1. Home
  2. Mediathek
  3. Filmarchiv
  4. Der Film - Safari - Match me if you can

Safari - Match me if you can

Der Kinohit des Sommers! ab 30.08. im Kino

SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN

Comedy, Deustchland 2018, 109 min, FSK 12

Manche Menschen gehen auf die Pirsch, wir gehen auf Safari! Mit SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN taucht Regisseur Rudi Gaul („Wader Wecker Vater Land"), der zusammen mit Friederike Klingholz auch das Drehbuch geschrieben hat, in die Wunderwelt des Virtual Socializing ein. Facebook, Twitter, Tinder & Co - Flirten war gestern, Matchen ist heute!

Produziert wurde der Film von Martin Richter und Christian Becker, Rat Pack Filmproduktion, sowie den Ko-Produzenten Herbert G. Kloiber, Tele München Gruppe und Holger Fuchs, Concorde Filmverleih. Gefördert vom FFF Bayern (FilmFernsehFonds Bayern), dem DFFF (Deutscher FilmFörderFonds) und dem BBF (Bayerischer Bankenfonds).

 

Regie:

Rudi Gaul

 

Drehbuch: 

RUDI GAUL, FRIEDERIKE KLINGHOLZ

frei nach Arthur Schnitzlers „Reigen"

 

 

Rolle:

Darsteller:

Harry

JUSTUS VON DOHNÁNYI

Aurelie

SUNNYI MELLES

Lara

ELISA SCHLOTT

Mona

JULIANE KÖHLER

Fanny

FRIEDERIKE KEMPTER

David

MAX MAUFF

Life

SEBASTIAN BEZZEL

Arif

PATRICK ABOZEN

Pauline

JANINA FAUTZ

 

INTERVIEW MIT REGISSEUR RUDI GAUL

SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN ist eine Komödie und überzeichnet viele Dinge. Wie lebensnah wolltet ihr den Film dennoch machen?

Mir geht es mehr um Wahrheit, als um Wirklichkeit. Deswegen haben wir uns sehr früh dafür entschieden, nicht „Tinder" zu nehmen, sondern eine eigene App zu kreieren, die auch wieder eine Form von Überspitzung oder Abstraktion darstellt. Über die Fiktion lässt sich ein wahrer Sachverhalt manchmal besser darstellen, als es die Abbildung der Wirklichkeit könnte.

Ihr habt Euch also dazu entschlossen, die App „Safari“ für den Film zu kreieren. Wie kam es zu der Idee, dass die User einem Tier zugeordnet werden?

Wir wollten eine App, die die Welt der Dating-Apps und Social Networks noch einmal überspitzt. Die Tiere stehen dabei für das Unbewusste der Figuren. Im Film geht es auch darum, dass Sex eine recht animalische Angelegenheit ist, was wir mit den Sexszenen selbst teilweise darstellen. Normalerweise wird Sexualität im Film sehr ästhetisiert, als Projektionsfläche für die Sehnsüchte der Zuschauer – oder es wird sehr viel ausgelassen. Dann gibt es natürlich noch den pornografischen Bereich, aber was es kaum gibt, ist Sex als das, was es ist: Als manchmal sehr merkwürdige, animalische, auch komische Angelegenheit. Wir wollten auch die ganz normalen, banalen, physischen Unzulänglichkeiten zeigen, die dabei entstehen, abseits jeglicher Erotisierung. Darüber kamen wir auf die Idee mit den Tier-Icons. Denn wenn ich ein Tier wähle, verrät meine Entscheidung auch immer etwas über die Art und Weise, wie ich mich selbst sehe, gerne sehen möchte oder gerne gesehen werde.

Und welches Tier würdest Du wählen?

Ich glaube, ich wäre gerne ein Raubtier. Ein Löwe, das wäre schon toll. Dabei verhält es sich wahrscheinlich auch so: Man wählt das, was man im alltäglichen, sozialen Miteinander nicht so sehr ist.

Um welche Wahrheit ging es Dir konkret in SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN?

Eine Gesellschaft zu beschreiben, die den Finger am digitalen Abzug hat, aber analog nur mit Platzpatronen schießt. Digital sind wir alle – manche mehr, manche weniger – Vollprofis. Die digitale Welt erlaubt es uns, sehr schnell miteinander zu kommunizieren, sehr schnell miteinander zu flirten und sehr schnell auch ein Idealbild von sich aufzubauen. Und wenn wir in der Wirklichkeit einander gegenübersitzen, sind diese ganzen Schutzhüllen weg und wir sind, wie seit tausenden von Jahren, Menschen, die Angst haben, die nervös sind, die Schwächen haben und die Schwierigkeiten haben, sich zu begegnen.