Radio Rock Revolution

135 min | Deutschland, Frankreich, Großbritannien
Komödie, Musik 2009
IMDB :

Es ist 1967 und es reicht: Weil die Radiostationen nicht die Musik spielen, die sie hören wollen, gründen der „Graf“, Quentin, Dave und andere Musikbegeisterte einen Piratensender auf dem Meer. Des Grafs Neffe Carl stößt alsbald hinzu und erlebt sein jugendliches Erwachen unter lauter Individualisten. Derweil ist der Staat hinter den Musikpiraten her.

DIE Komödie zum Soundtrack der britischen 60er!

Regie: Richard Curtis
Drehbuch: Richard Curtis

Rolle:

Der Graf
Quentin
Carl
Gavin Cavanagh
Dave
Minister Alistair Dormandy

Darsteller:

Philip Seymour Hoffman
Bill Nighy
Tom Sturridge
Rhys Ifans
Nick Frost
Kenneth Branagh

Auszeichnungen (Auswahl):

Golden Capital 2009 in der Kategorie Bester Film auf dem Sannio FilmFest sowie 4 Nominierungen in den Kategorien Bester Schauspieler (Philip Seymour Hoffman), Bester Regisseur (Richard Curtis), Bestes Szenenbild (Mark Tildesley) und Bestes Kostümdesign (Johanna Johnston).

Kritik

„Richard Curtis knüpft mit seiner nostalgischen Feel-Good-Komödie an das Erfolgskonzept von ‚Tatsächlich Liebe‘ an. Seine schräge Gagparade verströmt den Charme der späten Sechziger aus jeder Pore.“ (filmstarts.de)

„Prädikat besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW, Wiesbaden.

„Insgesamt schafft Curtis hier eine Musikkomödie mit tollen Schauspielern, perfekt ausgesuchtem Soundtrack und einer guten Portion 60er-Jahre-Nostalgie, die nicht zuletzt durch die liebevolle Ausstaffierung verbreitet wird. Die einzige Frage, die am Schluss noch bleibt, ist eigentlich nur die, warum bei so einer reichen Auswahl an passender Musik ausgerechnet Duffy den Abspann untermalen muss. Aber das sei angesichts zwei Stunden bester Unterhaltung mal verziehen…“ (musikexpress.de)

„Coole Comedy über das Treiben an Bord eines britischen Piratensenders Ende der sechziger Jahre: Die Lieder sind das Beste.“ (cinefacts.de)

„Nicht jeder Sketch zündet, nicht immer setzt der Cutter rechtzeitig die Schere an, aber natürlich ist diese Revolution eine sympathisch-unterhaltsame und im Duell zwischen Hoffman und Ifans, das in einer sehr komischen, realistisch wirkenden Mastbesteigung gipfelt, einmal nicht süß, charmant und sensitiv, sondern auch ausgelassen verrückt und wirklich Rock ’n‘ Roll.“ (kino.de)

Hintergrund

Von Filmemacher Richard Curtis, Drehbuchautor und Regisseur von „Tatsächlich… Liebe“ (2003), der sich den Piratensender Radio Caroline, das erste Privatradio Großbritanniens, als Vorbild für sein Script nahm. Hits und Songs von den Kinks, Rolling Stones, The Moody Blues, Cat Stevens oder Jimi Hendrix sind auf dem Soundtrack zu finden – wer auf den Beat der 60er Jahre steht, kommt in „Radio Rock Revolution“ auf seine Kosten.

Starinfo

Philip Seymour-Hoffman

Philip Seymour Hoffman fiel das Spielen leichter als das Leben: „Meistens stehe ich unter Strom, bin aufgeregt, mache mir alle möglichen Sorgen“, gestand er im TELE 5-Interview. „Die Schauspielerei ist ein einsamer Job. Die strahlenden Helden, die in manchen Filmen vorkommen, existieren nicht – und solche Figuren würden mich auch gar nicht reizen. Mich interessieren Menschen, die mit großen Problemen zu kämpfen haben.“ Er selbst hatte auch große Probleme: Der Ausnahme-Schauspieler, bekannt aus großen Filmen wie „Duft der Frauen“ (1992), „Boogie Nights“ (1997), „The Big Lebowski“ (1998) und zuletzt „Die Tribute von Panem“ (die ersten drei Teile), starb am 2. Februar 2014 im Alter von 46 Jahren – an einer Überdosis Heroin.

Rhys Ifans

Als Kind obsessiver Spider Man-Fan, heute Shakespeare-Liebhaber: So verschieden wie seine Vorbilder sind, so scheinbar leichtfüßig kann Rhys Ifans zwischen den Rollen und Genres wechseln. Aufgewachsen in Wales, ist er bis heute geprägt von Land und Sprache. Er besuchte eine walisisch-sprachige Schule, sang in walisischen Rockbands und ist seit 2012 Schirmherr des walisischen Wikipedia. Seit seinem 18. Lebensjahr lebt Ifans jedoch in London, wo er einen Studienplatz an der Musik und Theaterschule Guildhall School of Music and Drama bekam. Seinen größten Erfolg feierte der große Blonde an der Seite von Julia Roberts und Hugh Grant in „Notting Hill“ (1999), der Film, der ihm nach seinen eigenen Worten einerseits ein Paar Flügel verlieh, andererseits aber wie eine Sträflingskugel an ihm hing. Seither ist Ifans gut beschäftigt: Er spielte bisher in 53 Filmen – zuletzt in „Snowden“ (2016) – und sieben Serien – seit 2016: „Berlin Station“ – mit.

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