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Skandal mit Oskar Roehler: Reservoir Dogs


Reservoir Dogs – Wilde Hunde

Krimi/Drama/Thriller, USA 1992

Sie kennen voneinander nur die Decknamen. Gemeinsam sollen sie einen Juwelierladen ausrauben. Ein todsicheres Ding, wie ihr Auftraggeber meint. Doch dann geht der Coup schwer daneben. Die Polizei war informiert. Von den sieben Gangstern bleiben nur fünf am Leben. Einer davon schwer verletzt. Alle wissen, ein Verräter ist unter ihnen...

Mitreißendes Debut von Quentin Tarantino.

Darum ein Skandal-Film:

Ein Film, der um den Sinn und Unsinn expliziter Gewaltdarstellung im Kino kreist. „Reservoir Dogs“ beginnt mit einer berüchtigten Folterszene unter musikalischer Begleitung von Stealers Wheels:„Stuck In The Middle WithY ou“. Die übertriebene, rohe Gewalt ging vielen Zuschauern aber zu weit: Menschen verließen den Saal, darunter–man glaubt es kaum– Horror-Legende Wes Craven.

 

Regie: Quentin Tarantino

Drehbuch: Quentin Tarantino

 

 

Rolle:

Darsteller:

Mr. White/Larry Dimmick

Harvey Keitel

Mr. Orange/Freddy Newendyke

Tim Roth

Mr. Blonde/Vic Vega

Michael Madsen

Mr. Pink

Steve Buscemi

Mr. Blue

Edward Bunker

Nice Guy Eddie

Chris Penn

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Independent Spirit Award in der Kategorie Bester Männlicher Nebendarsteller (Steve Buscemi) und Nominierungen in den Kategorien Bester Film und Bester Regisseur;

Preise in den Kategorien Bester Regisseur und Bestes Drehbuch sowie die Nominierung in der Kategorie Bester Film auf dem Sitges Catalonian International Film Festival, alle für Quentin Tarantino;

International Critics‘ Award auf dem Toronto International Film Festival 1992 für Quentin Tarantino;

Nominierung für den Grand Jury Preis auf dem Sundance Film Festival 1992 für Quentin Tarantino;

 

Kritik:

„Ein stellenweise furios inszeniertes, glänzend gespieltes pessimistisches Drama um Vertrauen und Verrat, das ebenso konsequent wie krass Gewalt und ihre Folgen vor Augen führt.“ (Lexikon des internationalen Films)

Das dachte damals die Presse:

The exaggerate draw violence of ‚Reservoir Dogs’ leaves one feeling cheated in the end. For this movie isn’t really about anything. It’s just a flashy, stylistically daring exercise in cinematic mayhem.“ 

Kathless Carroll – New York Daily News

 

Hintergrund: „Reservoir Dogs“ ist der erste Kinofilm des Regie-Großmeisters Quentin Tarantino. Das Budget war so niedrig, zu Beginn 30.000 Dollar, dass viele Schauspieler beim Dreh einfach ihre eigenen Kleider trugen. Tarantino rekrutierte außerdem seine Freunde als Darsteller und Helfer. Genauso war kein Geld für Polizei da, um bei Außenaufnahmen auf der Straße den Verkehr zu lenken, deshalb konnte eine Szene mit Steve Buscemi nur aufgezeichnet werden, wenn die Ampel gerade auf grün stand. Erst das Engagement von Harvey Keitel, der anbot neben seiner Teilnahme als einer der Hauptdarsteller auch als Produzent einzusteigen, hob die Geldsumme auf 1,5 Millionen Dollar. Auch das festgesetzte Budget für die Filmmusik reichte ursprünglich gerade für einen Song und es ist nur einem Aufnahme-Deal des Managements zu verdanken, dass am Ende ein vollständiger Soundtrack zusammenkam. Gedreht wurde der Streifen in 35 Tagen. Kleiner Hinweis zum Mitzählen: Es wird 172 Mal das F**k-Wort benutzt.

 

StarinfoTim Roth: Auf der Bühne stirbt er fast vor Lampenfieber, vor der Kamera lebt er auf: Wegen seines Talents perfekt Akzente zu imitieren, wird der Brite Tim Roth oft für einen Amerikaner gehalten. Aufgewachsen im mittelständischen Londoner Stadtteil Dulwich lebt er seit 1990 in Los Angeles. Meist wird er als gemeiner Bösewicht besetzt. Für den Gutmenschen habe er einfach nicht das richtige Gesicht, glaubt er. Aber was soll´s: „Auf einer kindlichen Ebene machen die Schurken ja auch einfach mehr Spaß“, gesteht er. Gemeinsam mit Regisseur Quentin Tarantino stieg er mit viel Filmblut und in den 90er Jahren mit „Reservoir Dogs“ (1992), „Pulp Fiction“ (1994) und „Four Rooms“ (1995) in den Starhimmel auf. 1996 stand er für Woody Allen in „Alle sagen: I love you“ mit Goldie Hawn und Julia Roberts vor der Kamera. Seine erste TV-Hauptrolle füllte er für 48 Folgen als Dr. Lightman in der amerikanischen TV-Serien „Lie to me“ (2009-2011) aus. Nach einigen Erfolgen in unterschiedlichsten Rollen wie mit „Die Legende vom Ozeanpianisten“ (1998), „Planet der Affen“ (2001), „Der unglaubliche Hulk“ (2008), „Selma“ oder „Grace of Monaco“ (beide 2014) holte ihn 2015 erneut Quentin Tarantino für „The Hateful 8“ ans Set. Tim Roth ist zum zweiten Mal verheiratet und Vater dreier Söhne.

 

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