(C) Annapurna Pictures
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Making Of: Destroyer

In „Destroyer“ beweist Nicole Kidman nicht nur Mut zur Hässlichkeit, sondern zeigt auch auf schauspielerischer Ebene, wie unglaublich wandlungsfähig sie ist. Sie spielt eine gebrochene und alkoholabhängige Ermittlerin der Polizei von Los Angeles, die nach langen Jahren des Leids endlich die Chance bekommt, Rache zu üben. Sie macht sich auf die dramatische Jagd nach dem Mann, der ihr Leben zerstört hat. Viele Kritiker sind sich einig: In „Destroyer“ hat Kidman eine der besten Performances ihrer Karriere abgeliefert. Dafür wurde sie zu Recht für einen Golden Globe nominiert.

Erin Bell, Ermittlerin bei der Polizei von Los Angeles, und ihr Kollege Chris ermittelten 16 Jahre vor der Handlung des Films undercover in einer Gang. Während eines Banküberfalls kam es dabei zu tödlichen Schüssen, und Erin blieb mit schweren Schuldgefühlen zurück. Sie arbeitet zwar weiterhin für die Polizei, wird aber von den Kollegen gehasst und ertränkt ihre Gefühle in Alkohol. 16 Jahre später findet sie Anzeichen dafür, dass Silas, der Anführer der Gang, erneut aktiv ist. Um endlich Rache üben zu können und ihr Gewissen wieder ins Reine zu bringen, macht Erin Jagd auf ihn. Von einem Mitglied der Gang arbeitet sie sich zum nächsten vor, um Silas endlich konfrontieren zu können. Rückblenden sorgen dafür, dass sich im Laufe des Films allmählich offenbart, was Erin all die Jahre zu schaffen gemacht hat.

Regie: Karyn Kusama
Drehbuch: Matt Manfredi, Phil Hay
Kinostart: 14/03/2019
Budget: 9 Mio. USD

Besetzung von Destroyer:

Rolle:

Erin Bell
Chris
Petra
Silas
DiFranco
Ethan

Darsteller:

Nicole Kidman
Sebastian Stan
Tatiana Maslani
Toby Kebbell
Bradley Whitford
Scoot McNairy

Hintergrund des Films

Im August 2017 kam das Gerücht auf, dass Nicole Kidman im neuen Film der Regisseurin Karyn Kusama mitspielen würde. Das Projekt war zu dieser Zeit zwar noch nicht offiziell angekündigt, befand sich aber schon in den letzten Zügen der Vorproduktion. Auch über den Namen des Films, „Destroyer“, wussten die Medien bereits Bescheid, ebenso war bekannt, dass das Drehbuch von Phil Hay und Matt Manfredi stammen würde. Im Oktober 2017 begannen die Castings zur Besetzung der weiteren Rollen neben der von Kidman. Ein Monat später standen Sebastian Stan und Tatiana Maslani als Darsteller von Erin Bells Partner Chris und dem Gangmitglied Petra fest. Bradley Whitford, Toby Kebbell und Scoot McNairy wurden Ende November 2017 als weitere Mitglieder des Haupt-Casts verkündet. Noch während die Dreharbeiten Anfang Dezember 2017 in Los Angeles begannen, wurden Nebenrollen im Film besetzt. Die Rechte am fertigen Film wurden im Mai 2018 an Annapurna Pictures verkauft. Der Streifen feierte am 31. August 2018 seine Weltpremiere auf dem Telluride Film Festival in Colorado.

Spannende Filmdetails

  • Für den Film wurde das Aussehen von Nicole Kidman stark verändert. So trägt sie eine Perücke mit grauen Strähnen, und ihre Augen sind in dunklem Schwarz geschminkt. Außerdem wurden ihre Zähne künstlich geschwärzt. Ein Stilmittel, das Regisseurin Karyn Kusama im Film häufig anwendet hat, waren extreme Close-up-Aufnahmen. Dies sollte das Leid von Kidmans Figur Erin Bell noch greifbarer machen.
  • Während der Dreharbeiten litt Kidman unter einer starken Erkältung. Allerdings entschied sie sich dagegen, eine Pause einzulegen und die Krankheit auszukurieren. Stattdessen beschloss sie, die Erkältung für ihr darstellerisches Spiel zu nutzen. Gegen Ende der Dreharbeiten fühlte sie sich eigenen Angaben zufolge so krank, dass sie sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte.
  • Für die Kameraarbeit im Film war Julie Kirkwood verantwortlich. Sie und Kusama entschieden sich dafür, die Szenen, die in der Gegenwart spielen, in blassen, ausgewaschenen Farbtönen darzustellen. Als Kontrast dazu sind die Rückblenden in lebhafteren Farben gehalten.
  • Während der Film in Deutschland eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren erhalten hat, wurde er in den USA mit R bewertet. Das bedeutet, dass Kinder unter 17 Jahren den Film nur in Begleitung eines Erwachsenen sehen durften. Der hauptsächliche Grund dafür ist, dass häufig das Wort „fuck“ verwendet wird.

Details zur Filmproduktion

  • Sebastian Stan nahm ursprünglich am Casting teil, um die Rolle des Silas zu ergattern. Allerdings fand Regisseurin Kusama, dass Stan besser den Chris spielen sollte. Als Silas wurde stattdessen Toby Kebbell besetzt.
  • Stan bereitete sich auf seine Rolle als FBI-Agent unter anderem damit vor, dass er sich in New York mit einem echten FBI-Agenten traf. Dieser hatte zuvor in der TV-Serie „Inside the FBI“ mitgewirkt und konnte Stan einige nützliche Tipps mit auf den Weg geben.
  • „Destroyer“ ist bereits die dritte Zusammenarbeit von Karyn Kusama, Phil Hay und Matt Manfredi. Schon das Drehbuch zu „Æon Flux“ von 2005 stammt aus der Feder von Hay und Manfredi und wurde von Kusama verfilmt. Zehn Jahre später gab es die gleiche Aufgabenteilung für den Streifen „The Invitation“ (2015). Hay ist zudem mit Kusama verheiratet und hat ein Kind mit ihr.
  • Hay und Manfredi lernten sich am College kennen, als sie Mitglieder der gleichen Improvisation-Comedy-Gruppe waren. Seit 2001 schreiben sie gemeinsam Drehbücher. Dabei gehen sie stets auf die gleiche Weise vor: Zunächst schreibt jeder von ihnen separat seine Szenen, anschließend erhält sie der jeweils andere zum Lesen und Überarbeiten.
  • Für ihre Darstellung wurde Nicole Kidman unter anderem 2019 für einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einem Drama nominiert. Allerdings verlor sie gegen Glenn Close, die für ihre Leistung in „Die Frau des Nobelpreisträgers“ ausgezeichnet wurde. Immerhin gewann Kidman 2018 den Award als beste Darstellerin von der Nevada Film Critics Society.
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