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Kevin Bacon im TELE 5-Interview

„Ich wäre gerne unsichtbar“

Kevin Bacon im TELE 5-Interview

Der Hollywoodstar ist in der Reihe „Jugendsünden – from shame to fame“ in „Flatliners“ am Sonntag, 24. Februar, 20:15 Uhr zu sehen

 

Er ist einer der interessantesten Charakterköpfe Hollywoods: Kevin Bacon. TELE 5 zeigt den Star am Sonntag, 24. Februar in der TELE 5-Reihe „Jugendsünden – from shame to fame“ in zwei Filmen: In seinem „Shame“-Frühwerk „Wildwasser-Sommer – Im Augenblick der Gefahr“ um 18:25 Uhr und in einem seiner „Fame“-Filme, dem Oscar-nominierten Nahtod-Thriller „Flatliners“ um 20:15 Uhr.

 

Kevin Bacon verrät im Interview, warum er Spaß daran hätte, unsichtbar zu sein und spricht unter anderem über…

 

…sein Geheimnis, warum er mit 60 noch so jung aussieht wie immer:

Ich ernähre mich gesund, treibe Sport, meditiere und habe guten Sex.“

 

…den harten Konkurrenzkampf in der Showbranche:

„Ich glaube, kein Schauspieler ist darauf gefasst und vorbereitet, was auf ihn zukommt. Wenn die Privatsphäre mit einbezogen und von einem erwartet wird, über sein Leben zu plaudern“

 

…die Angst vor einem „Verfallsdatum“ von Schauspielern:

„Diese Angst habe ich schon seitdem ich 17 Jahre alt bin. Ich glaube, das bringt dieser Beruf mit sich. Schauspieler haben nie die Gewissheit, ob sie für immer gefragt sein werden oder eben nicht.“

 

 Kevin Bacon im Interview:

 

Sie sind letztes Jahr 60 geworden, sehen aber immer noch so jung aus wie immer. Wie machen Sie das?

Ich habe gute Gene (grinst). Spaß beiseite: Ich ernähre mich gesund, treibe Sport, meditiere und habe guten Sex. Guter Sex ist wichtig (lacht). Aber wenn Sie mich in Film und Fernsehen sehen, trage ich auch noch Make-up. Das hilft enorm.

 

Dieses "brave" Leben haben Sie sicher nicht, wenn sie als Rockmusiker mit Ihrem Bruder Michael und Ihrer Band „Bacon Brothers" unterwegs sind.

Doch. Wir hinterlassen unsere Hotelzimmer sauberer als wir sie vorgefunden haben, spielen Backgammon und gehen mit einer Schlaftablette ins Bett (lacht). Nein, klar ist das Leben „on the Road" anders. Wegen des Adrenalinschubs, den ich auf der Bühne bekomme, kann ich natürlich nicht um 22:30 Uhr ins Bett gehen. Ich bleibe abends länger wach und schlafe morgens länger. Natürlich zerrt das ein bisschen an einem und ich bin auch immer froh, wenn ich wieder mein geregeltes Leben zuhause habe und früh morgens am Set bin. Die Rock'n'Roll-Tage sind keine langen Tage, die Schauspieltage sind jedoch sehr lang (lacht).

 

Was war als Kind Ihre erste Liebe? Für was haben Sie Geld ausgegeben?

Wenn ich einen Dollar extra hatte, habe ich mir eine Platte gekauft. Als nächstes habe ich mir einen Film angeschaut. Ich habe Filme schon immer geliebt - alle Filme, auch die mit Untertitel.

 

Wie sieht das bei Ihren Kindern aus? Waren sie immer stolz auf ihren Papa und haben Ihre Filme verschlungen?

(lacht) Nein, ganz im Gegenteil. Als meine Kinder aufwuchsen, haben sie vielleicht ein oder zwei Filme von mir gesehen, mehr nicht.

 

Und jetzt sind Ihre Kinder selbst in dieser Branche.

Ja, meine Tochter ist voll mit dabei, mein Sohn hat eine Musikkarriere vorgezogen. Aber eigentlich war das ja abzusehen, schließlich sind meine Frau und ich beide im Showbusiness tätig. Und wie heißt es so schön: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm (lacht).

 

Sie sagten mal, dass Sie sich für Ihre Kinder eine andere Karriere wünschen. Wieso?

Eine Karriere in der Showbranche ist nun einmal sehr hart, der Konkurrenzkampf sehr groß und die Menschen urteilen ständig über einen. Man wird für seine Arbeit verurteilt. Dafür, wie gut ein Film ankommt, wie hoch die Einschaltquoten sind, wie man aussieht und für die Dinge, die man in einem Interview von sich gibt. Welches Elternteil wünscht sich das schon für sein Kind?

 

Kann man sich auf diesen harten Kampf vorbereiten?

(überlegt) Ich glaube, kein Schauspieler ist darauf gefasst und vorbereitet, was auf ihn zukommt. Wenn die Privatsphäre mit einbezogen und von einem erwartet wird, über sein Leben zu plaudern.

 

Glauben Sie, dass ein Schauspieler ein "Verfallsdatum" haben kann und haben Sie Angst davor, dass Ihr Telefon irgendwann nicht mehr klingelt?

(lacht) Diese Angst habe ich schon seitdem ich 17 Jahre alt bin. Ich glaube, das bringt dieser Beruf mit sich. Schauspieler haben nie die Gewissheit, ob sie für immer gefragt sein werden oder eben nicht. Aber um ehrlich zu sein: Ich glaube schon, dass ich noch weiter arbeiten kann. Die Rollen ändern sich und vielleicht sind es auch nicht die Rollen, die ich mir extrem wünsche, doch ich glaube nicht, dass die Angebote in Kürze ganz aufhören werden. Das hoffe ich zumindest (lacht).

 

Sind Sie deshalb nie frustriert?

(überlegt) Klar hatte ich Momente in meinem Leben, in denen ich frustriert war, weil ich nicht die Rollenangebote bekommen habe, die ich mir wünschte. Oder nicht so viele Angebote, wie ich es gerne hätte. Ich liebe die Zeit am Set. Von dem Moment an, in dem „Action" gerufen wird, bis hin zum „Cut", da lebe ich auf. Das ist die glücklichste Zeit meines Arbeiterlebens.

 

Aber es ist ein harter Weg bis dahin?

Ja. Vorher stehen zahlreiche Meetings, Flughäfen, Reisen, Interviews, Fotoshootings, Vorsprechen und Absagen an. Es ist eine lange Straße bis hin zum glücklichsten Moment. Trotzdem lohnt es sich. Ich liebe die Schauspielerei.

 

Wenn Sie sich für einen Tag etwas wünschen könnten, was wäre das?

Ich wäre gerne unsichtbar. Ich glaube, das würde richtig Spaß machen - öffentlich tun und lassen, was ich möchte, ohne dass auch nur ein einziger Mensch das sieht.

 

Textrechte: ©TELE 5-Kommunikation, Verwertung (auch auszugsweise) honorarfrei nur bei aktuellem Programmhinweis auf TELE 5 und bei Nennung der Quelle.