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FSK-16 FSK-18
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Making Of: Venom

Mit Venom erreicht uns ein neuer Science-Fiction Superhelden / Antihelden Blockbuster aus den USA. Auch wenn die Story vage auf den Comic Vorlagen über Venom aus dem Marvel Universum basieren, gehört der Film dennoch nicht zum Marvel Cinematic Universe, sondern stellt den ersten Film aus Sony´s Universe of Marvel Characters dar. Tom Hardy schlüpft in die Rolle von Venom, einer außerirdischen Wesenheit die die Kontrolle über Eddie Brock übernimmt und so die Welt vor weiteren Außerirdischen rettet.

Tief im malaysischen Regenwald sammelt ein Raumschiff der Life Foundation vier außerirdische Lebensformen auf, stürzt jedoch bei der Rückkehr ab. Der einzige Überlebende wird von einer der außerirdischen Lebensformen übernommen. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Symbionten, der mit Menschen eine Verbindung eingeht und so kurzzeitig die Kontrolle über die Person erlangen kann und sie mit Superkräften und sehr schneller Selbstheilung versorgt.
Eddie Brock ist ein Journalist und geratet im Rahmen eines Interviews vom Dr. Carlton Drake, dem Gründer der Life Foundation, in Kontakt mit dieser Organisation. Diese hat inzwischen Tier- und Menschenversuche mit dem Symbionten aufgenommen, worauf Eddie von unbekannten Informanten hingewiesen wurde. Als er eines Tages in seiner Verzweiflung, Beweise zu erlangen, in die Labore der Foundation einbricht, wird auch er mit einem Symbionten infiziert. Nach mehreren Auseinandersetzungen, bei welchen seine Superkräfte offenbart werden, erfährt Eddie von dem Wesen, welches eine Verbindung mit ihm eingegangen ist weitere Details – unter anderem seinen Namen: Venom. Er verrät ihm auch, dass seine eigene Rasse eine Invasion der Erde planen, da die Menschen die perfekten Wirte aber auch Nahrung darstellen. Eddie schafft es sich jedoch soweit durchzusetzen, dass Venom keine „guten“ Menschen frisst. Gemeinsam stellen sie sich der Aufgabe, die anrückende Invasion der Symbionten aufzuhalten, deren Chef niemand anderen als Dr. Drake als Wirt genommen hat. Nach einem epischen Showdown gelingt es Eddie mit Hilfe von Venom auf, dessen Raumschiff zu zerstören und so die Invasion zu stoppen. Für alle Beteiligten mit Ausnahme von Eddie selbst wirkt es, als wäre Venom dabei gestorben. Dieser hat sich jedoch nur tiefer in Eddie versteckt um im Verborgenen zu wirken. Eddie/Venom werden so zu einem klassischen Super- aber auch Antihelden, da sie einerseits der Menschheit helfen, anderseits aber die „bösen“ Menschen bestrafen indem sie diese fressen.

Regie: Ruben Fleischer
Drehbuch: Dante Harper
Kinostart: 02/10/2018
Budget: 1000 Mio. USD

Besetzung von Venom:

Rolle:

Eddie Brock / Venom
Dr. Carlton Drake / Riot
Anne Weying
Dr. Dora Skirth
Cletus „Carnage“ Kasady

Darsteller:

Tom Hardy
Riz Ahmed
Michelle Williams
Jenny Slate
Woody Harrelson

Hintergrund des Films

Venom ist einer der klassischen Gegenspieler von Spider-Man. Die Idee einen eigenständigen Film über ihn zu drehen, war bereits in der Entstehung von The Amazing Spider-Man geplant. In dessen Zuge wurden Rhett Reese und Paul Wernick damit beauftragt erste Entwürfe für Drehbücher anzufertigen. 2016 wurde jedoch Dante Harper damit betreut, erneut ein Drehbuch zu schreiben. Grund hierfür war, dass Venom nicht Teil des Marvel Cinematic Universe – dem auch die Spider-Man Filme zugehörig sind – werden soll, sondern eine eigenständige, von Sony ins Leben gerufene Reihe starten sollte.
Auch bei der Regie, die schlussendlich von Ruben Fleischer übernommen wurden, stand ursprünglich mit Alex Kurtzman ein anderer Kandidat zur Diskussion.
Die Dreharbeiten, welche in Atlanta und New York stattfanden, starteten am 23. Oktober 2017. Ein erster Teaser im Februar 2018 und Trailer Ende April 2018 stellten die visuelle Werbung für den Film dar. Am 1. Oktober 2018 feierte der Film in Los Angeles Weltpremiere. Nur zwei Tage später, am 3. Oktober 2018, erschien der Film in den deutschen Kinos, weitere zwei Tage später auch in den amerikanischen Kinos. Seit Februar 2019 ist Venom auch als DVD und Blu Ray, sowohl in 2D, 3D aber auch in 4K erhältlich.

Spannende Filmdetails

  • Im Film wird erwähnt, dass Eddie vor längerer Zeit einmal in New York für den Daily Globe gearbeitet hat. Anhand der Marvel Comics ist bekannt, dass es sich hierbei um eine Zeitung handelt, einem Konkurrent der Daily Bugle – jener Zeitung bei welcher auch Peter Parker, besser bekannt als Spider-Man, arbeitet. Dadurch sind nicht nur Spider-Man und Venom direkte Gegenspieler, sondern in indirekter Weise auch deren reale Identitäten Peter Parker und Eddie Brock.
  • Mehrere Ideen, Szenen und Zitate in dem Film sind fast eins zu eins aus den Comics übernommen worden, zum Teil jedoch ohne das Comic Wissen kaum verständlich. Dazu gehört unter anderem das Zitat „Augen, Lunge, Pankreas. So viele Snacks und so wenig Zeit…“ welches sich in diesem exakten Wortlaut auch in den Comics findet (Amazing Spider-Man Nummer 374). Auch die Tatsache, dass Venom gegen Ende des Films nach Schokolade verlangt ist den bekannten Comics entnommen. Die Sehnsucht nach Schokolade stellt dabei einen Running Gag aus den Marvel Comics dar, da hier die Symbionten ein Enzym, das sich vor allem in menschlichen Hirnen aber auch Schokolade findet, zum Überleben benötigten.
  • Der Schöpfer der Marvel Comics, Stan Lee, hat auch in Venom noch vor seinem Tod Ende 2018 einen Cameoauftritt – ganz nach dem Beispiel vieler anderer Filme aus dem Marvel Cinematic Universe.

Details zur Filmproduktion

  • Die Altersfreigabe von Venom wurde in den USA von der MPAA als PG-13 festgelegt, in Deutschland hingegen FSK 12.
  • In den Kinos wurde nach dem Abspann ein kurzer Ausschnitt aus Spider-Man: A New Universe angefügt. Dieser Ausblick auf kommende Filme aus dem Marvel Universum ist bereits seit langem bei Marvel Cinematic Universe Filmen üblich.
  • Regisseur Ruben Fleischer ließ sich bei der Arbeit zu Venom sehr stark von Filmen aus den 1980er Jahren inspirieren, darunter „Das Ding aus einer anderen Welt“ von John Carpenter oder auch „American Werewolf“ von John Landis.
  • In Deutschland aber auch in den USA setzte sich Venom in der ersten Woche nach der Veröffentlichung an die Spitze der Kino-Charts. Ein weltweites Einspielergebnis von über 200 Millionen US Dollar nach nur wenigen Tage und bis dato bei über 855 Millionen US Dollar sorgt dafür, das Venom trotz zum Teil vernichtender Kritiken, Platz 7 der erfolgreichsten Filme des Jahres 2018, bzw. Platz 67 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten belegt.
  • Zu den achtzehn Titeln des offiziellen Soundtracks gehört auch der Song „Venom“, welcher von dem berühmten Rapper Eminem verfasst, produziert und gespielt wurde und während des Abspanns des Filmes zu hören ist. Das dazugehörige Musikvideo nimmt sehr starke Bezüge zu Venom – es handelt von einem Spaziergänger, welcher eine schwarze CD findet, die – wie Venom – eine Verbindung mit dem Menschen eingeht, woraufhin dieser versucht sich in Eminem zu verwandeln und beginnt wie dieser zu Rappen.
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