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Almanya – Willkommen in Deutschland

Komödie/Drama, Deutschland 2011

Was bin ich? Fragt sich Cenk, sechs Jahre, Kind eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter. Für noch mehr Identitäts-Verwirrung sorgen die Großeltern, die den in Deutschland aufgewachsenen Buben aufs türkische Land und an seine Wurzeln katapultieren. Drei Generationen deutsch-türkischer Geschichte purzeln durch- und ineinander.

Ein köstliches Stück deutsch-türkischer (Film)Kultur!

 

Regie: Yasemin Samdereli

Drehbuch: Yasemin Samdereli, Nesrin Samdereli

 

 

Rolle:

Darsteller:

Hüseyin, alt

Vedat Erincin

Hüseyin, jung

Fahri Ogün Yardım

Fatma, alt

Lilay Huser

Fatma, jung

Demet Gül

Cenk

Rafael Koussouris

Canan

Aylin Tezel

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Deutscher Filmpreis 2011 in der Kategorie Bestes Drehbuch und Deutscher Filmpreis in Silber in der Kategorie Bester Film;

Nominierung für den Europäischen Filmpreis 2011;

2 Preise der deutschen Filmkritik 2011 in den Kategorien Bestes Spielfilmdebüt und Bestes Drehbuch;

Kritik: „Der sehr persönliche Film der Samdereli-Schwestern beruht zum Teil auf eigenen Erlebnissen, die den Zuschauer auf unterhaltsame Weise teilhaben lassen an einer Welt zwischen Orient und Okzident, an einer großen kultur- und generationenübergreifenden Familiengeschichte.“ (film.at)

„Fazit: ‚Almanya – Willkommen in Deutschland‘ ist ein liebevolles und ideenreiches Familienporträt, das dem häufig behandelten Filmthema ‚Immigration‘ einige erfrischende, augenzwinkernde, aber auch ernste Aspekte hinzufügt. Trotz einiger weniger Längen definitiv sehenswert.“ (filmstarts.de)

 

Hintergrund: Der Film ist das Spielfilm-Debut der Samdereli-Schwestern. Er wurde überwiegend in Deutschland gedreht und stand 2011 unter den erfolgreichsten deutschen Filmen auf Platz 4 (mit ca. 1,5 Mio. Kinobesuchern). Die Darsteller Vedat Erincin, der den älteren Hüseyin spielt, und seine Film-Ehefrau Lilay Huser (Rolle: Fatma) sind auch im richtigen Leben miteinander verheiratet.

 

Starinfo Fahri Yardim: Fahri Yardim, 1980 in Hamburg in eine Akademiker-Familie mit türkischem Migrationshintergrund hineingeboren, entdeckte seine Liebe zur Schauspielerei beim Schultheater. Er ließ sich im Hamburger Bühnenstudio der darstellenden Künste zum Mimen ausbilden und trat zunächst bei Theaterproduktionen in Berlin und Hamburg auf. Fahri repräsentiert eine Generation, die sich in ihrer Rollenwahl mehr auf den Charakter fokussiert, denn auf eine Nationalität, und zeigt dabei Talent und Vielfältigkeit. In „Almanya – Willkommen in Deutschland“ (2011) porträtierte er einen Anatolier in Deutschland, in „Kebab Connection“ (2004) einen Griechen, in „Chiko“ (2008) einen deutschen Sinto, in „Mogadischu“ (2008) einen Deutschen, und – es geht auch geschlechtsübergreifend – in „Unter Frauen“ (2012) eine Frau. Seine wohl eindrucksvollste Rolle spielte er in „66/67 - Fairplay war gestern“ (2009). Seit er 2012 – seinem bisherigen Peak-Jahr – in ganzen neun Produktionen mitwirkte – u. a. in Marcus H. Rosenmüllers „Wer's glaubt, wird selig“ und Marc Rothemunds „Mann tut was Mann kann“ – ist er jedes Jahr gut beschäftigt. 2013 spielte er an der Seite von Tom Payne und Ben Kingsley in der internationalen Produktion „Der Medicus“ und war Til Schweigers Partner Yalcin Gümer im ersten einer Reihe von Tatort-Episoden. In den zwei Teilen von „Guardians of the Galaxy“ (2014, 2017) und „Avengers: Infinity War“ (2018) sprach der Vater einer Tochter die Rolle des Rocket.