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Angeblich ist Fritz Kobel Professor und Kunstsammler. In Wirklichkeit fälscht er die „Kunst“ gleich selbst. Den Coup landet er, als er dem Journalisten Hermann Willié weismacht, er habe Hitlers Tagebücher entdeckt. Geldgier und Sensationslust reichen sich jetzt die Hände und treiben immer buntere Blüten. Bis hin zum peinlichen Skandal. Tolle Hatz um die wahre Story der falschen Hitler-Tagebücher.

Schtonk!

Komödie/Satire, Deutschland 1992

Angeblich ist Fritz Kobel Professor und Kunstsammler. In Wirklichkeit fälscht er die „Kunst“ gleich selbst. Den Coup landet er, als er dem Journalisten Hermann Willié weismacht, er habe Hitlers Tagebücher entdeckt. Geldgier und Sensationslust reichen sich jetzt die Hände und treiben immer buntere Blüten. Bis hin zum peinlichen Skandal. Tolle Hatz um die wahre Story der falschen Hitler-Tagebücher.

 

--> Das sagen unsere Experten von TV Spielfilm zum Film!

 

Regie: Helmut Dietl

Drehbuch: Helmut Dietl, Ulrich Limmer

 

 

Rolle:

Darsteller:

Fritz Knobel

Uwe Ochsenknecht

Hermann Willié

Götz George

Freya von Hepp

Christiane Hörbiger

Ressortleiter Pit Kummer

Harald Juhnke

Martha

Veronika Ferres

Kurt Glück

Hermann Lause

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Nominierung für den Oscar 1993 in der Kategorie Bester fremdländischer Film;

Nominierung für den Golden Globe 1993 in der Kategorie Bester fremdländischer Film;

Bambi Award 1992 in der Kategorie Film National;

3 Deutsche Film Award 1992 in den Kategorien Beste Regie (Helmut Dietl), Bester Spielfilm und Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle (Götz George) sowie eine Nominierung in der Kategorie Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle (Uwe Ochsenknecht);

Kritik: „Helmut Dietls (‚Kir Royal‘) köstliche Erfolgskomödie zum authentischen ‚Stern‘-Skandal, der die renommierte Wochenillustrierte seinerzeit dem Spott und dem empfindlichen Auflagenverlust preisgab. Ex-Schimanski-Macho Götz George brilliert mit einem feinen Porträt als nazibesessener Schmierant, der sich als des GröFaZ letzter, verblendeter Vasall erweist. Kaum weniger überzeugend ist Uwe Ochsenknecht als Knobel in der Kujau-Rolle, exzellent in jeder Situation die gesamte Crew und Besetzung vor und hinter der Kamera. Im Kino erreichte der hintergründige und respektlose Spaß, der mit Wonne die Ewiggestrigen der Lächerlichkeit preisgibt, fast zwei Millionen Kinobesucher.“ (kino.de)

„In der Posse ‚Schtonk!‘ nimmt Helmut Dietl den Skandal um die angeblichen Hitler-Tagebücher aufs Korn, prangert unsere Leicht­gläubig­keit und Sensations­gier an und zeigt, dass der Hitler-Kult auch heute noch viele fasziniert.“ (dieterwunderlich.de)

Hintergrund: Der Film knöpft sich die wahre Geschichte um Kauf und Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher im Jahr 1983 vor und treibt sie auf die Spitze: Die Redaktion des Nachrichtenmagazins „Stern“ ging damals dem Kunstfälscher und Betrüger Konrad Kujau auf den Leim und kaufte die angeblichen, persönlichen Schriften des Nazi-Diktators für über 9 Millionen D-Mark. Schnell nach deren Veröffentlichung im „Stern“ wurde aber klar, dass die Bücher nicht echt sind – ein waschechter Medien-Skandal. Der Filmtitel „Schtonk!“ ist ein Zitat aus und eine Reminiszenz an Charlie Chaplins „Der große Diktator“. Die Filmmusik stammt von Konstantin Wecker.

Starinfo Götz George: „Tragödie, Komödie, Kammerspiel, Klassiker, Thriller, Action – George hatte sämtliche Genres drauf und in jedes und in jede Rolle begab er sich mit Haut und Haaren“, schrieb die FAZ im Nachruf auf einen der großen, deutschen Theater-, Fernseh- und Filmschauspieler. Kein Wunder, Götz George glänzte in vielen Rollen, alle Stunts erledigte er selbst. Als „Schimanski“ eroberte er in den Jahren von 1981 bis 1991 im „Tatort“ die Zuschauerherzen. Schon davor war er oft in Krimis wie „Tatort“, „Derrick“, „Der Alte“ und „Der Kommissar aufgetreten. Parallel stand er häufig auf der Bühne. Als seine wichtigste Theaterrolle bezeichnete er selbst seinen Auftritt in Büchners „Dantons Tod“ bei den Festspielen in Salzburg 1981. Unvergessen sind seine Auftritte in so unterschiedlichen Kinofilmen wie „Die Katze“ (1988), „Schtonk!“ (1992). „Der Totmacher“ (1995) oder „Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ (1997). Bis zuletzt stand der vielfach ausgezeichnete Sohn zweier Schauspieler vor der Kamera. George starb 2016 nach kurzer Krankheit in Hamburg.