1. Home
  2. Mediathek
  3. Filmarchiv
  4. Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

(Captialism: A Love Story)

Dokumentarfilm, USA 2009

Michael Moore bleibt sich und seinem Stil treu: In dieser Dokumentation nimmt er sich den Kapitalismus zur Brust. Die „Liebeserklärung“ ist eine Fundamentalkritik. Am skrupellosen Verhalten weltweiter Eliten, Unternehmen und Banken, deren haltlosen Profitstreben und an den Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaft.

Michael Moore pur: Eine Abrechnung mit dem Finanzsystem.

 

Regie: Michael Moore

Drehbuch: Michael Moore

 

 

Rolle:

Darsteller:

 

Michael Moore

 

Thora Birch

 

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Kleiner Goldener Löwe, Open Prize und Nominierung für den Goldenen Löwen auf dem Film Festival in Venedig 2009 für Michael Moore;

SLFA Award 2009 auf dem St. Louis Film Critics Award in der Kategorie Bester Dokumentarfilm;

  1. Platz People’s Choice Award in der Kategorie Dokumentation auf dem Toronto International Film Festival 2009;

 

Kritik:

„Nach ‚Roger & Me‘, ‚Bowling for Columbine‘, ‚Fahrenheit 9/11‘ und ‚Sicko‘ untersucht Michael Moore nun gewohnt kritisch und mit bissigem Humor die Ursachen und Auswirkungen der globalen Finanzkrise.“ (moviepilot.de)

„Ausgehend von der ungleichen Verteilung des Vermögens in den USA beschäftigt sich Moore damit, wer die Profiteure des Systems sind und wie sie ihren Reichtum steigern können, während die gewöhnlichen Bürger mit immer weniger Geld auskommen müssen. Dabei greift Moore auf zahlreiche Beispiele von Einzelschicksalen Betroffener zurück, stellt Zusammenhänge zur Politik Ronald Reagans und George W. Bushs her, beschäftigt sich mit den unter Präsident Franklin D. Roosevelt geplanten Sozialreformen, die aufgrund seines Ablebens nicht mehr realisiert wurden, und provoziert mit spektakulären Aktionen gegenüber denjenigen, die er für schuldig hält.“ (filmstarts.de)

 

Hintergrund: Michael Moores „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ sollte eigentlich der direkte Nachfolger von „Fahrenheit 9/11“ sein: Als George W. Bush 2005 zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt wurde, legte Moore den Fokus seiner Recherchen auf die Vereinigten Staaten. Allerdings zwang ihn die Finanzkrise 2008, den Film zu überarbeiten. Nach eigenen Aussagen ist es der Film unter seinen Dokus, auf den Michael Moore am meisten stolz ist. „Es ist ein ausgezeichnetes Date-Movie. Es beinhaltet alles, was dazu gehört – Begierde, Leidenschaft, Romantik und 14.000 Arbeitsplätze, die jeden Tag gestrichen werden. Es ist eine verbotene Liebe, eine Liebe, deren Namen man nicht auszusprechen wagt. Zum Teufel, raus damit: Kapitalismus“, sagte Michael Moore zur Bekanntgabe des Titels.

Es ist der erste Michael Moore Film, der nicht von den Weinstein Studios vertrieben wurde. Nach der Veröffentlichung teilte Moore mit, er werde keinen Dokumentarfilm mehr drehen, wenn nicht Amerika Zeichen setze, seine Botschaft aufnehme und eine Veränderung einläute. 2011 gab ihm die Occupy-Wall-Street-Bewegung neue Hoffnung.

 

Starinfo Michael Moore: Meistens trägt er Baseball-Kappe, Brille, Jeans und Sneakers. In seinen Dokumentationen berichtet er in der Ich-Form: der von seinen Fans geliebte, von seinen Gegnern ungeliebte und bei seinen Kritikern umstrittene Regisseur und Buchautor Michael Moore. Um seinen ersten Film „Roger und ich“ (1989) zu finanzieren, veranstaltete er Bingo-Spiele für die Nachbarschaft in seinem Haus. Doch zunächst strebte der überzeugte Katholik das Priesteramt an, bevor er seine zukünftige Frau Kathellen Glynn kennenlernte und Journalist wurde. Später erlangte er mit seinen dokumentarisch-satirischen Filmen Weltruhm. Zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen bekam er für seine Arbeit. Gekrönt mit dem Oscar für „Bowling for Colombine“ (2002), in dem er sich nach dem aufsehenerregenden Amoklauf in Colombine mit Waffenkult und -gewalt in den USA auseinandersetzt. Immer wieder gab und gibt es Kritik an seiner polemischen Art zu berichten – und das nicht nur von seinen Gegnern aus dem rechten Spektrum. Neben seiner Regiearbeit schrieb Moore diverse Bücher, darunter Bestseller wie „Stupid White Men“ und „Volle Deckung, Mr. Bush“. Für die Band Rage Against the Machine drehte er zwei Musik-Clips. Wegen des ungenehmigten Auftritts der Band in der Wallstreet bei den Dreharbeiten kam Moore in Haft.


JETZT DEINE LIEBLINGSFILME & SERIEN ONLINE SCHAUEN