Raumschiff Enterprise – Episodenguide Staffel 1

Pilot: Der Käfig

Die U.S.S. Enterprise unter dem Kommando von Captain Pike hat gerade einen verlustreichen Einsatz auf dem Planeten Rigel VII hinter sich. Auf dem Weg zur nächsten Sternenflottenbasis kommt seltsamer Notruf herein: Von dem Raumschiff Columbia, das vor Jahren auf dem Planeten Talos IV verschollen ist. Pike glaubt zunächst an einen Zufall, doch beim zweiten Notruf lässt er den Kurs ändern.

Hintergrundinfo: Der Pilotfilm der Serie wurde zunächst als „zu intellektuell“ abgelehnt. Als Rückblende wird das Material in der Episode „Talos IV – Tabu“ wiederverwendet. Nach dem abgelehnten Piloten wurde ein neuer Versuch gewagt, der dann mit „Die Spitze des Eisbergs“ in die Serie einging. Außer Spock wurden alle Rollen neu besetzt und Majel Barrett wurde von der Nummer 1 zur Krankenschwester Chapel.

Folge 1: Das letzte seiner Art

Ist das wirklich Nancy, Dr. McCoys ehemalige Geliebte, die da vor ihm steht? Gemeinsam mit Captain Kirk und Sergeant Darnell ist der Schiffsarzt zum jährlichen Gesundheitscheck auf dem Planeten M113 gelandet. Hier lebt der Archäologe Robert Crater mit seiner Frau: Nancy. Doch ein erster seltsamer Todesfall und ein dringendes Salzproblem geben gefährliche Rätsel auf…

Hintergrundinfo: Dies war die erste Episode, die in Amerika ausgestrahlt wurde (in Deutschland war das „Morgen ist Gestern“). Die Folge hat es in sich: Es gibt einen Flirt zwischen Spock und Uhura und wir treffen McCoys große Liebe. Ein ähnliches Problem gibt es übrigens auch in TNG in der Episode „Aquiel“.

Folge 2: Der Fall Charly

Eigentlich ist ein einfacher Auftrag: Der junge Charlie, einziger Überlebender eines verheerenden Absturzes und seither ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt, wurde auf einem Planeten entdeckt. Nun soll die Enterprise-Crew ihn zu einem Transportschiff bringen. Doch bald zeigt sich, dass Charlie übersinnliche Kräfte hat. Jeder, der ihm nicht freundlich genug ist, gerät in Gefahr…

Hintergrundinfo: Themen dieser Episode sind neben den übernatürlichen Kräften und ihrer zerstörerischen Kraft vor allem die Erziehung, Erwachsenwerden, Sexualität, Aufklärung, Widerstand und Einsamkeit. Einige besonders interessante Szenen: Uhura singt, Spock spielt ein Saiteninstrument und lächelt!

Folge 3: Spitze des Eisberges

Die Enterprise erhält einen Notruf aus unbekannten Regionen des Universums. An der Grenze zur Galaxie gerät die Crew in ein sonderbares Energiefeld, das die Versorgung des Schiffes stört und Mitglieder der Besatzung Besorgnis erregend verändert. Außerdem entdeckt sie die Blackbox der vor Jahrzehnten verschollenen S.S. Valiant mit verstörenden Hinweisen…

Hintergrundinfo: In der Folge hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Der Name auf dem Grabstein ist falsch: James R. Kirk – korrekt muss er heißen James T. Kirk. Interessant: Spock und Kirk spielen dreidimensionales Schach. Unser Lieblings-Moment in der Folge ist folgender Dialog zwischen beiden: Spock: „Ich fühle mit Ihnen Captain“ – Kirk: „Na, dann besteht ja noch Hoffnung, Mr. Spock“.

Folge 4: Implosion der Spirale

Die Enterprise soll eine Gruppe Forscher vom gänzlich vereisten Planeten Psi 2000 holen. Doch als Mr. Spock und Joe Tormolen die Forschungsstation erreichen, sind alle Wissenschaftler tot: Die Systeme laufen nicht mehr. Zurück auf dem Schiff werden die Crewmitglieder plötzlich schwer krank und der Eisplanet scheint sich mit unheimlicher Kraft an das Raumschiff zu klammern.

Hintergrundinfo: Eine der schönsten Episoden: Ein Virus legt die Emotionen der Besatzungsmitglieder frei und entfesselt ihre Ängste und Begierden. Sulu kämpft daraufhin zum Beispiel mit einem Degen und gebärdet sich wie ein Musketier und ein Besatzungsmitglied singt über Lautsprecher. Der Vorfall wird in der TNG-Episode „Gedankengift“ wieder aufgegriffen.

Folge 5: Kirk : 2 = ?

Captain Kirk mal zwei? Ja – was die Crewmitglieder zunächst nicht bemerken, ist Tatsache. Bei einem Beam-Vorgang hat sich ihr Chef aufgespalten: in einen guten und einen bösen Captain, der nun an Bord für Chaos sorgt. Als wäre das nicht schlimm genug, muss ein Außenteam so schnell wie möglich von einem bedrohlichen Planeten geholt werden. Und das geht nur mit dem defekten Beamer.

Hintergrundinfo: Das Thema Dr. Jekyll & Mr. Hyde wurde hier auf kreative Art verarbeitet und mit einem positiven Aspekt besetzt: Denn eine gute aber auch eine unnachgiebige Seite im Gleichgewicht sind nötig, um Führungsqualität zu haben. Das Thema wird in der TNG-Episode „Ryker:2 = ?“ und in der VOYAGER „Von Angesicht zu Angesicht“ wieder aufgegriffen. Übrigens: In dieser Episode wendet Spock zum ersten Mal seinen Nackenbetäubungsgriff an!

Folge 6: Die Frauen des Mr. Mudd

Ein unbekanntes Schiff taucht plötzlich vor der Enterprise auf. Die Mannschaft besteht lediglich aus einem Mann, der sich als Leo Walsh vorstellt, und drei bezaubernden Frauen, die der männlichen Besatzung der Enterprise in Nullkommanichts die Köpfe verdrehen. Seltsamerweise funktioniert seither das Triebwerk der Enterprise nicht mehr und eine Notlandung scheint unausweichlich…

Hintergrundinfo: „Harry“ Mudds Kleidung erinnert stark an die von Piraten, achtet in der Folge mal darauf. Genauso „schurkisch“ verhält er sich auch. Harcord Fenton Mudd kommt in einer weiteren Folge vor („Der dressierte Herrscher“) und sein jüngeres Ich spielt auch in der neuesten Serie „Star Trek Discovery“ in einigen Folgen der ersten Staffel eine wesentliche Rolle.

Folge 7: Der alte Traum

Seit langem schon hat die Biologin Christine Chapel alles hinter sich gelassen und ist an Bord der Enterprise, um ihren verschollenen Mann, den bekannten Wissenschaftler Roger Korby, zu finden. Nun scheint sich die Suche ein Ende gefunden zu haben: Roger Korby lebt, er wird auf Exo III entdeckt. Doch als Captain Kirk und Christine auf ihn treffen, geraten sie in einen Hinterhalt.

Hintergrundinfo: Schon zum zweiten Mal in der damals noch jungen Serie gab es einen Doppelgänger von Kirk. Der Traum von ewiger Jungend und Unsterblichkeit ist Thema dieser Folge. In dieser Episode fällt übrigens die bekannte Bezeichnung von Kirk für Spock: „Langohr“ oder auch „Spitzohr“.

Folge 8: Miri, ein Kleinling

Wie kann es sein, dass der Planet, auf den die Besatzung der Enterprise gestoßen ist, aussieht wie die Erde? Und leben wirklich nur Kinder hier? Kaum ist das Außenteam der Enterprise auf dem Planeten gelandet, erkranken die Crewmitglieder schwer. Welches Geheimnis birgt sich die Vergangenheit dieser seltsamen „Erde“?

Hintergrundinfo: Thematisiert wird erneut der Wunsch nach langer Lebenszeit, der in diesem Fall zu einer verheerenden Epidemie geführt hat. Dabei hat sich ein kleiner dramaturgischer Fehler bei der Dauer der Seuche eingeschlichen: In 100 Jahren altert man auf dem Planeten nur 5 Jahre. Nach 300 Jahren (seit die Eltern verschwunden sind) müssten die Kinder also alle mindestens 15 Jahre alt sein, es gibt aber deutlich Jüngere. Interessante Randnotiz: Alle Besatzungsmitglieder, die auf dem Planeten landen, werden infiziert – außer Spock, dessen Blut ja bekanntlich grün ist.

Folge 9: Der Zentralnervensystem-Manipulator

Die Enterprise bringt Güter zum Planeten Tantalus V, dem Sitz einer großen Strafkolonie. Kaum ist die Crew abgereist, erfährt sie per Funkspruch vom Verschwinden eines Häftlings namens van Gelder. Der findet sich als blinder Passagier an Bord und ist völlig verängstigt. Grund genug für Captain Kirk, sich die Kolonie einmal näher anzusehen…

Hintergrundinfo:  Manipulation des Geistes und Verlust der Identität sind die Themen dieser Episode. Dabei wird die Geschichte teilweise in Rückblenden erzählt. Ein echtes Highlight dieser Folge: Spock setzt die vulkanische Gedankenverschmelzung ein!

Folge 10: Pokerspiele

Plötzlich stellt sich ein würfelartiges Flugobjekt der Enterprise in den Weg. Der Steuermann kann einen Zusammenstoß gerade noch abwenden, da saust das gefährliche Hindernis wieder vor das Schiff. Captain Kirk beschließt den Abschuss. Zur gleichen Zeit erhält er eine Warnung: Die Enterprise sei in fremdes Hoheitsgebiet eingedrungen und soll in wenigen Augenblicken zerstört werden.

Hintergrundinfo: Thematisert werden wahre Größe und die Macht von Waffen. Der englische Original-Titel „The Corbomite Maneuver“ bezieht sich auf die erfundene Substanz Corbomit, die Kirk als Bluff einsetzt. Bemerkenswerte Momente: Pille setzt die jährliche Routineinspektion bei Kirk fort – trotz rotem Alarm! Später wird Kirk eine Diät verpasst. Lieutenant Bailey wird als nervöses, zerstreutes und auch etwas überfordertes Besatzungsmitglied dargestellt. In TNG findet er seinen legitimen Nachfolger in der Figur des Reginald Endicott „Reg“ Barclay III..

Folge 11: Talos IV – Tabu – Teil 1

Was ist nur mit Mr. Spock los? Captain Kirk kann sich keinen Reim darauf machen: Anscheinend hat sein Vertrauter einen Funkspruch erfunden, den der ehemalige Chef der Enterprise, Captain Pike, abgesetzt haben soll. Demnach soll Spock seinen früheren Vorgesetzten dringend an einer bestimmten Stelle abholen. Doch Captain Pike ist schwer krank und den Notruf hat es nie gegeben…

Hintergrundinfo: Talos IV – Tabu gewann 1966 einen Hugo Award für „Best Dramatic Presentation“. Die Handlung von der „Der Käfig“ wird als 13 Jahre zurückliegende Ereignisspanne in die Handlung eingebaut.

Folge 12: Talos IV – Tabu – Teil 2

Folgeninhalt: Mr. Spock hat alles aufs Spiel gesetzt, um seinen früheren Chef Captain Pike unerlaubterweise nach Talos IV zu bringen – Kirks Vertrauen, die Position auf der Enterprise und selbst seine Freiheit. Jetzt steht Spock deswegen vor dem Militärgericht, ihm droht sogar die Todesstrafe. Doch was steckt hinter seinem Alleingang? Kann Kirk ihn vor der Strafe bewahren?

Folge 13: Kodos der Henker

Angeblich hat der Wissenschaftler Dr. Leighton eine sagenhafte Entdeckung gemacht: Mit künstlich hergestellter Nahrung will er eine nahende Hungersnot auf dem Nachbarplaneten verhindern. Die Enterprise soll sich die Erfindung ansehen. Doch die Neuerung ist nur eine Finte, in Wirklichkeit will Dr. Leighton etwas ganz anderes von Captain Kirk.

Hintergrundinfo: Der Shakespeare-Schauspieler Karidian soll der totgeglaubte Massenmörder Kodos sein. Kirk ist einer der wenigen Augenzeugen, die Kodos identifizieren können und er will den Fall natürlich aufklären. Bemerkenswerte Szenen: Kirk hat eine Romanze mit der Tochter des vermeintlichen Mörders. Uhura singt ein Liebeslied und spielt auf einem Saiteninstrument. Pelz-Minikleider waren groß in Mode. Und zwischen Spock und Kirk ist die Stimmung ausnahmsweise einmal ziemlich gereizt.

Folge 14: Spock unter Verdacht

Die Romulaner haben den Außenposten den Krieg erklärt: Es häufen sich die Angriffe ihrer Schiffe an den Grenzen der Föderation. Die Enterprise erhält den Auftrag, dort nach dem Rechten zu sehen. Im Grenzgebiet angekommen, muss die Crew einen erneuten Überfall miterleben. Nach der Attacke ergreift das Schiff der Romulaner die Flucht, die Enterprise rast hinterher. 

Hintergrundinfo: Ein weiterer gefährlicher Feind wird eingeführt: Die Romulaner, die über ein Schiff mit Tarnvorrichtung verfügen. Man erfährt, wie es zur Errichtung der „Neutralen Zone“ im Weltall kam. Inspiriert wurde die Episode übrigens wohl vom Spielfilm „Duell im Atlantik“. Eindrucksvoll werden die Themen Krise und Last der Verantwortung der Kapitäne für ihre Schiffe in Szene gesetzt.

Folge 15: Landeurlaub

Endlich Urlaub! Und auch noch auf einem Planeten, der der Erde unglaublich ähnelt – abgesehen davon, dass er völlig unbewohnt zu sein scheint. Nach und nach erkundet die Crew der Enterprise ihren Urlaubsort und sie begegnen eigenartigen Gestalten: Wesen, die bei näherem Kontakt sogar richtig gefährlich werden können. Seltsam ist auch, dass viele Geräte nicht mehr funktionieren.

Hintergrundinfo: Figuren aus „Alice im Wunderland“ tauchen auf, ein alter Freund Kirks von der Akademie, eine alte Liebe, ein Revolver, ein Ritter… Diese Episode kann man fast als Vorstufe zum Holodeck sehen, nur mit dem Unterschied, dass man seine Wünsche nicht programmieren muss, sondern lediglich denken. Schiffsarzt Dr. McCoy wird hier übrigens auch mal als Charmeur gezeigt.

Folge 16: Notlandung auf Galileo 7

Die Enterprise hat einen Eilauftrag. Wichtige Medikamente müssen ausgeliefert werden. Da begegnet das Raumschiff auf dem Weg einem seltenen Phänomen, das ebenso dringend untersucht werden muss. Spock und sein Team schwärmen zur Erforschung aus – und müssen mit einem Mal notlanden: Auf einem unwirtlichen Planeten, der ein reichlich angriffslustiges Volk beherbergt.

Hintergrundinfo: Die Stimmung des Teams ist sehr aufgeheizt, vor allem als klar wird, dass ein paar Besatzungsmitglieder zurückgelassen werden müssen. Der Konflikt zwischen dem emotionalen McCoy und dem rationalen Spock steigert sich immer weiter, während Scott sich aus allem raushält und sich um die Reparatur kümmert. Erwähnt wird der Fundort Folsom Point in New Mexiko, an dem 1925 eine Speerspitze aus der Steinzeit gefunden wurde. Der Titel „Notlandung auf Galileo 7″ ist ein wenig irreführend, er müsste eigentlich heißen: „Notlandung mit Galileo 7“, da dies der Name der Fähre ist, mit der Spock und das Forschungsteam auf dem Planeten landen.

Folge 17: Tödliche Spiele auf Gothos

Direkt vor der Enterprise taucht plötzlich ein Planet auf, der nirgendwo verzeichnet ist. Dann verschwinden auf einmal Kirk und Sulu. Obwohl der Planet als lebensfeindlich eingestuft wird, lässt Spock ein Außenteam zu ihm bringen. Es soll nach Sulu und Kirk suchen. Auf dem Planeten angekommen, wirkt er menschenfreundlich. Doch der Hausherr, der hier lebt, ist alles andere als nett.

Hintergrundinfo: Trelane kann als Vorgänger von „Q“ gesehen werden – wie dieser ist er Mitglied einer Rasse, die übernatürliche, beinahe omnipotente Fähigkeiten haben. Und ebenso will er erforschen und vor allem spielen. Auch die Gerichtsszene hat Ähnlichkeit mit der in „Mission Farpoint“ in „The Next Generation“. Deutliche Bezüge zur Folge findet man übrigens auch in der Animationsserie Futurama in der Episode „Der letzte Trekki“.

Folge 18: Ganz neue Dimensionen

Kirk, Spock und ihre Begleiter sind zum Essen eingeladen. Beim Anführer der Kolonie Cestus 3 soll gespeist werden. Doch dazu kommt es nicht: Als die Abordnung den Kommandoposten erreicht, findet sie den Platz verwüstet vor. Da wird die Enterprise von Unbekannten attackiert. Es gelingt gerade noch, das Einsatzteam wieder an Bord zu holen, bevor die Verfolgungsjagd beginnt.

Hintergrundinfo: Legendär! Captain Kirks Kampf gegen den Gorn, eine menschengroße Echse mit scharfen Klauen und Zähnen. Damals musste noch ein Schauspieler in ein Kostüm schlüpfen, später in der Serie Star Trek: Enterprise wird das gefährliche Wesen computeranimiert. Eindeutig mehr Charme hat aber natürlich das Original.

Folge 19: Morgen ist gestern

Ein Gravitationsfeld schleudert die Enterprise in die Vergangenheit zurück: Plötzlich zieht sie ihre Bahnen am Himmel über den USA der 1960er Jahre. Das bleibt nicht lange unentdeckt. Ein Geschwader mit Düsenjägern nähert sich. Als aus Sicherheitsgründen ein Kampfpilot an Bord gebeamt werden muss, gerät die Situation fürchterlich außer Kontrolle.

Hintergrundinfo: Dies war die erste Folge der Serie, die im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Enterprise landet in der Geschichte in einem Jahrzehnt, in der sie tatsächlich gedreht wurde – Ende der 1960er Jahre kurz vor der echten Mondlandung, die in der Folge auch angekündigt wird. In zahlreichen anderen Sci-Fi Serien wie Stargate SG-1 oder Futurama gibt es deutliche Bezüge zu dieser Episode, wenn etwa – wie auch hier im Bild – ein Besatzungsmitglied in der Vergangenheit gefangen genommen und verhört wird.

Folge 20: Kirk unter Anklage

Bei einem schrecklichen Sturm wird die Enterprise stark in Mitleidenschaft gezogen, sogar ein Crewmitglied stirbt. Captain Kirk ist sich keiner Schuld bewusst und schreibt Kirk seinen Bericht. Doch plötzlich tauchen Hinweise auf, die ihn für den Tod verantwortlich machen. Kirk tut alles, um seine Unschuld zu beweisen. Doch immer mehr Indizien sprechen gegen ihn…

Hintergrundinfo: Spannend bis zum Schluss – und eine der dramaturgisch ausgereiftesten Folgen überhaupt. Besonders bemerkenswert ist vor allem die kritische Auseinandersetzung mit dem blinden Vertrauen in die Technik, die in Wirklichkeit gar nicht so perfekt ist, wie sie auf den ersten Blick scheint.

Folge 21: Landru und die Ewigkeit

Genau hier, wo die Enterprise gerade kreuzt, beim Planeten Beta III, verschwand vor 100 Jahren das Raumschiff Archon. Captain Kirk schickt Sulu und Lieutenant O’Neil an Land, um Hinweise auf das vermisste Schiff zu finden. Als Sulu völlig außer sich und ohne seinen Begleiter wiederkommt, entsendet Kirk einen Bodentrupp. Die nun folgende Suche entwickelt sich zu einem Desaster.

Hintergrundinfo: Themen dieser Episode sind Kontrollverlust und Kontrolle, ein totalitäres System und Emotionslosigkeit. Die Bevölkerung ist von Landru ferngesteuert, jeder der individuell reagiert, wird wieder gleichgeschaltet. Die Episode hat damit durchaus Ähnlichkeit mit einer der großen Erzählungen der Science Fiction „Invasion from the Body Snatchers“. Wie in „Der dressierte Herrscher“, „Computer M5“ und „Ich heiße Nomad“ kann Kirk auch hier einen Computer von dessen Fehlverhalten überzeugen.

Folge 22: Der schlafende Tiger

Herrenlos wirkt das alte, dahintreibende Schiff vor ihnen. Doch die Crew der Enterprise kann Leben auf dem zerschrammten Raumschiff namens S.S. Botany Bay ausmachen. Kirk schickt ein Außenteam los. An Bord finden die Besatzungsmitglieder zahlreiche Menschen im Tiefschlaf vor. Die ersten öffnen die Augen. Und mit ihnen erwacht auch der alte Traum ihres gefährlichen Anführers.

Hintergrundinfo: Khaaaaaaaaan! Eine der besten Episoden überhaupt. Hier sieht man ihn zum ersten Mal, aber Khan taucht natürlich auch im Kinofilm „Der Zorn des Khan“ und in „Star Trek Into Darkness“ auf – dem Reboot vom Franchise aus der Kelvin-Timeline. Und erweist sich wie immer als einer der gefährlichsten Widersacher Kirks überhaupt – egal in welchem Universum oder in welcher Zeitlinie.

Mit Eugenik und genmanipulierten Übermenschen hat die Föderation außerdem fast zu jedem Zeitpunkt ihre Schwierigkeiten, so ist dies auch Thema in Star Trek: Enterprise und Deep Space Nine. In dieser Folge wird damit der Grundstein für viele weitere Erzählungen und Befürchtungen gelegt.

Folge 23: Krieg der Computer

Die Enterprise kommt in friedlicher Mission. Sie will lediglich freundschaftlich Kontakt mit den Bewohnern der Planetenkonstellation NGC 321 aufnehmen. Was die Besatzung nicht weiß: Zwei der Planeten sind seit Generationen in einen nicht enden wollenden Cyberkrieg verwickelt. Genau da gerät die Besatzung der Enterprise mitten hinein.

Hintergrundinfo: Der Krieg wird hier über Computer geführt, die lediglich die Menschen bestimmen, die einem virtuellen Angriff zum Opfer fallen sollen. Der Angriff ist simuliert, die Menschen aber, die für den Tod bestimmt sind, müssen sich innerhalb von 24 Stunden tatsächlich töten lassen. Die Besatzung und die Enterprise kommen auch auf die Liste.

Folge 24: Falsche Paradiese

Die Enterprise will eine Kolonie besuchen. Allerdings wurden die ehemals 150 Einwohner von einer zersetzenden Strahlung empfindlich dezimiert. Wie sich herausstellt, haben nur sehr wenige Menschen das Desaster überlebt. Und das für einen sehr hohen Preis, wie auch die Crew der Enterprise bald am eigenen Leib erfährt.

Hintergrundinfo: Die Sporen, die man auf dem Planeten einatmet, machen einen immun gegen die Strahlung, haben aber auch einen Nebeneffekt. Sie lösen bei den Menschen, völlige Friedfertigkeit und positive Emotionen aus. Keiner hat den Wunsch, den Planeten jemals wieder zu verlassen. Auch Spock atmet die Sporen ein und lässt fortan seinen Emotionen freien Lauf!

Folge 25: Horta rettet ihre Kinder

In einem Erzbergwerk auf Janus VI kommt es immer wieder zu rätselhaften Todesfällen. Die Arbeiter sprechen von einem unbekannten Wesen, das sie immer wieder überfällt. Auch das Bodenteam der Enterprise wird Zeuge eines gewaltigen Angriffs. In der Mine stellt es einen Alien und verwundet ihn schwer. Bald liegen sich Kirk und Spock in den Haaren…

Hintergrundinfo: Kirk will das Wesen fangen. Er findet es verletzt in einem Stollen und lässt Spock eine Gedankenverschmelzung durchführen. Dabei stellt sich heraus, dass das Wesen weiblich ist, Horta heißt und lediglich ihre Nachkommen beschützen will, die als Siliziumknollen überall in den Stollen herumliegen.

Eine nicht auf Kohlenstoff basierende Lebensform – etwas ähnliches gibt es bei Star Trek immer wieder, zum Beispiel auch in der Nachfolgeserie The Next Generation mit dem Kristallin-Wesen.

Folge 26: Kampf um Organia

Der Planet Organia ist in Gefahr. Die Klingonen wollen sich den an sich neutralen, aber strategisch wichtigen Ort einverleiben. Die Enterprise bekommt von der Sternenflotte den Auftrag, die Bevölkerung zu warnen. Kaum ist die Crew der Enterprise vor Ort, beginnt der Angriff der künftigen Besatzer…

Hintergrundinfo: Der Vertrag von Organia wird auch in anderen Star Trek-Episoden erwähnt („Kennen Sie Tribbles“). Eine Parabel auf den kalten Krieg und Ost-West-Konflikt. Die Episode ist ein Plädoyer für friedliche Koexistenz und die Essenz von Gene Roddenberrys Botschaft. Und natürlich ist es auch der erste Auftritt der Klingonen!

Folge 27: Auf Messers Schneide

Die Enterprise befindet sich in der Nähe der Sternbasis 200. Ein heftiger Energiestoß überwältigt das Schiff, als die Besatzung gerade bei der Untersuchung eines fremden Planeten ist. Ungeheure Phänomeme treten auf und Verschiebungen der Gravitationsfelder werden gemessen. Plötzlich entdeckt die Crew auf dem vorher unbewohnten Planeten ein Lebenszeichen…

Hintergrundinfo: Rätselhafte Phänomene bringen die Enterprise und das gesamte Universum in Gefahr. Grund ist ein humanoides Wesen, das in zwei Universen existiert. Es gibt den guten, ruhigen Lazarus und den bösen Lazarus, der den Guten jagt und zerstören will. Erst als beide in einer Endlosschleife gefangen sind, ist das Universum wieder stabil.

Folge 28: Griff in die Geschichte

Durch ein Missgeschick bekommt Dr. McCoy eine Überdosis Drogen ab und gerät außer Rand und Band. Ohne Absprache beamt er sich zu einem Zeitportal und verändert durch sein Verhalten die gesamte Vergangenheit. Da kann auch der ‚Hüter der Ewigkeit‘ erst einmal nichts weiter tun.

Hintergrundinfo: Achtung, Spoiler – das Zeitreise-Thema ist hier sehr tragisch aufbereitet. Die Crew landet in den 30er Jahren mitten im Amerika der Depression. Dort verliebt sich Kirk in Edith Keeler, die mit einer kleinen Suppenküche den Armen hilft. Spock findet heraus, dass Edith Keeler bald durch einen Autounfall ums Leben kommen wird. Kirk will es verhindern, Spock zeigt ihm jedoch die Veränderung der Geschichte auf, die sogar den Sieg von Nazi-Deutschland nach sich ziehen könnte. Daher greift Kirk nicht ein, Edith Keeler stirbt.

Eine der beliebtesten Episoden, zumal Joan Collins mitspielt, die später durch „Denver Clan“ berühmt wurde.

Folge 29: Spock außer Kontrolle

Eine grässliche Seuche zieht durch die Föderation. Die Enterprise soll nun den Planeten Deneva inspizieren. Ist der Erreger auch dort schon angekommen? Kirks Bruder Sam und seine Frau Aurelia wohnen hier. Aurelia erzählt von außerirdischen Wesen, die die Bewohner absichtlich mit der Seuche des Wahnsinns infizieren. Ausgerechnet Kirk ist das nächste Opfer…

Hintergrundinfo: Ursache für die Erkrankung sind tellergroße flache Wesen, die sich an ihr Opfer hängen und sich über das Nervensystem die Kontrolle über den Wirt verschaffen. Spock wird von einem der Wesen attackiert. Aber dank seiner vulkanischen Hälfte kann er das Wesen in seinem Körper unter Kontrolle halten. Jetzt ist es an Dr. McCoy, eine Lösung zu finden.

Unser Lieblings-Dialog aus der Folge:
McCoy (tuschelt): Bitte erzähl dem Spitzohr nicht, dass ich gesagt habe, er sei der beste erste Offizier der Flotte.

Spock (hört das): Wie nett von ihnen, Doktor!

Kirk: Du warst so sehr mit seinen vulkanischen Augen beschäftigt, dass du nicht an seine vulkanischen Ohren gedacht hast…

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