(C) Universal Studios
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Der Grinch

Der 2018 veröffentlichte Animationsfilm „Der Grinch“ ist bereits die dritte Verfilmung des Kinderbuches „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat“ von Dr. Seuss. Die allseits bekannte und beliebte Geschichte um das grüne Monster „Grinch“ und dessen Abneigung gegen das Weihnachtsfest landet nun in moderner Machart erneut auf den Bildschirmen. Mit Benedict Cumberbatch konnte auch ein großer Name für die Stimme des Grinch gewonnen werden.

Der Grinch – ein grünes Monster – und sein treuer Hund Max leben auf einem einsamen Berggipfel, welcher sich über der Stadt Whoville erhebt. Der Grinch, einsam und alleine, hegt eine tiefe Abscheu gegen das jährliche Weihnachtsfest, welches die Bewohner der Stadt immer ausgefallen feiern. Als der Grinch erfährt, dass in diesem Jahr Weihnachten noch größer und noch opulenter gefeiert werden soll, beschließt er, das Fest für die gesamte Stadt zu verderben. Daher schleicht er sich in der Nacht in die Stadt und stiehlt die komplette Weihnachtsdekoration. Doch die Bewohner lassen sich davon nicht entmutigen und beginnen am Weihnachtsmorgen – trotz fehlender Dekoration und Geschenke – gemeinsam zu singen. Der Grinch wird davon überraschend berührt und bringt die Geschenke und die Dekorationen zurück und entschuldigt sich bei der Bevölkerung, woraufhin er eingeladen wird, mit ihnen gemeinsam Weihnachten zu feiern.

Regie: Scott Mosier, Yarrow Cheney
Drehbuch: Michael LeSieur, Tommy Swerdiow
Filmstart: 29/11/2018
Budget: 75 Mio. USD
Einspielergebnis: 510,6 Mio. USD

Hintergrund

Bereits im Februar 2013 wurde angekündigt, dass die Produktionsstudios „Universal Studios“ und „Illumination Entertainment“ an einer neuen Verfilmung von dem Grinch arbeiten. Schon zwei Jahre vor der Veröffentlichung des Filmes konnte der berühmte Schauspieler Benedict Cumberbatch (u.a. Doctor Strange, Sherlock oder auch die Stimme von Smaug aus dem Fantasy Epos „Der Hobbit“) als die Stimme des Grinches bekanntgegeben werden.

Ursprünglich sollte Peter Candeland gemeinsam mit Yarrow Cheney Regie führen, doch mit Veröffentlichung des erstens Trailers (März 2018) wurde bekanntgegeben, dass Candeland durch Scott Mosier ersetzt wurde. Mosier konnte sich bis zu diesem Zeitpunkt nur einen Namen als Produzent und Filmeditor machen – beispielsweise von Filmen wie Clerks, Dogma, Jay und Silent Bob schlagen zurück oder Clerks II. Weitere Trailer zu dem Film folgten im Juli und im September 2018, bevor der Film schlussendlich am 9. November in den USA Prämiere feierte. In den deutschen Kinos wurde der Film am 29. November 2018 erstmals vorgeführt. In den USA ist der Film seit Jänner 2019 digital erhältlich, seit Anfang Februar auch auf DVD und Blu-ray. Der Verkauf der deutschsprachigen Fassung sollte mit Ende März 2019 starten.

Spannende Filmdetails

  • Der Soundtrack zu dem Film wurde im November 2019 veröffentlicht und beinhaltet 13 Musikstücke, zum Teil alt bekannte Weihnachtklassiker, aber auch sonstige bekannte Lieder, welche mal von alten Bekannten in traditioneller Weise (The Supremes – „My Favorite Things“) oder auch neu interpretiert werden (Run D.M.C. – „Christmas Is“ oder „Christmas in Hollis“). Besonders erwähnenswert ist das Lied „I am the Grinch“ von Tyler, the Creator, welches extra für den Film geschrieben wurde.
  • Diverse kleine Fehler haben sich in den Film eingeschlichen. So öffnet sich beispielsweise die Türe zu der Höhle von dem Grinch gelegentlich nach innen aber auch nach außen. Auch verschwindet ein Fels, auf dem der Grinch in einer Szene steht in späteren Sequenzen.
  • In Großbritannien wurde nachträglich ein Lied bearbeitet und manche Schimpfwörter gestrichen, um eine familienfreundlichere Altersfreigabe zu erhalten.
  • Der Grinch wurde für verschiedene Auszeichnungen nominiert, konnte jedoch keine davon tatsächlich gewinnen. Dazu gehören neben den Annie Awards (ein spezieller Filmpreis für Animationsfilme) für „Beste Musik“, „Bester Schnitt“, „Bestes Storyboard“ und „bester animierter TV-Spot“) auch die Nominierung als bester Animationsfilm bei sowohl den Critics´Choice Movie Awards und den Producers Guild of America Awards.

Details zur Filmproduktion

  • Die gesamte Animation des Filmes wurde in Paris von Illumination Mac Guff durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden unterschiedliche bekannte, aber auch Firmeneigene Software Programme für 3D CGI Erstellung verwendet.
  • Neben Benedict Cumberbatch war zu Beginn der Produktion des Filmes noch kein Sprecher für die sonstigen Rollen gecastet worden. Erst im September 2018 – also zwei Monate vor der Erstaufführung – wurden die sonstigen Sprechrollen besetzt.
  • In der deutschen Fassung des Filmes wird der Grinch von niemand anderes als Otto Waalkes synchronisiert. Dies sorgte vor allem bei diversen Kritikern für viel Lob, da so die Rolle des Grinchs erheblich lustiger umgesetzt wird – freilich ein Punkt, welcher dennoch für unterschiedliche Meinungen sorgte, da häufig auch bemängelt wurde, dass in der animierten Verfilmung von 2018 der Grinch seinen abgrundtiefen Hass auf Weihnachten und die daraus resultierende Gemeinheit nicht überzeugend vermitteln konnte.
  • Die Rolle des Erzählers wird im Englischen von Pharrell Williams gesprochen. Kennern ist er bekannt als Teil einer Hip – Hop Gruppe, aber allen voran als Produzent für Größen der Musikindustrie wie Daft Punk, Snoop Dogg, Beyonce, Justin Timberlake, Madonna oder Miley Cyrus. Die Einbettung dieses Erzählers und die gelungene Umsetzung durch Williams sorgt dafür, dass die Balance zwischen der düsteren Stimmung der Vorlage und der gewünschten, humorvollen Weihnachtsunterhaltung für die ganze Familie eindrucksvoll gehalten wird.
  • Bei Start des Films in den US – Kinos konnte sich der Grinch überraschenderweise an die Spitze der Charts setzen. Es wurden in der ersten Woche bereits 66 Millionen US-Dollar eingespielt. Auch in Woche zwei (38 Millionen) und drei (30 Millionen) konnte der Film in den Top 3 der Charts verweilen.
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