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Der letzte Tango in Paris

Erotikdrama, Frankreich/Italien, 124 Minuten, FSK 16

Jeanne trifft in einer leeren Pariser Wohnung den mysteriösen Amerikaner Paul. Es beginnt eine heiße Affäre mit sado-masochistischen Zügen. Paul, der gezeichnet ist vom Selbstmord seine Frau, bestimmt die Regeln: Keine Namen, keine Gefühle. Doch es kommt anders…

Skandalumwittert und tabubrechend – bis heute!

Darum ein Skandalfilm:

Ein Film, zwei Lager und viel Zündstoff für Zensur. Die einen sahen in dem Filmereignis ein befreiendes Werk, die anderen erniedrigende Obszönität verbunden mit dem Ruf nach Zensur. 1972 verweigerte die italienische Filmzensur gar die Freigabe des Films! Zeitgleich reichten Zuschauerin Bologna Klage gegen den Produzenten Grimaldi, den Regisseur und die Hauptdarsteller ein.
Das Gericht stellte eine „rüde, widerwärtige, naturalistische und sogar unnatürliche Darstellung“ fest. Vorallem die wahren Hintergründe der zentralen Vergewaltigungsszene im Film, sorgten noch Jahrzehnten später für Gesprächsstoff. So soll Darstellerin Maria Schneider nicht über den Ablauf der Szene informiert worden sein.

 

Regie: Bernardo Bertolucci

Drehbuch: Bernardo Bertolucci

 

 

Rolle:

Darsteller:

Paul

Marlon Brando

Jeanne

Maria Schneider

Rosas Mutter

Maria Michi

Tom

Jean-Pierre Léaud

Mouchette

Catherine Breillat

 

Auszeichnungen (Auswahl):

Oscarnominierung für Bernardo Bertolucci als bester Regisseur.

Oscarnominierung für Marlon Brando als bester Hauptdarsteller.

NYFCC Award für Marlon Brando.

Zwei Golden-Globe-Nominierungen (bester Hauptdarsteller, bester Film).

 

Kritik: „Stilistisch, vor allem in der Kameraführung, brillant.“ (Lexikon des internationalen Films)

Das dachte damals die Presse:
„(…) aggressive, animalische Sex-Szenen, die von einer bisher nicht gekannten Unmittelbarkeit und Hemmungslosigkeit sind, und gegen die gängige Porno-Streifen wie ein biederes Trimm-dich-Programm wirken.“
Florian Hopf–Stern

 

Hintergrund: Die Idee zu dem Film entsprang einer ganz persönlichen Fantasie von Regisseur Bernardo Bertolucci. Er träumte davon, eine schöne Frau auf der Straße zu sehen und mit ihr Sex zu haben, ohne irgendetwas über sie zu wissen. Marlon Brando nannte den Film deshalb auch ‚Bertoluccis Psychonalyse’. Einen Großteil der Dialoge hat Brando improvisiert, man erfährt dadurch sehr persönliche Dinge über ihn. Laut Maria Schneider stand auch die berühmt-berüchtigte „Butterszene“ nicht im Drehbuch und wurde in letzter Minute von Brando und Bertolucci entwickelt. Ihr Schock und ihre Tränen in dieser Szene sind nicht gespielt. Die erste Fassung des Films war über vier Stunden lang. In Italien wurden Bertolucci, Grimaldi, Brando und Schneider angeklagt, einen pornografischen Film gedreht zu haben. Bertolucci wurden für fünf Jahre die Bürgerrechte aberkannt, sämtliche Kopien des Films beschlagnahmt.

 

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