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James Franco im TELE 5-Interview

Zum Start der Reihe FSK Sex geht es in die geheimnisvolle und fesselnde Welt des SM mit u.a. der James Franco-Dokumentation „Kink – The 51st Shade of Grey“, die aufregende Einblicke hinter die BDSM-Kulissen gibt.

„Sadomasochismus existiert im echten Leben und ist keine Erfindung. Die Leute trauen sich nur nicht, öffentlich darüber zu sprechen.“ James Franco, Produzent.


Der Hollywood-Star über SM

James Franco (39) packt in seiner Arbeit als Schauspieler, Regisseur, Künstler oder als Produzent auch mal heiße Eisen an. Die Dokumentation „Kink – 51st Shade of Grey“, die er produzierte, blickt hinter die Kulissen der Erotik & Sexindustrie. Im TELE 5-Interview spricht der vielseitige Star u.a. über Nacktheit am Set, SadoMaso und die Hemmschwelle, über Sex zu sprechen.

 

TELE 5: Sind Sie der klassische, romantische Gentleman, wenn Sie eine Frau für sich gewinnen wollen, oder eher nicht?

James Franco: (zögert) Ich bin ein liebevoller und fürsorglicher Mann, aber ich glaube nicht, dass ich mich als romantisch bezeichnen würde. In puncto romantische Gesten muss ich auf jeden Fall noch an mir arbeiten.

Sie setzen sich nicht viele Grenzen, wenn sie Rollen annehmen. Wir haben Sie zum Beispiel in ihrem Film „Why Him" nackt gesehen. Sind Ihnen solche Szenen peinlich?
Nein, ganz und gar nicht. Ich habe wochenlang vorher für diese Szene trainiert, deshalb fühlte ich mich selbstbewusst und wohl dabei (lacht). Ich hätte den ganzen Film nackt drehen können.

Wie bereiten Sie sich darauf vor?
Ich stelle meine komplette Ernährung um, treibe viel Sport und mache mindestens 100 Situps - vor allem kurz vor Drehbeginn (grinst).

Wenn wir schon von Rollen sprechen, wie gehen Sie mit der Konkurrenz in Hollywood um - vor allem wenn es Ihr eigener Bruder ist?
Um ehrlich zu sein, sehe ich da keine Konkurrenz. Ich muss und will mich nicht kreativ beweisen. Wenn ein Regisseur mich für eine Rolle passend findet, dann gut. Und wenn er jemand anderen besser findet, werde ich deswegen nicht anfangen zu weinen und an mir zu zweifeln.

Sie sind ja nicht nur vor der Kamera, sondern auch dahinter aktiv. Bedeutet das, dass Sie sich von der Schauspielerei zurückziehen wollen?
Nein, ganz und gar nicht. Ich erweitere nur mein Wissen (lacht). Die Schauspielerei ist nach wie vor ein wichtiger Teil meines Lebens, sie ist halt nur nicht mein gesamtes Leben.

Wie kamen Sie zu diesem Entschluss?
Ich habe ein paar Filme hintereinander gedreht, in denen ich zwar mein Bestes gab, aber mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden war. Daraufhin musste ich erst einmal wieder zu mir selbst finden, um zu begreifen, warum ich so selbstkritisch bin. Die Wahrheit ist, dass ich versucht habe, dem Regisseur einzureden, wie ich es am liebsten hätte. Doch das klappt nicht. Als Schauspieler sollte man dem Regisseur folgen. Deshalb nehme ich jetzt auch nur noch Rollen an, wenn ich von einem Regisseur überzeugt bin.

Für die Sadomaso-Doku „Kink“ waren Sie als Produzent tätig. Wieso war es Ihnen wichtig „Kink" als Dokumentation und nicht als Film zu drehen?
Ich finde die Realität interessanter und schöner als eine Romanerzählung. Immerhin existiert Sadomasochismus im echten Leben und ist keine Erfindung. Die Leute trauen sich nur nicht, öffentlich darüber zu sprechen.

Als Laie, wie kann man sich so ein "Sex-Set“ vorstellen?
Um ehrlich zu sein, wusste ich selbst nicht, was mich erwartet. Viele stellen sich vor, dass es am Set eines Porno-Films ziemlich düster, schmuddelig und vielleicht sogar pervers zugeht, aber es ist das komplette Gegenteil. Beim Dreh ging es um Macht und Unterwerfung, aber die, die in den Szenen am dominantesten sind, lassen sich in den Drehpausen am meisten sagen. Es ist alles super professionell, genau wie an jedem anderen Film-Set auch. Ich kann natürlich nicht sagen, wie es bei anderen Porno-Drehs aussieht, ich kann nur darüber sprechen, wie es bei „Kink“ war.

Mit dem Thema Sex wird ja heutzutage offener umgegangen, als je zuvor.
Das Stimmt. Aber es macht nochmal einen Unterschied, ob man darüber spricht oder in einem Buch darüber liest - oder es sich auf der großen Leinwand ansieht… Bei vielen existiert da noch eine Hemmschwelle, die sie überwinden müssen. Aber alle „Fifty Shades“-Fans aufgepasst: Genau das, was ihr im Buch lest, zeigen wir in unserer Doku „Kink“.

 

Interview: Rachel Kasuch für TELE 5

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