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Making Of: Niemandsland – The Aftermath

Die Zeiten waren hart im Hamburg der Nachkriegszeit. Das bekommen auch die Briten Rachael und Lewis Morgan zu spüren. Lewis soll beim Wiederaufbau der Stadt helfen, und Rachael hat damit zu tun, den Tod ihres Sohns zu verarbeiten. Aus dem Hass gegen die Deutschen entwickelt sie jedoch bald ganz andere Gefühle für den Architekten Stefan Lubert, mit dem das Paar in seiner Villa zusammenwohnt.

Im kalten Winter von 1946 kommt Rachael Morgan in das zerbombte Hamburg, wo sie ihren Mann Lewis wiedertrifft. Dieser ist Colonel der britischen Streitkräfte in Deutschland und soll als solcher beim Wiederaufbau von Hamburg helfen. Zwischen den beiden herrschen Spannungen, da Rachael kein Verständnis dafür hat, dass Lewis unbefangen mit den Deutschen umgeht. Schließlich wurde der kleine Sohn des Paares bei einem deutschen Bombenangriff getötet. Inmitten der zerstörten Stadt will das Paar in der Villa Lubert leben. Allerdings beschließt Lewis, dass auch die deutschen Besitzer weiterhin im Haus wohnen sollen. So lebt der Architekt Stefan Lubert mit seiner Tochter Freda im Dachgeschoss der Villa, die er selbst geplant hat. Bald kommt es zu Feindseligkeiten zwischen den Bewohnern, die jedoch in einer Affäre von Rachael und Stefan mündet.

Regie: James Kent
Drehbuch: Anna Waterhouse, ‎Joe Shrapnel
Kinostart: 11/04/2019
Budget: 6,2 Mio. USD

Besetzung von Niemandsland – The Aftermath:

Rolle:

Rachael Morgan
Stefan Lubert
Siegfried Leitmann
Albert
Lewis Morgan

Darsteller:

Keira Knightley
Alexander Skarsgård
Alexander Scheer
Jannik Schürmann
Jason Clarke

Hintergrund des Films

Im Jahr 2013 veröffentlichte der Autor Rhidian Brook den Roman „The Aftermath“, dessen deutsche Übersetzung den Titel „Niemandsland“ trägt. Die Filmrechte kaufte Fox Searchlight Pictures im August 2016 und verkündete, dass Joe Shrapnel und Anna Waterhouse den Stoff in ein Drehbuch verwandeln würden. Als Regisseur wurde James Kent verpflichtet, für die beiden Hauptrollen wurden Keira Knightley und Alexander Skarsgård besetzt. Mit den Dreharbeiten wurde im Januar 2017 begonnen, sie dauerten acht Wochen lang. Unter anderem wurde in Hamburg gedreht, allerdings sind im fertigen Film keine dieser Szenen erhalten. Stattdessen sind die Außenaufnahmen in der tschechischen Stadt Ústí nad Labem entstanden. Ein großer Teil des Films wurde in Prag gedreht, einige Szenen entstanden aber auch in Deutschland. Der Deutsche Filmförderfonds steuerte rund eine Dreiviertelmillion Euro zur Produktion bei. Seine Weltpremiere feierte „Niemandsland – The Aftermath“ Mitte Februar 2019 im Londoner Picturehouse Central, wenige Tage später wurde der Streifen auf dem Glasgow Film Festival gezeigt.

Spannende Filmdetails

– In „Niemandsland – The Aftermath“ spielen einige deutsche Schauspieler mit, darunter Alexander Scheer als Siegfried Leitmann, Jannik Schürmann als Albert, Flora Thiemann als Freda und Rosa Enskat als Greta. Alexander Skarsgård spricht in einigen Szenen auch Deutsch, allerdings mit starkem Akzent.
– Die Szenen, die am Hamburger Hauptbahnhof spielen, wurden im Prager Hauptbahnhof gedreht. Der Bahnhof in Prag verfügt über ein großes gläsernes Dach in dem Stil, der auch den Bahnhof von Hamburg einst auszeichnete. Die Sequenzen, die im „Hotel Atlantic“ in Hamburg spielen, wurden im „Grand Hotel Europa“ am Wenzelsplatz in Prag inszeniert.
– Die echte Villa Lubert in Hamburg wurde in der Vergangenheit einiger Umbauten unterzogen und zum Zeitpunkt der Dreharbeiten renoviert. Daher kam sie als Drehort nicht infrage. Stattdessen wurden die Außenaufnahmen vor einer Villa in der Nähe von Prag angefertigt. Um das Innere des Gebäudes darzustellen, konnten die Filmemacher im Schloss Tralau in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Travenbrück drehen. Sie durften die Räume des Schlosses so umbauen, dass sie so aussahen, als würden sie zu einer Villa in der Hamburger Elbchaussee gehören.
– Die Buchvorlage, der Trailer zum Film und das gesamte PR-Material verorten die Handlung von „Niemandsland – The Aftermath“ im Jahr 1946. Im Vorspann des Films ist jedoch zu lesen, dass er sechs Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs spielt. Weil Nazi-Deutschland im Mai 1945 seine Kapitulation erklärte, würde die Handlung des Films demnach schon Ende 1945 und nicht 1946 einsetzen.

Details zur Filmproduktion

– Neben Jack Arbuthnott und Malte Grunert war Ridley Scott als einer der Produzenten von „Niemandsland – The Aftermath“ mit an Bord. Der Film entstand unter dem Banner seines Studios Scott Free Productions. Eigentlich hätte Scott auch Regie führen sollen, nahm davon jedoch Abstand. Scotts Vater war ein Officer der britischen Armee, weshalb Scott kurz nach dem Krieg in Hamburg lebte – ebenso wie die Protagonisten des Films.
– Keira Knightley und Jason Clarke standen in „Niemandsland – The Aftermath“ bereits zum zweiten Mal gemeinsam vor der Kamera. Der erste Film, an dem sie gemeinsam arbeiteten, war „Everest“, der im Jahr 2015 in die Kinos kam. Sowohl in „Everest“ als auch in „Niemandsland“ spielen Knightley und Clarke ein verheiratetes Paar.
– Der Regisseur James Kent hat vor allem TV-Filme und -Dokumentationen sowie Episoden für Serien gedreht. Bis zur Entstehung von „Niemandsland“ war „Testament of Youth“ (2014) mit Alicia Vikander und Kit Harington in den Hauptrollen die einzige Kinoproduktion in seiner Filmografie.
– In den USA wurde „Niemandsland“ am Startwochenende Mitte Mai 2019 in nur fünf Kinos gezeigt. Dabei spielte der Streifen lediglich rund 56.000 Dollar ein und belegte den 55. Platz der Kinocharts. Bis Ende April nahm der Film in den USA rund 1,6 Millionen Dollar ein. Größer war der Erfolg in Großbritannien, wo er etwa 2,5 Millionen Dollar einspielte.

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