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Elementarteilchen

Drama/Romanze, Deutschland 2006

Die Halbbrüder Michael und Bruno leiden unter ihrer Kindheit, die ohne die egozentrische Hippie-Mutter Jane stattfand. Während Hochschullehrer Bruno mit Studentinnen anbandelt, in die Psychiatrie wandert und sich in Swingerclubs herumtreibt, lebt Michael nur für seine Forschung. Bis Annabelle und das wirkliche Leben vorbeischauen...

Bittersüße Tragikomödie nach dem Welterfolgsroman Houellebecqs.

 

Regie: Oskar Roehler

Drehbuch: Oskar Roehler

 

 

Rolle:

Darsteller:

Bruno Klement

Moritz Bleibtreu

Michael Djerzinski

Christian Ulmen

Annabelle

Franka Potente

Christiane

Martina Gedeck

Jane

Nina Hoss

Brunos Vater

Uwe Ochsenknecht

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Nominierung für den Publikumspreis beim Europäischen Filmpreis 2006 in der Kategorie Bester Europäischer Film (Oskar Roehler);

2 Nominierungen für den Deutschen Filmpreis in Gold 2006 in den Kategorien Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle (Moritz Bleibtreu) und Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle (Martina Gedeck);

Silberner Bär auf der Berlinale 2006 in der Kategorie Bester Schauspieler (Moritz Bleibtreu) und eine Nominierung für den Goldenen Bären (Oskar Roehler);

Romy Award 2006 in der Kategorie Beliebtester Schauspieler (Moritz Bleibtreu);

Jupiter Award 2007 in der Kategorie Beste Deutsche Schauspielerin (Martina Gedeck);

 

Kritik: „Weder Schund noch große Filmkunst: Roehlers Adaption ist ein abgründiger Psychotrip, der manchmal verstörend, in nur wenigen Szenen heiter und vor allem klinisch wirkt. Dazu kommen extreme Nahaufnahmen, die den Darstellern wenig Raum geben, gegen die kühle Inszenierung anzuspielen. Andererseits sind es aber gerade die exzellenten Schauspieler, die am Ende einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Allen voran Martina Gedeck und Moritz Bleibtreu, zwei mutige Charaktermimen, die (nicht nur) beim saftigen Sex ihre ganze Reputation in die Waagschale werfen – und gewinnen.“ (cinema.de)

„‚Elementarteilchen‘ ist ein Konsensfilm geworden. Die extrem gelebte Sexualität wird auf ein allenfalls optisches Faszinosum reduziert, das kaum noch etwas über die Abgründe der Figuren verrät. Unabhängig von der Vorlage betrachtet überzeugten aber vor allem die souveränen Schauspieler und die mit Tiefgang ausgestatteten Frauenfiguren. Ein sehr Roehlerscher Stoff und ein überraschend un-Roehlerscher Film.“ (cinefacts.de)

„Wer ‚Elementarteilchen‘ mit der eigentlich unverfilmbaren Vorlage vergleicht, wird sich über das Fehlen jeglicher Philosophie oder Gesellschaftskritik wundern, Roehler stürzt sich auf das Vordergündige, die Verlorenheit des Individuums, seine Zerrissenheit und Sex als Kampfzone, scheut auch vor publikumswirksamen Humor nicht zurück. Eine Art Houellebecq-Light ohne den originären Zynismus oder verletzende Kälte.“ (kino.de)

 

Hintergrund: Nach dem Erfolgsroman „Elementarteilchen“ von Michel Houellebecq.

 

 

Starinfo Moritz Bleibtreu: „Lola rennt!“ war 1998 der internationale Durchbruch: Moritz Bleibtreu, Sohn der Schauspielerin Monika Bleibtreu und ihres damaligen Partners und Kollegen Hans Brenner, ist Schauspieler in vierter Generation. Schon als Kind prägte ihn das Bühnenleben der Mutter und mit sechs Jahren stand er schließlich das erste Mal vor der Kamera in der Kinderserie „Neues aus Uhlenbusch“, für die seine Mutter als Co-Autorin verantwortlich zeichnete. Filme wie „Knockin‘ on Heaven’s Door“, „Im Juli“, „Lammbock – Alles Handarbeit“ und „Das Experiment“ zementierten Ende der 90er und Anfang der 00er Jahre seinen Weg als so vielfältigen und unverfälschten wie erfolgreichen Darsteller. Für seine Leistungen erhielt er bisher elf Auszeichnungen und acht Nominierungen, unter anderem den Ernst-Lubitsch-Preis, den Silbernen Bären, zweimal die Goldene Romy und zweimal den Deutschen Filmpreis. Der in München geborene und in Hamburg und Berlin lebende Bleibtreu macht nach eigenen Worten seinem Nachnamen alle Ehre: „Ich bin eine treue Seele, mein Name passt da sehr gut zu mir.“ Nach ein paar Jahren als Single ist er seit 2007 mit Annika, einer schwedischen Mediengestalterin und Grafikerin, zusammen. Die beiden sind seit 2008 Eltern eines Sohnes.

 

Starinfo Franka Potente: Ihre Karriere begann in einer Damentoilette in München, wo sie Mitte der Neunziger von einer erfolgreichen Casting-Agentin angesprochen wurde. Danach ging es steil bergauf für die 1974 geborene Franka Potente. Nach dem Erfolg von „Nach fünf im Urwald“ und dem Bayerischen Filmpreis engagierte sie Tom Tykwer für den Kassenhit „Lola rennt“. Der Filmtitel wurde Programm für die junge Schauspielerin, die im Eiltempo eine Vorzeigekarriere hinlegte, von der andere nur träumen können. Sie wurde von Angeboten überhäuft und auch in Hollywood wurde man auf die talentierte Franka Potente aufmerksam: Sie drehte mit Stars wie Johnny Depp, Matt Damon, Glenn Close oder Giovanni Ribisi und ist ein gefragter Star. Nach Jahren der Rastlosigkeit heiratete sie 2012 den Schauspieler Derek Richardson. Die beiden waren dieses Jahr (2016) zusammen im Island- Krimi „Der Tote im Westfjord“ auch im deutschen Fernsehe zu sehen. Sie haben zwei Töchter miteinander und leben in Los Angeles.