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Anton der Zauberer

Komödie, DDR (Deutschland) 1978

Anton liebt Bier, Frauen und natürlich Autos. Und er kann zaubern! Denn er repariert buchstäblich jedes Gefährt und besorgt jedes erdenkliche Ersatzteil. Und das in der DDR! Dafür bekommt er viel Trinkgeld. Die Kohle schafft er auf die andere Seite des Eisernen Vorhangs, dabei hilft ihm seine Vertraute Sabine. Die haut ihn aber später gehörig übers Ohr.

Spaßiger Publikumsrenner aus der DDR!

 

Regie: Günter Reisch

Drehbuch: Karl Georg Egel, Günter Reisch

 

 

Rolle:

Darsteller:

Anton

Ulrich Thein

Sabine

Barbara Dittus

Vater Grubske

Erwin Geschonneck

Liesel

Anna Dymna

Ille

Marina Krogull

Schröder

Erik S. Klein

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Jury Preis 1980 in der Kategorie Bester Schauspieler (Ulrich Thein) beim Eberswalde Film Festival und Nominierung für den Jury Preis in der Kategorie Wettbewerb (Günter Reisch);

Auszeichnung 1979 in der Kategorie Bester Schauspieler (Ulrich Thein) beim Internationalen Film Festival in Moskau und eine Nominierung für den Goldenen Preis (Günter Reisch);

 

Kritik:

„Günter Reisch (‚Solange Leben in mir ist‘) führte bei diesem witzigen DEFA-Film [...] Regie. Neben dem Regisseur selbst arbeitete Karl-Georg Egel am Drehbuch mit. Ulrich Thein in der Titelrolle lieferte neben Barbara Dittus und Anna Dymna eine überzeugende Vorstellung. Der Komödie gelingt eine höchst unterhaltsame Zeitreise durch die Geschichte der DDR ebenso wie eine augenzwinkernde Darstellung der DDR-Gesellschaft.“ (kino.de)

„Heiter-ironische Reise in die Frühzeit der ‚Zone‘.“ (cinema.de)

 

Starinfo Erwin Geschonneck: 102 Jahre ereignisreiches Leben samt schaffensreicher Karriere: Erwin Geschonneck war zwischen 1949 und 1988 einer der DEFA-Stars in der DDR. Zu einem seiner größten Erfolge zählt u. a. die Rolle des Kowalski in „Jakob der Lügner“ (1974). Viermal bekam er für seine Leistungen den Nationalpreis der DDR: 1954, 1960, 1961 und 1968. Schon in frühen Jahren war er politisch in der Arbeiterbewegung engagiert; mit 23 Jahren schloss sich der 1906 geborene Deutsche der KPD an. Vor den Nazis floh er zunächst nach Polen, wo er geboren wurde, dann in die Tschechoslowakei und schließlich in die UdSSR. Dort spielte er in Theatergruppen, musste aber 1938 nach Polen zurück und geriet in Gefangenschaft der Nazis. Er überlebte die Unterbringung in verschiedenen KZs und als einer der Wenigen den Untergang des KZ-Schiffes Cap Arcona. In den Jahren zwischen 1937 und 1960 stand er in elf Theaterinszenierungen auf der Bühne, fast immer an Brechts Berliner Ensemble. Insgesamt spielte er in über 80 Filmen und sprach über 20 Hörspiele für den Rundfunk der DDR. 1993 erhielt er für sein Werk den Deutschen Filmpreis. 2004 wurde er als Ehrenmitglied in die Deutsche Filmakademie berufen. Der bis zum Ende bekennende Kommunist Geschonneck war viermal verheiratet und starb 2008 in Berlin. Sein Grab liegt auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin Mitte, ganz in der Nähe von Bertold Brecht und Helene Weigel, die ihn 1949 zu Beginn seiner Karriere ins berühmte Berliner Ensemble holten.