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Skandal mit Oskar Roehler: Das große Fressen



Das große Fressen

Komödie/Drama, Frankreich/Italien 1973

Nobel geht die Welt zugrunde? Nein, in Völlerei und Perversion. Marcello, Philippe, Ugo und Michel sind das Leben leid. Zusammen wollen sie sich totfressen. An Sex soll es auch nicht fehlen. Die vier Freunde lassen sich Berge an Lebensmitteln und Freudenmädchen in eine Villa liefern. Die Todesorgie kann beginnen.

Dekadenz in Reinkultur. Ätzende Satire – nur für zarte Gemüter.

Darum ein Skandalfilm:

Das Gros der Allesesser schlägt hemmungslos zu. „Das Große Fressen“ (Originaltitel: „La Grande Bouffe“) schockierte sein Publikum mit einem starken Wechselspiel aus Wollust und Völlerei. Ein Tüpfelchen auf dem ‚i‘ waren da nur noch die überallem Maßeinszenierten Verdauungsgeräusche und Blähungen der Darsteller.

 

Regie: Marco Ferreri

Drehbuch: Marco Ferreri, Rafael Azvona, Francis Blanche

 

 

Rolle:

Darsteller:

Marcello

Marcello Mastroianni

Michel

Michel Piccoli

Philippe

Philippe Noiret

Ugo

Ugo Tognazzi

Andréa

Andréa Ferréol

Madeleine

Monique Chaumette

 

Auszeichnungen (Auswahl):

FIPRESCI Preis und Nominierung für die Goldene Palme auf dem Filmfestival in Cannes 1973;

Golden Screen Award 1974;

 

Kritik:
„Satire und einer der größten Filmskandale der Siebzigerjahre! Gefahrenhinweis: garstige Gourmetgroteske.“ (cinema.de)

Das dachte damals die Presse:
„Der Film ist eine einzige Publikumsbeschimpfung.“
Brigitte Jeremias – FAZ

 

Starinfo Marcello Mastroianni: Ein Weltstar, der dreimal für den Oscar nominiert und zweimal mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde, unter anderem für seine Rolle als Macho in „Scheidung auf Italienisch“. Als Klatschjournalist in Federico Fellinis „Das süße Leben“ (1960) gelang dem 1924 geborenen Italiener der Durchbruch. Seitdem verkörperte Mastroianni oft den sensiblen Liebhaber oder den draufgängerischen Playboy. Ehe er zum Filmstar wurde, schlug sich der von Regisseur Luchino Visconti fürs Theater entdeckte Schauspieler im Filmgeschäft mit vielen Nebenrollen herum. „Das süße Leben“ markierte auch den Beginn einer Freundschaft mit Federico Fellini, der in Mastroianni sein Alter Ego fand: In „8 ½“ besetzte Fellini seinen Lieblingsstar als Regisseur in der Schaffenskrise. Der gefragte Mime arbeitete unter der Regie von Michelangelo Antonioni („Die Nacht“), Louis Malle („Privatleben“) und Marco Ferreri („Das große Fressen“) und spielte mit den schönsten Frauen des Filmgeschäfts, darunter Brigitte Bardot, Gina Lollobrigida und Sophia Loren. Von 1948 bis zu seinem Tod 1996 war Mastroianni mit der Schauspielerin Flora Carabella verheiratet. In den Siebziger Jahren pflegte Mastroianni eine intensive Beziehung zu Catherine Deneuve, aus der eine Tochter, Chiara Mastroianni, hervorging. In dem viel gelobten Drama „Erklärt Pereira“ gab Mastroianni, der in über 130 Filmen spielte, eine seiner letzten und besten Vorstellungen.


Starinfo Philippe Noiret
: Die französische Kinolegende Philippe Noiret brillierte mit nuancenreichem, hintergründigem und vielseitigem Spiel in über 140 Filmen und drehte mit namhaften Regisseuren wie Bertrand Tavernier, Philippe de Broca, Jean-Paul Rappenau oder Louis Malle. Einem breiten Publikum bekannt wurde der mit zwei Césars geehrte Akteur 1967 mit Yves Roberts „Alexander, der Lebenskünstler“. 1973 drehte er unter der Regie von Marco Ferreri den Skandalfilm „Das große Fressen“, der gleichzeitig auch Noirets Abkehr von seinem Image des harmlosen Burschen bedeutete. Filmgeschichte schrieb Noiret, der sich am liebsten mit Fliege, roten Hosenträgern und einem Panamahut zeigte, 1994 auch mit seiner Rolle als Pablo Neruda in „Der Postmann“. Einer seiner schönsten Auftritte hatte der im November 2006 verstorbene Schauspieler als alter Kinobesitzer in „Cinema Paradiso“.

 

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