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Nordwand

Drama, Deutschland/Österreich/Schweiz 2008

  1. Die Nazis haben für die Besteigung der so berühmten wie berüchtigten Nordwand des Eiger olympisches Gold ausgerufen. Die Bergsteiger Andreas Hinterstoißer und Toni Kurz aus Berchtesgaden wollen die Ersten sein und den Aufstieg wagen. Doch ihre Konkurrenten, Willy Angerer und Edi Rainer aus Österreich, schlafen nicht.

Packendes Bergdrama, das dich in wirklich jeder Weise mitnimmt!

 

Regie: Philipp Stölzl

Drehbuch: Benedikt Röskau, Rupert Hennig, Christoph Silber, Johannes Naber, Philipp Stölzl

 

 

Rolle:

Darsteller:

Toni Kurz

Benno Fürmann

Andreas Hinterstoißer

Florian Lukas

Luise Fellner

Johanna Wokalek

Henry Arau

Ulrich Tukur

Willi Angerer

Simon Schwarz

Edi Rainer

Georg Friedrich

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Deutscher Filmpreis 2009 in den Kategorien Beste Kamera/Bildgestaltung und Beste Tongestaltung und eine Nominierung in der Kategorie Bestes Szenenbild;

2 Auszeichnungen beim Preis der Deutschen Filmkritik 2008 in den Kategorien Bestes Drehbuch und Beste Kamera;

Bambi-Nominierung 2008 in der Kategorie Bester Schauspieler – national (Benno Fürmann);

Kritik:

„Spannender Bergfilm mit atemberaubenden Bildern, tollen Darstellern und einem extrem intensiven Schluss.“ (cinema.de)

Lange Version:

„‘Nordwand‘ ist ein adrenalinsteigernder Abenteuerfilm, dessen rauer Naturalismus sich wohltuend von rein action-orientierten Genrewerken wie ‚Cliffhanger‘ oder ‚Vertical Limit‘ abhebt. Die letzten 40 Minuten des auf einem ‚Geo‘-Artikel basierenden Films sind in ihrer Härte und Intensität schwer zu ertragen. Wenn Toni und Andi mit ihren österreichischen Kollegen Willy Angerer (Simon Schwarz) und Edi Rainer (Georg Friedrich) im Schneesturm in der Felswand hängen, vollzieht sich eine Tragödie fast biblischer Ausmaße. Und der Berg holt sich seine Opfer ...“ (cinema.de)

„Der Film knüpft in Farbe, Format und beweglicher Aufnahmetechnik an das Bergfilmgenre an, das Arnold Fanck, Leni Riefenstahl und Luis Trenker schufen. Stölzl rekonstruiert die Ära vor dem Zweiten Weltkrieg, in der der Alpenkult durch Filme, die Presse und den wachsenden Tourismus zum Zeitgeistphänomen geworden war, das die Nazi-Propaganda mit Erobererpathos zu besetzen wusste.“ (epd-film.de)

„Rau und naturalistisch präsentiert sich Stölzls Film, wodurch er sich wohltuend von vergleichbaren, effektüberladenen Hollywood-Vertretern wie ‚Vertical Limit‘ (2000) abhebt.“ (critic.de)

 

Hintergrund: „Nordwand“ beruht auf einer wahren Begebenheit: den Versuch der Erstbesteigung der Eiger Nordwand im Sommer 1936, die sechs Tote forderte. Allerdings finden sich im Film Abweichungen zum wirklichen Hergang des Bergdramas. Gedreht wurde an Originalschauplätzen und in einer Tiefkühl-Lagerhalle im österreichischen Graz, in der Wind- und Schneemaschinen und eine Felswand aufgebaut waren. Einige Effekte wurden mit CGI- und Greenscreen-Technik erreicht. Der Film wurde kritisch aufgenommen, einige Rezensenten erinnert seine Machart an die Ästhetik der „Blut und Boden“-Mentalität im Dritten Reich, die Regisseur Stölzl, wie er in diversen Interviews versicherte, aber genau nicht heraufbeschwören wollte.

 

Starinfo Ulrich Tukur: „Die weiße Rose“, „Stammheim“, „Solaris“, „Stauffenberg“, „Das weiße Band“, „Nordwand“, „John Rabe“, „Zettl“ oder „Tatort“ – das sind nur einige Namen von Filmproduktionen, in denen Ulrich Tukur bewies, dass er als ernstzunehmender Schauspieler Vieles und noch mehr auf dem Kasten hat. Zweimal hat der 1957 in Viernheim als Ulrich Gerhard Scheurlen geborene Mime den deutschen Filmpreis bekommen: einmal 2006 für seine Nebenrolle im Oscar-prämierten „Das Leben der Anderen“ und einmal 2009 für die Hauptrolle im Drama um den guten Deutschen von Nanking „John Rabe“. 2012 erhielt er für den TV-Film „Rommel“ den Bambi als Bester Schauspieler national. Ulrich Tukur steht außerdem nicht nur als Schauspieler auf der Bühne: Er ist leidenschaftlicher Musiker und als Liebhaber von Evergreens und Schlagern der Kopf, Sänger, Klavier- und Akkordeonspieler der Tanzkapelle „Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys“, mit der er bereits sieben Alben aufgenommen hat. Gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau, der Fotografin Katharina John, lebt er seit vielen Jahren in Italien.