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Inside Deep Throat

Dokumentation/Erotik, USA 2005

1972 kam der Skandalfilm „Deep Throat“ in ganz normale Kinos. Er hatte das Zeug, die US-Nation zu spalten. Hauptdarsteller Harry Reems sollte für seine Darstellung sogar ins Gefängnis. Zudem löste der Streifen den Porno-Chic-Boom aus. Mehr über das Making-of, die Macher und Mitmacher, die Stimmen der Hollywood-Stars!

Das knallt: „Deep Throat“ behind the scenes!

 

Regie: Fenton Bailey, Randy Barbato

Drehbuch: Fenton Bailey, Randy Barbato

 

 

Rolle:

Darsteller:

 

Linda Lovelace

Erzähler

Dennis Hopper

 

Gerard Damiano

 

John Waters

 

Larry Flynt

 

Erica Jong

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Adult Video News Award, 2006, Best Mainstream Adult Release gewonnen;

Berlin International Film Festival, 2005, Bester Dokumentarfilm, nominiert;

Hintergrund:

Der Film „Deep Throat“ entstand für weniger als 25.000 Dollar innerhalb von sechs Tagen und spielte 600 Millionen Dollar ein. Er ist von der Cosa-Nostra-Mafia finanziert worden, ein Großteil der Gewinne floss an die Verbrecherorganisation zurück. Auch wenn der Sex-Streifen unter die Zensur fiel und in 23 Staaten verboten wurde, ist er damit der profitabelste Independent-Film der Spielfilmgeschichte. Und einer der erfolgreichsten. Gedreht wurde er in einem Hotel in Florida. 1974 kam das Sequel „Deep Throat II“ heraus. 1980 erschien das aufrüttelnde Buch „Ich pack aus“ der Hauptdarstellerin Linda Lovelace. Sie ist eine der wenigen Mitwirkenden, die in der Dokumentation von 2005 nicht zu Wort kommen: Sie war 2002 in Denver mit ihrem Wagen verunglückt. Ihre Gage für ihre Rolle im ersten Teil belief übrigens sich auf ganze 1.200 Dollar.

Starinfo Dennis Hopper:

Er spielte in klassischen Western und an der Seite von James Dean ("Denn sie wissen nicht, was sie tun", "Giganten"), ehe er als Regisseur und Hauptdarsteller des Hippie-Kultfilms "Easy Rider" zum Star wurde. In den Siebzigern machte der Lee-Strasberg-Schüler eher privat mit Drogenexzessen, Psychiatrie-Aufenthalten und vier gescheiterten Ehen auf sich aufmerksam als mit seinen Filmen. Als Psychopath in David Lynchs "Blue Velvet" gelang ihm 1986 ein glorreiches Comeback. Gerne gab Hopper den durchgeknallten Schurken – eine Rolle, in der er stets brilliert. Privat galt Hopper als anerkannter Fotograf und Maler, dessen Arbeiten in Galerien in den USA, Europa und Japan ausgestellt wurden. Im Mai 2010 starb der Star an Prostatakrebs. Er wurde in Taos, New Mexico beerdigt, wo auch weite Teile des Films "Easy Rider" entstanden sind.

Starinfo John Waters:

Er guckte schon als Junge Erwachsenen-Filme – mit Fernglas im heimatlichen Autokino – und ließ die "Addams Family" aussehen wie eine spießige Bilderbuchfamilie: Mit seinem Underground-Film "Pink Flamingos" (1972) erschütterte John Waters die USA. In der Schlussszene isst der Transvestit Divine frischen Hundekot und Waters "Lektion im schlechten Geschmack" avancierte zum Kultfilm und ergab zusammen mit „Female Trouble“ (1974) und „Desperate Living“ (1977) Waters‘ Trash-Triologie. Der 1946 in Baltimore geborene Regisseur wurde in seinen späteren Filmen deutlich zahmer; seinen Humor hat er aber beibehalten. Mit "Hairspray" (1990) landete er einen großen Erfolg. Der Film wurde sogar als Broadway-Musical umgesetzt und in sechs Kategorien für den Independent Spirit Award nominiert. Auch "Cry Baby" (1990) mit Johnny Depp gefiel durchaus einem breiten Publikum. 1994 folgte "Serial Mom" mit Kathleen Turner, der immerhin acht Millionen Dollar einspielte. Der offen als Homosexueller lebende John Waters unterrichtet Film und Subkultur an der Europäischen Universität für Interdisziplinäre Studien und arbeitet außerdem als Fotograf.