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Hellboy

Nachdem Ron Perlman in den 2000er-Jahren in zwei „Hellboy“-Verfilmungen den rothäutigen Dämon mit den abgeschliffenen Hörnern verkörpern durfte, ist nun David Harbour an der Reihe. Im Reboot mit dem „Stranger Things“-Darsteller in der Hauptrolle geht es überaus düster und brutal zu – ganz im Sinne der Comic-Vorlagen aus der Feder von Mike Mignola.

Im dunklen Zeitalter entfesselt die Hexe Nimue eine Seuche über England, wird jedoch von König Arthur gestoppt und besiegt. Arthur zerteilt Nimue mit Excalibur und verteilt ihre Überreste über ganz England. In der Gegenwart tötet Hellboy, der als paranormaler Ermittler tätig ist, einen Mitarbeiter des Bureau for Paranormal Research and Defense (B.P.R.D.), der in einen Vampir verwandelt wurde. Kurz vor seinem Tod offenbart der Sterbende, dass das Ende der Welt nah sei. Tatsächlich sammelt die Fee Gruagach allmählich die Überreste von Nimue. Schließlich gelingt es Gruagach, die Hexe wieder zum Leben zu erwecken. Deren Plan ist es, Hellboy umzubringen. Dieser war einst selbst dafür vorgesehen, die Apokalypse hervorzurufen, wurde aber von seinem Ziehvater Professor Broom davon überzeugt, für das Gute zu kämpfen. Also stellt sich Hellboy auch dem Kampf gegen Nimue und ihre Armee des Bösen.

Regie: Neil Marshall
Drehbuch: Andrew Cosby
Filmstart: 12/04/2019
Budget: 39,7 Mio. USD

Rolle:

Hellboy
Professor Bruttenholm
Nimue
Lobster Johnson

Darsteller:

David Harbour
Ian McShane
Milla Jovovich
Thomas Haden Church

Hintergrund

Nach den Filmen „Hellboy“ von 2004 und „Hellboy – Die goldene Armee“ von 2008 begann Mike Mignola, der Erschaffer von „Hellboy“, im Jahr 2014 mit der Arbeit an einem neuen Film. Dazu holte er sich Unterstützung beim Drehbuchautoren Andrew Cosby. Zunächst war angedacht, eine direkte Fortsetzung von „Hellboy – Die goldene Armee“ mit Ron Perlman in der titelgebenden Hauptrolle zu entwickeln. Guillermo del Toro, dem Regisseur der ersten beiden Filme, wurde die Rolle als Produzent der Fortsetzung angeboten, allerdings lehnte er diese ab, weil er lieber einen „Hellboy“-Streifen nach seinem eigenen Drehbuch inszenieren wollte. Nach der Absage von del Toro ließ sich auch Perlman nicht überzeugen, an dem neuen Projekt mitzuwirken. Daher verkündete Mignola im Mai 2017, dass Neil Marshall als Regisseur und David Harbour als Hellboy verpflichtet wurden und dass es sich bei dem Film um ein Reboot handeln würde. Im August 2017 wurden weitere Mitglieder des Cast bekanntgegeben, darunter Ian McShane und Milla Jovovich. Einen Monat später begannen die Dreharbeiten, die im Dezember 2017 beendet wurden.

Spannende Filmdetails

– Die Aufmachung von Hellboy im Reboot war von Beginn an nicht an die Optik des Hauptcharakters in den beiden ersten Filmen angelehnt. Stattdessen orientierte sich die Maske an den Comics. Als Maskenbildner war Joel Harlow tätig, der 2010 für seine Arbeit in „Star Trek“ einen Oscar gewonnen hat. Außerdem wurde er für „Lone Ranger“ (2013) und „Star Trek Beyond“ (2016) ebenfalls für Academy Awards nominiert.
– Die Rolle von Alice Monaghan, der irischen Freundin von Hellboy aus der Comic-Vorlage, wird im Film von der Afroamerikanerin Sasha Lane dargestellt. Dementsprechend wurden sämtliche Bezüge zu Irland eliminiert. Für das Umschreiben der Rolle wurde den Filmemachern vorgeworfen, scheinheilig zu sein, da sie unnötigerweise eine afroamerikanische Schauspielerin in den Streifen einbauten.
– Einige Szene in „Hellboy – Call of Darkess wurden in der Kathedrale von Wells in der südenglischen Grafschaft Somerset gedreht. Daraufhin wurden die Kirchenoberen kritisiert, da es unpassend wäre, einen Dämon, der von Nazis heraufbeschworen wurde, in eine Kirche zu lassen. Die Oberen verteidigten ihre Entscheidung jedoch und gaben zu Protokoll, dass es sich bei Hellboy eigentlich um einen „guten Kerl“ handelt.
– Während die ersten beiden „Hellboy“-Filme eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren hatten, ist der Reboot mit der Kennzeichnung FSK 16 versehen. In den USA ist der Film R-Rated, was bedeutet, dass er von Personen unter 17 Jahren nur in Begleitung einer erwachsenen Person gesehen werden darf.

Details zur Filmproduktion

– Ursprünglich wurde der Brite Ed Skrein für die Rolle des Ben Daimio gecastet. Allerdings zog er sich eine Woche später freiwillig aus dem Projekt zurück, als er erfuhr, dass es sich bei Daimio um einen amerikanisch-japanischen Mann handelt. Damit kam er dem Vorwurf des Whitewashing zuvor, was bislang noch kein Schauspieler tat, dem die Rolle in einer großen Filmproduktion angeboten wurde. Als Ben Daimio wurde schließlich Daniel Dae Kim gecastet. Kim äußerte seinen Respekt für die Entscheidung von Skrein. Die beiden trafen sich später und freundeten sich an.
– Ian McShane übernahm die Rolle des Dr. Broom von John Hurt, der diese in den ersten beiden „Hellboy“-Filmen verkörperte. McShane und Hurt freundeten sich 1962 bei den Dreharbeiten zu „The Wild and the Willing“ an, in dem beide ihr Debüt als Schauspieler gaben.
– Doug Jones, der in den beiden ersten „Hellboy“-Filmen als Abe Sapien zu sehen war, sollte eigentlich einen Cameo-Auftritt im Reboot bekommen. Allerdings kollidierte dies mit seiner Arbeit an der Serie „Star Trek: Discovery“, in der Jones seit 2017 Commander Saru spielt.
– Obwohl Mike Mignola, Christopher Golden und Aron Eli Coleite Ideen in das Drehbuch eingebracht haben, wird Andrew Cosby als dessen alleiniger Autor geführt.
– Bei „Hellboy“ handelt es sich um den ersten Film vom Regisseur Neil Marshall, für den dieser nicht zugleich das Drehbuch geschrieben hat. Allerdings hat er zwischen 2002 und 2010 lediglich vier Filme inszeniert und geschrieben, nämlich „Dog Soldiers“ (2002), „The Descent“ (2005), „Doomsday – Tag der Rache“ (2008) und „Centurion“ (2010).