erhalten, während der Film einen eigenen Touch dazu liefern konnte.
  • Wie bei jedem Film von 20th Century Fox beginnt auch Bohemian Rhapsody mit der bekannten Fanfare des Filmstudios. Hier wurde der typische Klang allerdings durch typischen Rock-Klang, samt Gitarre und Schlagzeug, ersetzt. Brian May und Roger Taylor lieferten die Tonspuren dafür.
    Der Film wurde größtenteils an den Originalschauplätzen gefilmt. Dazu gehört das Tonstudio in London, in dem Queen ihre Alben aufnahmen und München, wo Mercury mehrere Jahre seines Lebens verbrachte.
  • Bohemian Rhapsody wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde die Darstellung Freddie Mercurys durch Rami Malek, der für die Rolle den SAG-Award, den Golden Globe und den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann. Auch das Sound Mixing, Sound Editing, und Film Editing wurden mit Oscars ausgezeichnet, was Bohemian Rhapsody zum meistausgezeichneten Film der Oscars 2019 machte.
    Von Filmkritikern hervorgehoben wurde zudem der Realismus des Films, der Zuschauer in das Innenleben einer der bekanntesten Rockbands aller Zeiten eintauchen lässt.

Details zur Filmproduktion

  • Neben dem großen Aufwand für Maleks Darstellung von Freddie Mercury wurden die Bandmitglieder Brian May und Roger Taylor sehr stark in den Produktionsprozess involviert. Sie gaben den Schauspielern Tipps, wie Gespräche in der Band verliefen und welche Charaktereigenschaften die einzelnen Bandmitglieder hatten. Rami Malek nahm deshalb auch Gesangsproben auf, die er an May und Taylor schickte. Die sollten sich die Aufnahmen anhören und Malek Tipps geben. Als sich die drei dafür trafen, hatten sich May und Taylor die Aufnahmen allerdings noch nicht angehört, weshalb Malek die erste Reaktion auf seinen Gesang selbst miterleben musste.
  • Das Live-Aid Konzert am Ende des Films ist eine der originalgetreusten Sequenzen der Filmgeschichte. Zeitgenössische Werbung, die Kleidung der Zuschauer, die Positionen der Band auf der Bühne und sogar die Kameraeinstellungen, die für die Szene gewählt wurden, stimmen genau mit der Übertragung von 1985 überein. Da das Wembley Stadium seit dem Auftritt umgebaut wurde, wurde für den Film sogar ein Replikat des damaligen Stadions aufgebaut.
  • Während der Produktion lernte Malek Lucy Boynton kennen, die die Rolle von Mary Austin, Mercurys langjähriger Freundin, übernahm. Malek verliebte sich am Set in sie, heute sind die beiden ein Paar.
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